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  • Angelika Salmen
    Angelika Salmen    Premium Member   Group moderator
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    ~~~Fackelschwimmen~~~ Bericht Generalanzeiger Bonn
    Bei eisiger Kälte treiben sie im Rhein

    Von Frank Auffenberg

    Bonn. "Schwimmt da wer?", fragte sich Sabine Rath am Sonntag beim Spaziergang mit ihrem Hund und deutete verwundert auf mehrere strahlende Lichter im Rhein. Sie irrte sich nicht. Während ein paar wenige Spaziergänger dick eingemummt der Winterwitterung trotzten, stürzten sich 18 wagemutige Schwimmer in Höhe des Rheinpavillons "Blauer Affe" beim siebten Bonner Fackelschwimmen in die eisigen Fluten.

    18 Schwimmer in Neoprenanzügen steigen mit Fackeln ins nur wenige Grad warme Wasser des Flusses. Foto: Volker Lannert

    Etwa zweieinhalb Kilometer ließen sich die Schwimmer in dicken Neoprenanzügen bei etwas mehr als Null Grad Wassertemperatur von der Strömung bis zum Strand unterhalb des Restaurant "Bahnhöfchen" tragen. Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes begleitete die Truppe in Rettungsbooten.

    "Ich stieg zum zweiten Mal ins Wasser. Es war aber wesentlich kälter als letztes Jahr", sagte Marco Marchette nach dem Abenteuer. Unangenehm sei die Kälte aber nicht gewesen. "Als mein Mann das erste Mal mitmachte, war ich schon ziemlich besorgt. Wenn man am Rand steht, kann man nicht einschätzen, wie kalt oder gefährlich das ganze ist", sagte Kerstin Marchette.

    Man müsse wohl Vollbluttaucher oder -schwimmer sein, um sich dafür begeistern zu können. Organisator Oliver Köster-Scherger konnte nicht mitschwimmen: "Ich bin zu erkältet, habe leichtes Fieber. Schade, aber im nächsten Jahr bin ich sicher wieder dabei."

    Ins Leben rief er das Fackelschwimmen vor sieben Jahren als Mitglied des Uni Tauchens, heute wird die Aktion privat organisiert. "Es war eine Schnappsidee, die aber schnell Freunde fand. Um der Sache einen gewissen Sinn zu geben, wird der Überschuss der Startgelder jeweils gespendet.

    In diesem Jahr geht der Erlös an die Wasserwacht, die uns so gut unterstützt", sagte Köster-Scherger. Bevor die Schwimmer ins Wasser springen können, muss sich Köster-Scherger die Aktion aber genehmigen lassen. "Generell ist es verboten, Brücken und Anleger zu durchschwimmen. Ohne Genehmigung ging es also nicht."

    So gefährlich, wie man vermuten könnte, sei das Fackelschwimmen übrigens nicht, beruhigte Köster-Scherger. Die Neoprenanzüge schützten sehr gut vor der Kälte, zugelassen würden zudem nur im Umgang mit den Anzügen und Taucherflossen erfahrene Schwimmer, die wiederum von langjährigen Mitstreitern zusammengehalten würden.

    "Im letzten Jahr ist zum ersten Mal etwas Unerwartetes passiert, wohlgemerkt nicht den Schwimmern, sondern einem Rettungsboot. Es hatte einen Motorschaden", erzählte der Organisator. Warnungen vor der legendären Gefährlichkeit des Schwimmens im Rhein seien im Übrigen nicht zu pauschalisieren, sagte er.

    Natürlich sei der Rhein wie jedes fließende Gewässer gefährlich. Als geübter Sportschwimmer oder Taucher mit Erfahrungen in fließenden Gewässern sei die Gefahr aber kalkulierbar. "Man muss einiges beachten, dann ist es aber relativ sicher. Am wichtigsten ist, dass man niemals den Fluss quert", sagte Köster-Scherger.

    Warum man mitmacht, konnte Angelika Salmen erklären: "Hat man sich einmal überwunden, macht es nur noch Spaß. Das Gefühl ist einmalig", schwärmte sie.

    Artikel vom 06.12.2010

    http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&ite...
    This post was modified on 06 Dec 2010 at 09:15 pm.
  • Sylvia Böhmer
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  • Dr. Oliver Köster-Scherger
    Dr. Oliver Köster-Scherger    Premium Member
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    Re: ~~~Fackelschwimmen~~~ Bericht Generalanzeiger Bonn
    Sehr geehrte Frau Böhmer,

    zu Ihrem nicht kommentierten link nur eine Anmerkung.... es ist immer gefährlich unkommentiert sich einem link anzuschließen, ohne den Inhalt zu bewerten.
    Das Einfache zitieren eines links ist eine stille Befürwortung des Inhaltes.

    Anbei Mein Kommentar zu diesem Artikel gegenüber der Redaktion des GA.

    Mit freundlichen Grüßen

    Oliver Köster-Scherger



    Sehr geehrte Redaktion,

    bezugnehmend auf den Artikel:

    http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&ite...

    möchte ich noch kurz folgendes mitteilen.

    Der DLRG Bad Honnef ist der Ausrichter des alljährlichen Rheinschwimmens von Linz nach Grafenwerth (etwa 10km - mehrere hundert Teilnehmer). Dies ist wohl kaum mit den Aussagen seines Kollegen über die Zunichtemachung der Aufklärungsarbeit vereinbar. Zweitens ist ein pauschale Aussage "Das Schwimmen im Rhein ist grundsätzlich lebensgefährlich." nicht dazu geeignet Aufklärung zu leisten. Das ruft im Gegenteil manch Einen auf den Plan, der das Gegenteil beweisen will, aber womöglich nicht die nötigen Kenntnisse hat - denn dass dem nicht so ist kann man hieran sehen.... Triathlon Bonn, Nikolausschwimmen der DLRG Wesseling (http://www.wesseling.de/stadtinfos/veranstaltungen/extern/ex...), Rheinschwimmen Karlsruhe... und kein Toter!
    Ich darf darüber deshalb so freimütig schreiben, da ich als langjähriges Mitglied der Rettungs- und Wettkampfstaffel der DLRG Buxtehude einiges an Wacherfahrung an der Elbe mitbringe und zudem ein erfahrener Taucher bin. Weiterhin bin ich didaktisch aufgrund meiner Erfahrungen aus der Lehre sicherlich auch auf dem Gebiet der Wissensvermittlung kein Laie und weiß, dass militärischer Drill in der Aufklärungsarbeit keinen Platz hat.

    Ein weiterer Punkt kann sein, dass die ersten Fackelschwimmen von der DLRG Ortsgruppe begleitet worden sind. Wir mussten aber die Zusammenarbeit wegen überhöhter Geldforderungen beenden. Dies ist aber keine zitierfähige Idee meinerseits.

    Für weitere Diskussionen stehe ich jederzeit bereit. Vielleicht ist das eine Reportage für den Sommeranfang wert? Neutral und sachverständig untersucht und analysiert? Da drängt sich nämlich die Frage zwangsweise auf: Wieviele Schwimmer in den letzten x Jahren überhaupt durch den Rhein zu Tode gekommen sind! Hier sprechen wir nicht von Selbstmördern, verunglückten Schiffsbesatzungen betrunkenen Vatertagsteilnehmern oder verunglückten Spaziergängern.

    Daher kann ich ruhigen Gewissens bei meiner Aussage bleiben, dass das schwimmen im Rhein nicht pauschal lebensgefährlich ist.

    Vielen Dank und
    mit freundlichen Grüßen

    Dr. Oliver Köster-Scherger