Beyond Budgeting - powered by the BetaCodex Network
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Niels Pflaeging Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^7: Veränderungen im Direktoren-Kreis des BBRT-wie geht es weiter?
Liebes Forum,
Stefanie, Isabel und Sandra hatten weiter oben einige spannende Fragen gestellt. Darunter:
- Wird es ein ähnliches weltweites Not-for-Profit Netzwerk mit zahlenden Mitgliedern wie im BBRT geben?
- Welche Konsequenzen wird der BBTN für die weltweite Beyond-Budgeting-Bewegung haben?
- Gibt’s am Ende vielleicht Mischformen zwischen Transformation und "inkrementellem" Ansatz?
- Wie soll es denn nun wirklich nachhaltig, zukunftsträchtig mit Beyond Budgeting als holistischem Managementansatz weitergehen?
- Was ist Beyond Budgeting überhaupt? - "wenn nichts sicher ist ist alles möglich"
- Kann man noch mit gutem Gewissen BB nach BBRT zitieren?
- Wie sieht das Feinkonzept für die neue Community aus?
Einige Antworten darauf haben wir versucht, in einem ersten Positionspapier zum BBTN zu geben. Kein leichtes Unterfangen, aber Gebhard und ich haben uns Mühe gegeben! ;-)
Eines der Hauptelemente des Papers ist die Story "A tale of water bottles" - die viele der obigen Fragen beantworten dürfte. Zusätzlich finden sich im Paper
- Erläuterungen zur "Corporate Identity" des BBTN,
- zu Aufgaben und Rolle des BBTN und schliesslich
- detaillierte Informationen zur Mitgliedschaft.
Um das Positionspapier zu lesen, bitte hier klicken!
https://www.xing.com/app/forum?op=redirect;id=8573848;articl...
Ich freue mich auf Feedback, Fragen und Anregungen!
Niels Pfläging
This post was changed on 27 Mar 2008 at 07:41 am by Gebhard Borck .- 26 Mar 2008, 2:25 pm
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Stefanie FiedlerThe company name is only visible to registered members.Re^8: Veränderungen im Direktoren-Kreis des BBRT-wie geht es weiter?
Liebes Forum, lieber Niels, lieber Gebhard,
1088 Abrufe auf dieser Seite ...ein einschlagendes Ereignis: Niels Pflaeging verlässt den BBRT...und keine, überhaupt keine weitere Reaktion....
Was soll mir das sagen? Ich stehe kurz vor der Vollendung meiner Diplomarbeit zum Thema BB. Und habe ein wenig den Boden unter den Füßen verloren. Niels- du hast versucht, auf die letzten Ereignisse einzugehen. Trotzdem, so scheint es mir, wollen diese nicht so recht zu BB passen. Ich jedenfalls, hatte nicht damit gerechnet, dass es "hinter den Kuliissen" so gravierende Meinungsverschiedenheiten gibt.
Nichts für ungut Niels, aber meist steckt doch (noch) mehr dahinter. Auch wenn du bereits einiges erklärt hast, bin ich (ich kann ja nur für mich sprechen) immer noch sehr irritiert. Weiterhin bedaure ich es sehr, dass sich vom BBRT keiner weiter meldet. Insbesondere Herrn Röösli, der hier ebenso als Moderator fungiert, möchte ich in die Pflicht nehmen. Das Löschen von Beiträgen finde ich persönlich do..! Im Interesse aller Forumsmitgleider würde ich mir wünschen, dass es hier doch noch mehr Transparenz zum BBRT/BBTN gibt.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Ich sehe großes Potential in BB, aber hier werden doch die Probleme der Umsetzung massiv deutlich. Ich bin enttäuscht, dass so wenig Reaktionen auf die Neuigkeiten kommen. Möglicherweise spielt sich viel in einem "inoffiziellen Forum" ab. Dann frage ich aber, wozu dieses gut ist?!
Ich weiß nicht, Niels und Gebhard, ob die Basis für Diskussionen rund um den BBTN bereits geschaffen ist. Mein Eindruck ist eher nein, irgendwo hakt es vielleicht noch...
Herzliche Grüße,
Stefanie Fiedler
- 27 Mar 2008, 11:17 pm
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Gebhard Borck Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^9: Veränderungen im Direktoren-Kreis des BBRT-wie geht es weiter?
Hallo Stefanie, hallo Forum,
vielen Dank für Deinen Beitrag!
Ich weiß nicht, ob ich mehr Licht in das alles bringen kann oder einfach nur noch mehr Verwirrung stifte - aber nichts schreiben bringt es, wie Du richtig bemerkt hast, auch nicht.
Was soll mir das sagen? Ich stehe kurz vor der Vollendung meiner Diplomarbeit zum Thema BB. Und habe ein wenig den Boden unter den Füßen verloren. Niels- du hast versucht, auf die letzten Ereignisse einzugehen. Trotzdem, so scheint es mir, wollen diese nicht so recht zu BB passen. Ich jedenfalls, hatte nicht damit gerechnet, dass es "hinter den Kuliissen" so gravierende Meinungsverschiedenheiten gibt.
Hier sind, denke ich, unterschiedliche Ebenen zu betrachten. Es kann noch mehr geben, doch ich gehe jetzt auf die ein, die ich, ganz persönlich, für wichtig halte.
1. Ebene "das Modell"
Auf der Modellebene, also der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Modell, den Prinzipien etc. gibt es praktisch keine Meinungsverschiedenheiten, Franz und Niels, bitte korrigiert mich, wenn ich hier falsch liege, schließlich war ich nie BBRT Direktor.
Es gibt ein grundsätzliches Verständnis über das Modell und seine Leistungsfähigkeit/ sein Potential sowie seine Grundlagen, das im BBRT und im BBTN gleich ist. Hierüber gibt es keine Meinungsverschiedenheit.
2. Ebene „die Bewegung“
Wozu braucht man eine Bewegung?
Der BBRT existiert, um die Richtigkeit des Modells zu erforschen und nachzuweisen. Er macht diesbezüglich Fallstudien, spricht direkt mit Unternehmen und beobachtet Veränderungsinitiativen. Sein Selbstverständnis ist es, zuzuschauen, zu analysieren und seine Erkenntnisse in Form von Empfehlungen den Mitgliedern zukommen zu lassen. Daneben versteht er sich als Plattform für Interessierte, um das Modell an sich zu diskutieren, zu beleuchten und zu erläutern.
Die Mitgliedsbeiträge dienen dazu, die unabhängige Forschungsarbeit der Direktoren zu sichern.
Das ist es, was ich erfahren und kennen gelernt habe. Franz, Niels, bitte ergänzt oder korrigiert mich, wenn ich falsch liege.
Nicht zuletzt die Diskussionen in diesem Forum haben gezeigt, dass inzwischen ein anderes Interesse an Beyond Budgeting immer stärker wird, das Interesse an Realisierung, an Umsetzung, am tatsächlichen Redesign von Unternehmen.
Das allerdings ist kein zentrales Anliegen des BBRT, der BBRT sieht mögliche Wege zur Umsetzung als Teilaspekt seiner Untersuchungen, nicht als die zentrale Aufgabe der Organisation.
Hier entstand nun die Meinungsverschiedenheit innerhalb des BBRTs. Während wir, Niels und ich, im Sinne des transformationalen Flügels des BBRT, eine Neuausrichtung forderten, sehen die anderen Direktoren weiterhin Forschung und Aufklärung als Mittelpunkte ihrer Arbeit als BBRT Direktoren und zentrale Aufgabe des BBRT.
Niels und ich verstehen die Konzentration, auch der Forschung, auf Transformation, auch und gerade in einer übergreifenden Bewegung/ Vereinigung als den, dem aktuellen Kontext geschuldeten, richtigen Schritt. In diesem Verständnis sehen wir die Forschungsarbeit des BBRT als unabdingliche Grundlage für Beyond Budgeting und als nahezu abgeschlossen an. Darüber kann man, wie deutlich wird, geteilter Meinung sein.
Unser Anliegen ist es, eine Bewegung speziell für Transformation anzubieten. Wir erkennen den Bedarf dafür in den Diskussionen hier im Forum, in den Anfragen, die wir außerhalb des Forums von Verlagen, Veranstaltern usw. erhalten und nicht zuletzt in Gesprächen mit unseren Kunden und potentiellen Kunden.
Unsere Welt ist daran interessiert, wie werden Unternehmen Beyond Budgeting Organisationen. Das Interesse an der tieferen Erforschung des Modells spielt in unserem Alltag eine immer geringere Rolle. Das Modell ist in der Theorie ausgereift, zeigt unsere Erfahrung.
In unserem Alltag spielt die Transformation der Organisation die zentrale Rolle. Wir weisen im Moment nach, dass und wie es geht. Wir kennen die Prinzipien, die eine Transformation gelingen lassen für uns ist die Herausforderung jetzt, den Transfer von traditioneller Führung und machtbasiertem Management hin zur Beyond-Budgeting-Führung sicherer, stringenter, effektiver und effizienter zu machen.
Wir sind davon überzeugt, das braucht eine Gemeinschaft, die diese Interesse teilt. Wir sind davon überzeugt, dass Organisationen, die sich transformieren wollen, einen Nutzen davon haben sich untereinander über ihre Erfahrungen auszutauschen, ohne das Modell an sich und vielmehr die Anwendung des Modells zu diskutieren. Wir meinen, dieser Austausch ist so wichtig, dass er kein Teilaspekt sein kann, er hat es verdient im Mittelpunkt zu stehen.
Das ist kein Angriff auf den BBRT. Wir finden auch, dass die weitere Erforschung des Modells wichtig und richtig ist. Für unseren Alltag spielt sie eben nicht mehr die zentrale Rolle und wir sind, zugegebenermaßen, auch keine reinrassigen Forscher und bloße Theoretiker!
Wir brauchen den Nachweis, dass Organisationen es auf Basis des Beyond Budgeting Modells erreichen können und wir wollen dabei sein, wenn diese Organisationen dahin kommen. Die alleinige Erkenntnis, dass es geht, ist für uns nicht befriedigend. Albert Einstein hat gesagt "E = m Mal c im Quadrat", er wusste das es richtig ist und hat einer Vielzahl von Physikern den Arbeitsplatz gesichert, die sich seither damit beschäftigen zu beweisen, dass es nicht stimmt oder eben doch stimmt.
Der BBRT sagt "Beyond Budgeting funktioniert und ist überlegen". Damit hat er uns einen Arbeitsplatz gegeben, die wir nachweisen, wie man dorthin kommt. Seine Arbeit wird nicht dadurch unwichtiger oder verwässert, dass wir jetzt sagen, Beyond Budgeting ist groß genug für zwei Bewegungen oder?
So kommt es, dass wir glauben, die Welt ist reif für den BBTN. Dabei heißt es für uns nicht BBRT oder BBTN, wir stellen uns die, von Frau Esser bereits angemahnte, friedliche Koexistenz als sehr fruchtbar vor.
3. Ebene „die Menschen“
Schauen wir einmal auf die jüngere Vergangenheit des Forums zurück. Sie ist gespickt von emotionalen, immer wieder ins Dogmatische gleitenden, glaubensbegründeten usw. Diskussionen.
Ganz ehrlich, ich (und ich denke ich spreche hier auch für Niels) habe es satt, darüber zu schreiben, zu diskutieren, zu lamentieren. Die Überwindung ist jedes Mal größer und dabei meine ich nicht die neuen Mitglieder, die gerade einmal in das Thema rein schnuppern oder die StudentInnen, die Facharbeiten schreiben und dazu Fragen zur Theorie des Modells stellen.
Ich meine die unterschwelligen Vorwürfe, die sich allesamt darauf begründen, dass es offensichtlich noch kein zeitgenössisches Beispiel für eine gelungen Beyond Budgeting Transformation gibt und damit keinen Nachweis, dass Beyond Budgeting wirklich funktioniert.
Ok, ok, es gibt die Beispielunternehmen (die Immergleichen). Doch auch wenn diese noch so viele Prinzipien von Beyond Budgeting leben, das allein ist ja noch KEIN BEWEIS, dass das Beyond Budgeting Modell Unternehmen dahin bringen kann!
Ich bin es leid, das zu hören und zu lesen, also habe ich sofort zugestimmt, als Niels mich vor etwas mehr als einem Jahr darauf angesprochen hat, an einer Transformation mitzuwirken. Besser als darüber zu lamentieren ist, es auszuprobieren. Der Schritt war groß, größer als ich damals absehen konnte.
Heute weiß ich, es geht und deshalb fällt es mir schwer weiterhin über das Modell an sich zu referieren, wenn der-/ diejenige, mit dem/ der ich mich auseinander setze kein Interesse daran zeigt, es auch machen zu wollen.
Man kennt uns, Niels und mich, in diesem Forum auch in unserer Entschiedenheit. Diese Entschiedenheit ändert sich nicht mit dem Personenkreis und damit auch nicht im BBRT.
Ich bin mir sicher, dass auch diese Entschiedenheit eine Rolle gespielt hat, als sich der BBRT von seinem Direktor Niels Pfläging getrennt hat.
Nichts für ungut Niels, aber meist steckt doch (noch) mehr dahinter. Auch wenn du bereits einiges erklärt hast, bin ich (ich kann ja nur für mich sprechen) immer noch sehr irritiert. Weiterhin bedaure ich es sehr, dass sich vom BBRT keiner weiter meldet. Insbesondere Herrn Röösli, der hier ebenso als Moderator fungiert, möchte ich in die Pflicht nehmen. Im Interesse aller Forumsmitgleider würde ich mir wünschen, dass es hier doch noch mehr Transparenz zum BBRT/BBTN gibt.
Franz?
Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Ich sehe großes Potential in BB, aber hier werden doch die Probleme der Umsetzung massiv deutlich.
Das verstehe ich nicht, warum werden hier die Probleme der Umsetzung massiv deutlich. Hier wird nur deutlich, dass die Zeit und die normative Kraft des Faktischen dazu führen können, dass sich Gruppen trennen. Das ist was ganz Normales und hat mit den Problemen bei der Umsetzung von Beyond Budgeting eigentlich gar nichts zu tun?
Wenn Du darauf ansprichst, dass es eben die zwei Verständnisrichtungen „inkrementel“ und „transformal“ gibt, wie die Beyond Budgeting Umsetzung erfolgreich sein kann, dann empfehle ich Dir
am 01.04. das BBRT-Meeting (
http://www.bbrt.org/meetings/bbrt41.html),
am 08.04. das Cognos Finance Forum (
http://www.fairorg.de/cognos/finance2008/workshop.cfm?mc=) oder
am 21.04. den ICV-Kongress (
http://www.controllerverein.de/AnkuendigungenAnmeldung.289.h...) zu besuchen,
um einen erfolgreichen Transformations-Case kennen zu lernen und Dich an den BBRT (
http://www.bbrt.org) zu wenden, um vergleichbare Veranstaltungen zu erfolgreichen inkrementellen Veränderungsinitiativen zu besuchen.
Ich bin enttäuscht, dass so wenig Reaktionen auf die Neuigkeiten kommen. Möglicherweise spielt sich viel in einem "inoffiziellen Forum" ab. Dann frage ich aber, wozu dieses gut ist?!
Wenn Du das inoffizielle Forum identifiziert hast, lass es mich ganz inoffiziell wissen, ich habe auch einiges Interesse, da einzusteigen, danke.
Ich weiß nicht, Niels und Gebhard, ob die Basis für Diskussionen rund um den BBTN bereits geschaffen ist. Mein Eindruck ist eher nein, irgendwo hakt es vielleicht noch...
Auch hier, Stefanie, ist es die normative Kraft des Faktischen, die uns dazu verführt hat, einfach anzufangen. Die Basis ist die Manifestierung. Wie lange es dauert, bis eine angeregte Diskussion entsteht, ist eine Zeitspanne, die z.B. Du, mit diesem Beitrag, gerade verkürzt.
Beste Grüsse
Gebhard Borck
This post was modified on 28 Mar 2008 at 01:13 pm.- 28 Mar 2008, 09:41 am
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Niels Pflaeging Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^10: Veränderungen im Direktoren-Kreis des BBRT-wie geht es weiter?
Liebes Forum, hallo Gebhard,
Danke, Gebhard, für deinen Beitrag, den ich auch als ziemlich präzise und "klärend" empfunden habe.
Zur "Modellebene":
Es gibt ein grundsätzliches Verständnis über das Modell und seine Leistungsfähigkeit/ sein Potential sowie seine Grundlagen, das im BBRT und im BBTN gleich ist. Hierüber gibt es keine Meinungsverschiedenheit. Das ist richtig. Sehe ich auch so.
Auf der "Modellebene" gab es stets praktisch komplette Übereinstimmung zwischen allen Direktoren des BBRT: Alle Beteiligten haben immer wieder bestätigt, warum sie von der Überlegenheit des Modells überzeugt sind, dass alle 12 Prinzipien des Modells wichtig sind usw..
Die Konsequenzen aus diesem Bekenntnis sind aber nicht immer von allen Direktoren gezogen worden.
Ein Beispiel. Ich lüfte wohl kein Geheimnis, wenn ich sage, dass der BBRT in den USA nur einen Teil der 12 Prinzipien im Auge hat. Man kann das auf dem Website sehen, man sieht das an den Titeln und Speakern und Themen der dortigen Konferenzen und Meetings, man liest das aus den Newslettern heraus: Dort geht es ausschliesslich um 6 der 12 Prinzipien, nämlich um den Performance-Management-Teil. Das ist schon seit Jahren so und eine Änderung ist da eher nicht zu erwarten. Selbst grossartige und ganzheitliche Fallbeispiele wie das von Guardian Industries oder Southwest Airlines werden vom nordamerikanischen BBRT eher "verengt" unter dem Blickwinkel von Performance Management betrachtet. Das ist schade. Und es verhindert halt den Blick auf die Möglichkeit ganzheitlicher Transformation.
2. Ebene „die Bewegung“
Der BBRT existiert, um die Richtigkeit des Modells zu erforschen und nachzuweisen. Er macht diesbezüglich Fallstudien, spricht direkt mit Unternehmen und beobachtet Veränderungsinitiativen. Sein Selbstverständnis ist es, zuzuschauen, zu analysieren und seine Erkenntnisse in Form von Empfehlungen den Mitgliedern zukommen zu lassen. Daneben versteht er sich als Plattform für Interessierte, um das Modell an sich zu diskutieren, zu beleuchten und zu erläutern.
Die Mitgliedsbeiträge dienen dazu, die unabhängige Forschungsarbeit der Direktoren zu sichern.
Das ist es, was ich erfahren und kennen gelernt habe. Franz, Niels, bitte ergänzt oder korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Ja, ich denke die die Beschreibung ist korrekt.
Und hier liegt ja auch ein wesentlicher Unterschied zwischen BBTN und BBRT.
Während der BBRT sich als "Think Tank" sieht, soll der BBTN vor allem ein "Implementierer-Netzwerk" sein.
Das heisst nicht, dass im BBTN nicht gedacht, geforscht, analysiert und diskutiert werden wird. Ich glaube sogar, dass der BBTN noch sehr viel intensiver und systematischer mit Akademie, Forschung und Lehre kooperieren wird. Und es soll zweifelsohne auch noch mehr "talking" geben. Aber eben nicht ausschliesslich - und das "talking" soll dann auch sehr stark virtuell stattfinden, nicht so sehr auf den Meetings.
Auf den Meetings soll im Sinne von Transformation "gearbeitet" werden.
Das ist so meine Vorstellung der Treffen und Gesprächsrunden, die mir vorschwebt.
Gebhard, ich nehme an das siehst du genauso.
Das allerdings ist kein zentrales Anliegen des BBRT, der BBRT sieht mögliche Wege zur Umsetzung als Teilaspekt seiner Untersuchungen, nicht als die zentrale Aufgabe der Organisation. Hier entstand nun die Meinungsverschiedenheit innerhalb des BBRTs. Während wir, Niels und ich, im Sinne des transformationalen Flügels des BBRT, eine Neuausrichtung forderten, sehen die anderen Direktoren weiterhin Forschung und Aufklärung als Mittelpunkte ihrer Arbeit als BBRT Direktoren und zentrale Aufgabe des BBRT. Genau. Und in der Tat hat diese Frage nach "Was ist unsere zentrale Aufgabe - und wie müssen wir uns auf diese Aufgabe hin orientiert aufstellen" immer wieder zu Differenzen im BBRT-Team geführt.
Übrigens kann man in unserem Paper "Introducing the BBTN" auf einer Slide sehr schön sehen, dass Forschung ("Developing the model") und Aufklärung ("Winning hearts and minds") auch Teil des BBTN-Arbeitsspektrums sind, dass aber zu diesen beiden Elementen und zum Betreiben der Community noch das Arbeitsfeld "Supporting Transformation" hinzukommt. Dieses Element gibt es beim BBRT nicht. Und unserer Meinung nach kann man den Wirkungskreis zwischen diesen Tätigkeitsfeldern nur dann schliessen (und damit Beyond Budgeting sinnvoll vorantreiben), wenn man in allen 4 Feldern aktiv ist. Nicht nur in dreien!
Einige der BBRT-Direktoren haben auch erklärtermassen kein Interesse daran, Transformation selbst durch Beratungs- und intensive Zusammenarbeit mit Kunden zu realisieren.
Gerade deshalb heisst es beim BBTN ja nun: "Make it real!"
Unser Anliegen ist es, eine Bewegung speziell für Transformation anzubieten. Wir erkennen den Bedarf dafür in den Diskussionen hier im Forum, in den Anfragen, die wir außerhalb des Forums von Verlagen, Veranstaltern usw. erhalten und nicht zuletzt in Gesprächen mit unseren Kunden und potentiellen Kunden. Ja, ich denke auch dieser Bedarf, dieser Anspruch wird immer deutlicher.
Das Modell ist in der Theorie ausgereift, zeigt unsere Erfahrung. In unserem Alltag spielt die Transformation der Organisation die zentrale Rolle. Wir weisen im Moment nach, dass und wie es geht. Wir kennen die Prinzipien, die eine Transformation gelingen lassen für uns ist die Herausforderung jetzt, den Transfer von traditioneller Führung und machtbasiertem Management hin zur Beyond-Budgeting-Führung sicherer, stringenter, effektiver und effizienter zu machen. Richtig. Es geht darum, Modell und Umsetzung zu kombinieren.
Darum, nicht mehr nur über das Modell zu reden, sondern deutlich zu machen: "Es ist nicht nur sinnvoll und ratsam, über Beyond Budgeting nachzudenken, sondern man kann es auch TUN. Jede Organisation kann das machen".
Das ist kein Angriff auf den BBRT. Wir finden auch, dass die weitere Erforschung des Modells wichtig und richtig ist. Für unseren Alltag spielt sie eben nicht mehr die zentrale Rolle und wir sind, zugegebenermaßen, auch keine reinrassigen Forscher und bloße Theoretiker! Wichtig ist mir die Betonung auf "bloße" Theoretiker.
Ich finde die Theorie durchaus wichtig. Und ich glaube auch, das Verständnis des Beyond-Budgeting-Modells ist noch bei weitem nicht angemessen verbreitet. Insofern gibt es in der Dokumentation und Diskussion der "Theorie" noch viel zu tun.
Beispiel Begriffswelt: Auch hier im Forum stellen wir immer wieder fest, dass das neue Modell einer eigenen Begriffswelt bedarf. Viele Management-Begriffe sind so stark tayloristisch geprägt, dass sie sich einfach nicht für das neue Modell verändern lassen. Man braucht also passende Begriffe, passende Definitionen. Das ist eine Form der Theoriearbeit, in der noch viel Handlungsbedarf besteht. Und es gibt einige andere Felder, in denen auch noch sehr viel zu tun ist.
Aber das Modell halte ich in der Tat auch schon zu 95% für erklärt und ausgereift. Viel fehlt am Modell vermutlich nicht mehr.
Was aber aus meiner Sicht nach 10 Jahren Beyond Budgeting einfach nicht mehr geht, dass ist, das Modell lediglich zu beschreiben. Meiner Meinung nach reicht das nicht mehr aus. Wir müssen sowohl das Modell beschreiben, als auch den Weg der Transformation erläutern. Und das ohne Beschönigung und Marketing-Blablabla.
3. Ebene „die Menschen“ ...
Ich bin es leid, das zu hören und zu lesen, also habe ich sofort zugestimmt, als Niels mich vor etwas mehr als einem Jahr darauf angesprochen hat, an einer Transformation mitzuwirken. Besser als darüber zu lamentieren ist, es auszuprobieren. Der Schritt war groß, größer als ich damals absehen konnte.
Heute weiß ich, es geht und deshalb fällt es mir schwer weiterhin über das Modell an sich zu referieren, wenn der-/ diejenige, mit dem/ der ich mich auseinander setze kein Interesse daran zeigt, es auch machen zu wollen. Guter Punkt. Es macht weitaus mehr Spass, über das Modell zu reden mit jemandem, der bereits IN der Beyond-Budgeting-Gedankenweilt denkt oder versucht zu denken. Der also versucht, das Modell gedanklich für die eigene Organisation oder das eigene Business zu lösen, statt sich gegen das Modell zu stemmen und es "auszuhebeln" zu versuchen.
Intellektuell gesehen haben natürlich beide Diskussionen ihren Reiz - die mit "Sympathisanten" als auch die mit (Noch-)"Verweigerern". Aber auch wenn mir der reine Diskurs sehr viel Spass macht, so sehe ich es nicht ausschliesslich als meine Aufgabe, von der Realität abgekoppelt zu schwadronieren. Ich persönlich möchte auch einen konkreten Beitrag zur Veränderung von Organisationen leisten. Und das kann man nicht allein durch Trainings und "Show-Business".
Ich bin mir sicher, dass auch diese Entschiedenheit eine Rolle gespielt hat, als sich der BBRT von seinem Direktor Niels Pfläging getrennt hat. Uh - also auch du ("Auch du, mein Sohn Brutus!") kolportierst hier das Gerücht, dass der BBRT "sich von Niels Pfläging getrennt" hat! Ich fass es ja nicht! ;-)
Also ganz im Ernst, das kann ich so nicht stehen lassen.
Hier noch mal zur Klärung: Der BBRT hat sich nicht von seinem Direktor Niels Pfläging getrennt.
Niels Pfläging hat in 2007 zusammen mit Robin Fraser mühevoll versucht, die anderen Kollegen im BBRT zu einer "Reform" des BBRT-Geschäftsmodells zu bewegen. Als wir im Dezember 2007 anerkennen mussten, dass dieser Versuch endgültig gescheitert war, da hat Robin Fraser (der "Vorreiter" des Transformationsflügels im BBRT) seinen Abschied in den Ruhestand erklärt, und ich habe bei der selben Gelegenheit ebenfalls meinen Rücktritt erklärt. Der Rest ist Formalie.
Eines soll noch gesagt werden: Wie das immer so ist bei "Trennungen", gibt es in so einem Prozess weniger schöne und oft sogar hässliche Begleiterscheinungen und Randbedingungen. Wer schon mal eine engere Liebesbeziehung beendet hat oder wem schon mal eine enge professionelle Partnerschaft in die Brüche gegangen ist, der weiss wovon ich spreche. Auch bei dieser Trennung ist das nicht anders. Und da kommen dann auch triste Verhaltensweisen hoch, es manifestieren sich persönliche Enttäuschungen, usw. Auch spezifische Charakterfragen kommen dann ins Spiel, wie ja weiter oben in diesem Thread schon deutlich geworden ist.
Aber auf diese Dinge brauchen wir hier wohl eher nicht weiter eingehen, denn sie haben nicht direkt mit der Beyond-Budgeting-Bewegung zu tun, denke ich.
Ich selbst habe dem BBRT viel zu verdanken. Meine Vorstellung war lange Zeit über, noch mehrere Jahrzehnte weiter im BBRT verblieben. Aber wie das so ist: Dinge haben ihre eigene Dynamik. Beyond Budgeting hat eine eigene Dynamik, die ich in der Geschichte "A Tale of Water Bottles" versucht habe einzufangen und zu beschreiben. Übrigens kam mir die Idee zu dieser Geschichte im letzten Dezember im Basel - da standen so Wasserflaschen auf den Tischen rum. Und die Logik und Wahrheit der Geschichte hat ALLEN Anwesenden unmittelbar eingeleuchtet. Es GIBT eine zweite Flasche. Und sie ist WICHTIG.
So kommt es, dass wir glauben, die Welt ist reif für den BBTN. Dabei heißt es für uns nicht BBRT oder BBTN, wir stellen uns die, von Frau Esser bereits angemahnte, friedliche Koexistenz als sehr fruchtbar vor. Sehe ich auch so. Die Beyond-Budgeting-Bewegung ist mit Sicherheit reicher und reichhaltiger geworden durch die Gründung des BBTN. Sie ist nicht "zersplittert" oder dergleichen.
Als jemand, der sich 5 Jahre lang von innen mit dem BBRT beschäftigt hat, bin ich mir sicher, dass Beyond Budgeting durch das Transformations-Netzwerk an Dimensionen und Klarheit hinzugewinnt. Jetzt kann sich jeder ganz einfach aussuchen was er will: Den reinen Think Tank oder das Transformations-Netzwerk. Und man kann ja schliesslich auch in beidem Mitglied sein. Warum auch nicht.
Beste Grüsse,
Niels Pfläging
This post was modified on 28 Mar 2008 at 04:34 pm.- 28 Mar 2008, 4:16 pm
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Ralf Sowa Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^11: Veränderungen im Direktoren-Kreis des BBRT-wie geht es weiter?
Guten Abend,
eine "ketzerische" Frage drängt sich mir auf: Ist das ein Beweis dafür, dass BB gar nicht funktionieren kann, wenn sogar ihre Protagonisten im BBRT nicht in der Lage sind sich zu einigen? Warum soll BB dann da draußen in den Betrieben gelingen, wo es dort noch viel unruhiger und heterogener (und wesentlicher) ist als am gemütlichen runden Tisch? Soll die Lösung etwa darin bestehen, sich bei Uneinigkeit darüber, ob nun Produkt A oder B entwickelt werden soll, von den Querdenkern zu trennen rsp. von den Mitläufern?
Nebenbei: Ich störe mich an der Bezeichnung "Direktoren" für diesen (erlauchten) Kreis. Nach meinem Geschmack ist ein solcher Begriff deutlich mit "Hierarchie" verhaftet. Steht das nicht gar in Widerspruch zu einem der 12 Grundregeln?
Insgesamt habe ich schon den Eindruck, dass hier mit vielen Worten auch "Bericht erstattet" wird, was den Grundregeln wohl genüge tut. Dennoch bleiben auch Zweifel an dem Umgang miteinander. Das geht mich zwar nichts an und ich will es auch gar nicht wirklich wissen - aber insofern ist es von Bedeutung: Wenn schon "gewöhnlichen" Menschen ein vernünftiger Umgang miteinander abverlangt wird (neben Kinderstube auch BB), so darf es doch wohl zuallererst von jenen erwartet werden, die "moderne" Führungsmodelle "an den Mann" zu bringen versuchen...
zweifelnde Grüße
RS
- 03 Apr 2008, 10:27 pm
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Niels Pflaeging Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^12: Veränderungen im Direktoren-Kreis des BBRT-wie geht es weiter?
Lieber Herr Sowa,
Herzlichen Dank für Ihre Meinung.
Was ich nicht ganz verstehe: Wieso sollten wir denn schlussfolgern, dass ihre Meinung für Beyond Budgeting oder die Beyond-Budgeting-Bewegung von Relevanz ist?
Sehen Sie, es lässst sich aus ihren Postings keinerlei Sachkenntnis zum Modell herauslesen. Sie signalisieren auch kein ernsthaftes Interesse. Weder als Anwender, noch als Berater, noch als "Forscher". Nicht einmal ein seriöses persönliches Interesse ist erkennbar.
Vielmehr scheinen sie sich einfach aufplustern zu wollen. Solche Gelegenheits-Poster hatten wir schon des Öfteren hier im Forum. Die sind wie der Halleysche Komt: Tauchen kurz auf, funzeln ein wenig rum und verschwinden dann auch wieder.
Insofern frage ich mich: Warum posten sie hier eigentlich? Schliesslich zwingt sie ja niemand, Beyond Budgeting zu verstehen, oder gut zu finden.
In Bezug auf Ihre Äuserungen bisher ziemlich leidenschaftslose Grüsse,
Niels Pfläging
This post was modified on 04 Apr 2008 at 11:05 pm.- 04 Apr 2008, 11:03 pm
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Ralf Sowa Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^13: Veränderungen im Direktoren-Kreis des BBRT-wie geht es weiter?
Hallo,
nun, meine Meinung hat gewiss nicht mehr Gewicht, als jede andere hier, dessen bin ich mir durchaus bewusst. Auch wird es viele geben, die im Umgang mit einer Pro-BB-Argumentation geübter sind als ich.
Selbstverständlich betrachte ich BB kritisch - ich glaube auch nicht alles, was ich in der Tageszeitung lese. (Und ich halte das sogar noch für richtig.) Dass ich poste sollte allein schon mein Interesse an BB deutlich machen. Warum sollte ich es denn sonst tun?
Falls auch ich zu einem "Gelegenheitsposter" werde, so mag es an dem liegen, was ich aus Ihrem Post herauszulesen vermag. Wenn das hier eine Gemeinde ist, die ausschließlich PRO-BB diskutieren möchte, dann bin ich in der Tat falsch hier. Darüber erbitte ich Aufklärung, damit ich meine Zeit hier nicht verplempere. (Und auch Meldung von etwa anders interessierten Kreisen, so dass mir ein Austausch dennoch möglich wird.)
Gruß
RS
- 05 Apr 2008, 12:36 am
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Fausto Marron(not a XING member)Re^12: Veränderungen im Direktoren-Kreis des BBRT-wie geht es weiter?
Hallo Herr Sowa,
eine Gruppe ist sich nicht darüber einig, welcher Weg schneller (oder überhaupt) zum Ziel führt. Also trennt sich die Gruppe auf und geht verschiedene Wege. Weshalb muss deshalb das Ziel in Frage gestellt werden? Wir wollen ja auch nicht die Demokratie in Frage stellen, nur weil sich Politiker (und zwar permanent) darüber streiten, welches der richtige Weg sei. Deshalb drängt sich ihre „ketzterische“ Frage für mich nicht auf. BB ist eine Bewegung, und als solche in Bewegung; ich finde das gut.
Bei Ihrer Bewertung des Umgangs miteinander rate ich zu etwas mehr Gelassenheit. Dass hier mit Schlamm geschmissen worden wäre, kann ich zumindest nicht erkennen. Und dass Emotionen hier und dort mal ausbrechen, zeugt doch auch von Leidenschaft.
Gruß,
Fausto Marron
- 07 Apr 2008, 3:30 pm
