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  • Niels Pflaeging
    Niels Pflaeging    Premium Member   Group moderator
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    Re^12: Anreizung gehört verboten!
    Liebes Forum,

    Da dieser Thread sowohl aus meiner Sicht wie auch aus der von Herrn F. inzwischen etwas aus dem Ruder gelaufen ist (wir haben uns darüber per persönlichen Nachrichten ausgetauscht), hier ein paar Anmerkungen aus meiner Rolle als Moderator heraus.
    Ich möchte an dieser Stelle mal etwas Abstand zur Debatte bis hierher nehmen und meine Eindrücke wieder geben. Neutral ist das natürlich NICHT - ich versuche es vielmehr hier mit ein wenig Meta-Kommunikation.

    Zunächst: Ein Forum wie dieses lebt davon, dass echter Dialog zustande kommt.
    Bestimmte Verhaltensweisen sind dem Dialog nicht zuträglich bzw. stehen diesem im Wege.

    - Aussagen des jeweils anderen bewusst verdrehen und dann kritisieren. Dies hat sich meiner Ansicht nach auf Xing als eines der Hauptprobleme in Foren erwiesen. Nicht nur in diesem! Herr F. gab bspw. vor, Thesen von mir "zusammen zu fassen", verdrehte sie dabei aber - wissentlich, denn er is ja ein intelligenter Mensch. Diese Form willentlicher Verdrehung ist in vielen der bisherigen Postings in diesem Thread passiert. Das ist eine Form der Aggression. So etwas kann jedem mal passieren. Herr F. hat dies permanent getan. Das nervt. Mich jedenfalls.

    - Dinge gleichsetzen, die nicht gleich zu setzen sind und daraus Unterstellungen an den Gesprächspartner machen (im letzten Posting von Herrn F. z.B. die Gleichsetzung der Nichtexistenz von "individueller Leistung" und "Leistungsunterschieden").

    - Beharrung - immer die gleichen Argumente bringen - mal als Predigt, mal als Behauptung, mal als Beschuldigung, mal als wasauchimmer (hier im Thread z.B. der Vorwurf des Totalitarismus, mehrfach wiederholt, oder die Anschuldigung, ich wolle die "Freiheit beschneiden", verhielte mich undemokratisch usw.)

    - Beleidigung: Ich hatte verschiedentlich den Eindruck, dass Herr F., überflüssig aggressiv und suggestiv beleidigend agiert hat - das mag in Bezug auf mich selbst auf meine eigene übertriebene Sensibilität zurückzuführen sein - es betraf aber nicht nur mich, sondern sichtbar auch den beiden anderen Mitdiskutanten in diesem Thread. Gemerkt hat das wohl jeder Leser mehr oder minder deutlich, was da abging... Warum war das nötig? Eine Antwort habe ich nicht, und ich will versuchen, das Beste zu unterstellen. Z.B. dass das unbewusst oder z.B. "im Eifer des Gefechts" geschan.

    Bis zu einem gewissen Punkt kann man diesen Verhaltensweisen mit Nachsicht und dem Bemühen um Verständnis begegnen. Dies hat aber - darüber sollten wir uns keine Illusioinen machen, auch und gerade in virtuellen Foren seine Grenzen.
    Ich weise gleich darauf hin, dass die Löschung von Beiträgen und Threads im Nachhinein für mich KEINE Option ist. Das widerspräche unserem Anspruch an dieses Forum. Wer aus der Rolle fällt, dessen Aus-der-Rolle-fallen soll ruhig allen Lesern des Forums sichtbar sein. Wir alle sollten dafür Verantwortung übernehmen, was wir sagen.

    Es ist das Recht eines Jeden in diesem Forum, nicht einzusehen, nicht zuzustimmen oder nicht offen sein zu wollen. Niemand kann niemanden hier zum Nachdenken oder Mitdenken zwingen. Unser Forum hier hat aber eine Mission, die ist auf der Startseite formuliert. Und diese gilt es zu respektieren.

    Mein Kollege und Mitmoderator Gebhard Borck und ich pflegen uns in Situationen bei der Debatte um Beyond Budgeting oftmals anzuschauen und dann nach kurzer Problemanalyse festzustellen: LETZTLICH haben die grundlegenden Meinungsdifferenzen um Beyond Budgeting, Transformation und den Abschied von Weisung und Kontrolle ihren Urpsrung eigentlich immer in der Frage des Menschenbilds. Der Frage also: Wie ist der Mensch. Daran, so meine ich, hat es auch in dieser Debatte auch wieder gehakt. Würde mich interessieren, ob das andere Leser dieses Threads ähnlich sehen, oder nicht.

    Schliessen möchte ich mit dem Aufruf: Lassen sie uns hier gerne - wenn gewünscht - auf das Grundthema bzw. die hochaktuelle Grundthese "Anreizung gehört verboten!" zurückkommen.

    Ich hoffe, Sie alle verzeihen mir meine langen Postings.

    Beyond Budgetingly,
    Niels Pfläging
    This post was modified on 23 Feb 2009 at 11:46 am.
  • Niels Pflaeging
    Niels Pflaeging    Premium Member   Group moderator
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    Re^13: Anreizung gehört verboten!
    Ich führe die Diskussion um Vergütungssysteme, Anreizung und Beyond Budgeting derzeit ein wenig in einem anderen Forum namens "Benefits – Incentive Pay – Variable Vergütung" weiter - wer möchte, mag sich das ansehen und vielleicht mit-streiten! (in der Höhle des Löwen, gewissermassen, haha!)
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=13288147;a...
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    Maik Degner
    (not a XING member)
    Re^6: Anreizung gehört verboten!
    Liebe diskutierende Gemeinde,

    ich bin erst heute in diese Diskussionsrunde eingestiegen (da neu in dieser Gruppe) und habe auch noch nicht komplett durchgelesen. Insofern möge man mir verzeihen, wenn eventuell Dopplungen entstehen.

    Da ich gerade einen Artikel für die "Arbeit und Arbeitsrecht" zum Thema Incetives und Ihre zerstörerische Wirkung beendet habe, ist das Thema für mich super aktuell und wesentlich dazu.

    Ich sehe mich als Pragmat, was nicht heissen soll, dass Studium der Quellen und Theorien völlig unerlässlich sind Manchmal ist aber einfache Beobachtung und gesunder Menschenverstand ausreichend und am Ende des Tages geht es um echte Ergebnisse und Veränderungen.

    Sie, Herr Fausten, haben konkrete Antworten auf Ihre Beispile eingefordert. Nun vielleicht habe ich ein paar Ideen dazu (Ich leite im Übrigen eine Beratungs- und Vertriebsgesellschaft. Kann mich ein wening in die beschriebenen Dilemmata eindenken.)

    1.Wie war das mit den beiden Produkten? Was halten Sie davon, mit Ihren Mitarbeitern zu sprechen? Ihnen zu erklären, das der scheinbar leichte Weg ins Aus führt, da Margenschwach und Endstadium.

    2. Die Schichtmitarbeiter, die lieber mit Zuschlägen arbeiten. Fragen Sie die Mitarbeiter einmal, warum sie das machen? Eventuell bekommen Sie dann Antworten, wie: Ich muss, sonst reicht das Geld nicht. Aber was ist die Grundlage dafür: Wahrscheinlich, dass normales Entgelt (ohne Zuschläge) seit Jahren nicht gestiegen ist, sondern die realen Löhne eher gesunken sind.

    Nur weil Menschen die Anreizsysteme verstehen und auch zu ihrem Vorteil ausnutzen, heißt das nicht, dass sie diese gut finden oder gar dadaurch effektiv gelenkt werden. Meine Erfahrung zeigt mir, dass diese Menschen dieses System nutzen und gleichzeitig ablehnen, was einen doppelt negativen Effekt hat: Demotivation wegen der "falschen" Anreizung und schlechtes Gewissen, weil sie merken, dass sie es lediglich ausnutzen.

    Um noch einmal auf den ersten Fall zurück zu kommen. Mein Vorschlag es den Mitarbeitern einfach zu erklären setzt voraus, dass man den Menschen etwas zutraut, ihnen vertraut. Dafür muss man natürlich als erstes sich selbst und seiner Führungskompetenz vertrauen.

    Motivation lenken (Ich bezweifle, dass das wirklich von außen geht.) muss ich nur, wenn ich davon ausgehe, dass die Mitarbeiter nicht aus Verständnis handeln können oder platt gesagt, wenn ich glaube, dass Mitarbeiter "doof und faul" sind.

    Ich drehe die Frage um: Warum sollen sie mehr Geld bekommen, wenn sie mit dem neuen Produkt die Zukunft des Unternehmens, damit ihre Arbeitsplatzes und damit die persönliche sichern helfen. Oder was ist mit dem Gedanken, dass sich ja das alte Produkt heute nur so gut und leicht verkauft, weil eben alle Mitarbeiter früher so gut daran gearbeitet haben? Ist nicht dieser Erfolg mehr Geld wert?

    Nach meiner Ansicht findet man mit etwas Willen und Kreativität immer einen Weg zu steuern und zu lenken, ohne auf die hier diskutierten äußeren Anreizungen zurück zu greifen.

    In Bezug auf die Benchmarks würde ich Ihnen zustimmen. Diese halte ich für genauso destruktiv, wie die üblichen finanziellen Anreize. Im Grunde gehen Sie in eine ähnliche Richtung, wirken nur subtiler. Auch wenn sicher ein gewisser Wettbewerb im spielerischen Sinn den Menschen Freude bringen kann, bauen solche Vergleiche oft auch Druck und damit tatsächlich auch Anreiz und/oder Versuche der Manipulation auf. Orientierung an Benchmarks bedeutet für mich (zumindest habe ich das so in der Praxis erlebt) Orientierung an einem eher medialen Wert und lässt spezifische individuelle Aspekte von Menschen udn/oder Organisationen außer acht.

    Im Übrigen habe ich deshalb in meinem Unternehmen als erstes die berühmten Ranglisten, dann die Bonizahlungen abgeschafft und derzeit diskutiere ich mit meinen Mitarbeitern, wie wir schrittweise die (ich muss es zugeben, dass ich es auch noch mache) varibale monatliche Vergütung, sprich Provision, abschaffen können. Ich bin zuversichtlich, dass wir in spätestens 2 Jahren in einem seichten Übergang bei uns effizienten, zielorientierten, gewinnträchtigen Vertrieb mit ausschließlichen Festgehältern haben werden. Wenn es soweit ist, schreibe ich gern in einem Forum dieser Gruppe über die Erfahrungen.

    Bis es soweit ist, wünsche ich uns gute Diskussionen und hoffentlich echte Schritte zu Mehr mut und Zutrauen in unsere Mitarbeiter.

    Maik Degner
  • Johannes Soares Lago Goertz
    Johannes Soares Lago Goertz    Premium Member
    The company name is only visible to registered members.
    Re^7: Anreizung gehört verboten!
    Hallo zusammen...

    weiter oben stand (auf der ersten Seite der Diskussion):
    Damit es etwas griffiger wird: Ein Außendienstmitarbeiter soll zwei Produke an den Mann / die Dame bringen.
    Eines ist ein Selbstläufer weil gut in den Markt eingeführt aber mit geringer Marge für das Unternehmen, das
    Produkt befindet sich auf dem absteigenden Ast in seinem Lebenszyklus.

    Das andere Produkt ist neu, noch nicht etabliert und erklärungsbedürftig aber mit hoher Marge für das
    Unternehmen – es befindet sich am Beginn seines Lebenszykluses und wird die Zukunft des Unternehmens
    darstellen.

    Halten Sie oder das Forum es nun für falsch, wenn dieser Außendienstmitarbeiter für das mit mehr Mühe zu
    verkaufende Produkt eine variable Vergütung bekommt, die über dem Selbstläufer liegt, für den er nichts machen muss als Bestellformulare zu verteilen?

    Generell glaube ich, bin ich hier in der Mindermeinung. Ich denke, es ist wichtig, den eigentlichen Bedarf des Kunden kennen zu lernen und das dafür passende Produkt zu empfehlen. Auf Dauer zahlt sich das m.E. auch aus. Ob dies nun das "erste", vielleicht margenschwache Produkt ist oder das "zweite", erklärungsbedürftigere - das sollte man vorher nicht wissen dürfen. Wenn nun ein Unternehmen hier Handlungsbedarf sieht, dann m.E. nicht durch ein wie auch immer geartetes Anreizsystem, sondern eher z.B. in der Prüfung, warum das erste Produkt ggf. margenschwach ist (und wie dies zu ändern ist bei einer bestehenden Nachfrage) und warum das zweite Produkt so erklärungsbedürftig ist (und auch hier: wie dies zu ändern ist).

    Ein guter Vertriebsmann sollte denn nach nicht dem Kunden das erklärungsbedürftige Produkt "aufschwatzen", sondern das für den Kunden passende empfehlen - und zugleich dem Unternehmen die Informationen zu kommen lassen, die für eine Verbesserung des Produktes im weitesten Sinne (also Marketing, Beschreibung, etc. eingeschlossen) sorgen. Z.B., welche Merkmale bei einem Produkt vielleicht noch fehlen etc.

    Wie man das nun mit Anreizsystemen in den Griff bekommen soll, weiß ich nicht. Da hab ich noch nichts gefunden, was hier passt. Die mir untergekommenen Vorschläge sind meistens sehr eindimensional, orientieren sich am Umsatz - oder vieleicht auch an firmenpolitischen Interessen ("Lieblingskind vom Vorstand X" oder sowas).

    Maik Degner schrieb:
    Liebe diskutierende Gemeinde,
    1.Wie war das mit den beiden Produkten? Was halten Sie davon, mit Ihren Mitarbeitern zu sprechen? Ihnen zu erklären, das der scheinbar leichte Weg ins Aus führt, da Margenschwach und Endstadium.
    Um noch einmal auf den ersten Fall zurück zu kommen. Mein Vorschlag es den Mitarbeitern einfach zu erklären setzt voraus, dass man den Menschen etwas zutraut, ihnen vertraut. Dafür muss man natürlich als erstes sich selbst und seiner Führungskompetenz vertrauen.
    Das ist in der Tat eine sehr wichtige Basis für den Unternehmenserfolg. Wenn die Mitarbeiter die Informationen haben, dann machen sie auch was draus. Und, der umgekehrte Weg muss ja auch funktionieren: Die Information von den Mitarbeitern (in unserem Beispiel von den Vertriebsmitarbeitern) zurück zum Unternehmen ist ja genauso wichtig. Anreizsysteme können m.E. sogar kontraproduktiv sein: Warum soll ein Mitarbeiter Informationen zurück in das Unternehmen fließen lassen, wenn er sich dadurch möglicherweise mittelfristig sozusagen firmeninterne Konkurrenz züchtet?
    This post was modified on 03 Apr 2009 at 09:29 am.
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    Simone Henschel
    (not a XING member)
    Re^8: Anreizung gehört verboten!
    Bill Gates hat mal gesagt:

    "Wir haben noch nie ein Produkt darüber verkauft, weil es besser und fehlerfreier war, als der Vorgänger, sondern immer nur über die Einführung neuer Features!"

    Damit spielt er natürlich auf den Spieltrieb von Menschen, Systemadministratoren an, die dann Gründe erfinden, warum nun die Firma auf Windows NT als Server umsteigen muss. "Mehr Möglichkeiten", "Standards", Investitionssicherheit, e.t.c.

    Was hat das mit dem Thema zu tun? Sehr viel. Als Unternehmer(in) muss ich die Aufmerksamkeit auf den Spieltrieb lenken. Derjenige Mitarbeiter, der es nicht nur versteht, dem Kunden das passende anzubieten, sondern gleichzeitig auch seinen Spieltrieb zu wecken, hat gewonnen.

    Was auch immer den Spieltrieb eines Mitarbeiters auf das Innen des Unternehmens lenkt, und sei es durch die Einführung eines Anreizsystems, verleitet die Mitarbeiter dazu, sich genauer damit geistig auseinander zu setzen, was wichtige Kapazitäten bindet, die besser beim Kunden investiert wären.

    Moderne Mitarbeitermotivation geht anders. Wenn Sie als Führungskraft ihre Leute antreiben wollen, nehmen sie sie ans Händchen und machen ihnen das vor, wie man charmant, spielerisch den Kunden geistig einwickelt, dass er sogar desnachts nur noch von den Produkten oder Dienstleistung ihrer Firma träumt.

    Der Mitarbeiter wird dazu lernen, sich selber dabei beobachten, wie er sich verändert, persönlich weiter entwickelt. Der Prozess der Selbsterkenntnis schüttet mehr Glückshormone aus, als es irgendein Anreizsystem jemals könnte.

    Ein Problem allerdings stellen die älteren Mitarbeiter dar. Bereits über genügend Menschenerfahrung und Lebenserfahrung verfügend, alles schon gesehen habend, leiden sie an einem erheblichen Mangel an Glücksgefühlen durch neue Erkenntnisse. Depression am Arbeitsplatz.

    Schlechte Führungskräfte drängen dann darauf, diese zu entfernen, womit sie natürlich den Wert des Unternehmens erheblich senken, da wertvolles Wissen verloren geht.

    In Zeiten des Umbruchs der Strategien durch Einführung des Internet war diese Denkweise wohlmöglich berechtigt, inzwischen ist dieser Trend rückläufig.

    Hier sind dann Führungspersonen gefragt, die über noch mehr Kompetenz verfügen, Menschen zu persönlicher Erkenntnis und somit Endorphinausschüttung zu verhelfen.

    Die neue Wissenschaft lautet da: Gestaltung neuer, aufregender Spiele am Arbeitsplatz, die gezielt so konstruiert sind, dass sie nicht nur Glücksgefühle vermitteln, sondern auch Wissen, Lust, Spaß daran, Kunden einzuwickeln, Spiele mit dem Kunden zu inszenieren.

    Hier ist es erst einmal angesagt, Führungskräfte in dieser Richtung auszubilden. Das ist es, was meine Tätigkeit beim Aufbau hoch komplexer Logistik überwiegend inzwischen ausmacht.

    Von daher finde ich das Thema dieses Threads sehr reizvoll ;-)

    Grüsse, S.H.
  • Niels Pflaeging
    Niels Pflaeging    Premium Member   Group moderator
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    Re^9: Anreizung gehört verboten!
    Hm... Zwischengedanke: Wozu muss man am Arbeitsplatz denn eigentlich "Spiele" konstruieren? Ist Spiele konstruieren nicht so etwas ähnliches wie "doppelt gemoppelt"? Haben wir nicht naturgemäss schon "Spiel am Arbeitsplatz" - nur ist das kaum wahrnehmbar? Ist nicht Wirtschaft Spiel? Sind nicht Kollegen, Kunden, Lieferanten, Eigentümer usw. die Spielpartner? Ist nicht jede Arbeit an Produkt, Kunden usw. Spiel? Also vielleicht brauchen wir gar nicht Spiele konstruieren. Vielleicht bedeutet "Führung" einfach, das wegzunehmen, was nervt und was das Spielerische, Schöne verhindert an der Arbeit.

    Meint so ganz sonntäglich:
    Niels Pfläging
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    Simone Henschel
    (not a XING member)
    Re^10: Anreizung gehört verboten!
    Niels Pflaeging schrieb:
    Hm... Zwischengedanke: Wozu muss man am Arbeitsplatz denn eigentlich "Spiele" konstruieren? Ist Spiele konstruieren nicht so etwas ähnliches wie "doppelt gemoppelt"? Haben wir nicht naturgemäss schon "Spiel am Arbeitsplatz" - nur ist das kaum wahrnehmbar? Ist nicht Wirtschaft Spiel? Sind nicht Kollegen, Kunden, Lieferanten, Eigentümer usw. die Spielpartner? Ist nicht jede Arbeit an Produkt, Kunden usw. Spiel? Also vielleicht brauchen wir gar nicht Spiele konstruieren. Vielleicht bedeutet "Führung" einfach, das wegzunehmen, was nervt und was das Spielerische, Schöne verhindert an der Arbeit.
    Vielleicht, vielleicht auch nicht ;-)

    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde das "Preisdrückspiel" beginnt zu spielen, ist höher, wenn man mit ihm keine anderen Spiele um das Produkt herum spielt.

    Grüsse, S.H.
  • Frank Theobald
    Frank Theobald    Premium Member
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    Re^10: Anreizung gehört verboten!
    Niels Pflaeging schrieb:

    Vielleicht bedeutet "Führung" einfach, das wegzunehmen, was nervt und was das Spielerische, Schöne verhindert an der Arbeit.
    das, was nervt - mit einem Wort - Komplexität.

    Die Kunden freuen sich, wenn man ihnen das Leben einfacher macht.
    Die eigenen Mitarbeiter freuen sich natürlich auch und das kommt wieder der Firma zugute.


    Einen schönen Restsonntag wünscht,
    Frank Theobald