Bundesverband Materialwirtschaft Einkauf und Logistik e.V.
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Herman GüldenhauptThe company name is only visible to registered members.Literatur gesucht: Verzahnung von Beschaffung, Lager und Nachschub
Hallo,
ich möchte keine Litertur vorschlagen, sonder suche geeignete Literatur. Meine Abteilung entwickelt sich stets weiter und derzeit streben wir eine Verlinkung von Materialstamm und Lagersteuerung an. Sprich: Die Durchsteuerung eines Materials durch unsere lokale Supply Chain. Haben Sie evtl Tipps zu praktischer LIteratur, die genau eine solche Verlinkung zumindest zum Teil behandelt?
Eine Problemstellung ist z.B. wie man die optimale Bestellmenge festlegt, um die Bestellfrequenz zwar an der ABC-Analyse zu orientieren, aber zugleich die Einlagerungstrategie zu unterstützen (die Mengen den z.B. Lagerfächern anpassen), aber zugleich auch den Nachschub unterstützt (z.B. Bestellmengen so anpassen, dass sie direkt zur Kommissionierung durchrutschen ohne das Lager zu berühren).
Natürlich ist das bereits ein sehr spezifischer Bereich für den es wohl kaum Literatur gibt, aber die Verlinkung von Warenbeschaffung, Einlagerung und Nachschub sollte doch irgendwo bereits behandelt werden, oder zumindest jeder Bereich für sich gesehen.
Ich danke Ihnen schon einmal optimistisch im Voraus + verbleibe mit freundlichen Grüssen
Herman Güldenhaupt
- 16 Jul 2008, 8:11 pm
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Andreas Ketterer Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re: Literatur gesucht: Verzahnung von Beschaffung, Lager und Nachschub
Hallo Herr Güldenhaupt,
Literatur gibt es zuhauf, aber wie Sie richtig erkannt haben sind diese Lösungen und Berechnungen immer im Zusammenhang zu sehen und spezifisch zu Ihrer Anforderung selten anzutreffen.
(als Beispiel dieser Link)
http://de.wikibooks.org/wiki/Materialwirtschaft:_Beschaffung...
Ich würde an diese Sache anderst herangehen!
Wenn Sie es richtig abstrakt betrachten geht es generell um 2 Dinge:
1. Verfügbarkeiten, welche Sie in Form von Beständen zur Weiterverarbeitung und Kommissionierung vorhalten
müssen
2. Die Kosten mit denen Sie diese Verfügbarkeiten zur Verfügung stellen.
Die Fachliteratur beschreibt nun in diesem Verfügbarkeits/Kostenprozess unterschiedliche Verfahren wie z. Bsp:
- Konsignationslager
- Kanban
- C-Teilemanagment
- manuelle Bestellungen
- Abrufbestellungen über Lagerkennzahlen per System
.und einige andere
Jedes dieser o.g. Systeme generiert andere Verfügbarkeiten und Kosten (.i.S. von TCO)
Beispiel: Kanban
Vorteil:
1. 100% Verfügbarkeit
2. Behältersteuerung möglich - niedrige Beschaffungkosten ( ca 200 Euro pro Bestellung)
3. als Konsi -Lager - ohne Bestands, Lager und WE-Kosten - es wird ggf nur auf die Entnahme gezahlt
4. FIFO tauglich - keine Ladenhüter bei richtiger Hand-habung
5. Lieferant kann unabhängig von Verbrauch optimale Lose fahren ( ca 30% Herstellkosteneinsparung beim Lieferanten möglich durch Entkoppelung der Verbrauchsmenge zum Herstellungsprozess )
Nachteil:
1. Aufwendige Einmalrecherche über Systemparamenter, Lieferantenverhandlungen, Q-systemadaption
2. Nicht auf jedes Teil anwendbar z. Bsp bei sperrigen Artikeln
3. ggf Investitionen von Lager - und Behälterausstattungen
4. Stärkere Lieferantenbindung bzw Pflege
Also: Die eierlegende Wollmilchsau als Literatur habe ich bislang nicht gefunden. Sie müssen die Strategien wie oben beschrieben finden, verstehen und für Ihre Belange bewerten und einführen - am Besten mit Ihrem Einkäufer bzw dem Zulieferer und Ihrem internen bzw externen Kunden. Dabei gilt es ausserdem die Qualitätssicherung rechtzeitig zur Konzeptbildung mit ins Boot zu bekommen.
Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben.
- 31 Oct 2008, 3:14 pm
