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Astrid-Vera Schaffner Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Liebe engagierte Gruppen-Mitglieder21 May 2012, 10:09 pmDie tägliche Dosis Gerechtigkeit
Der Gegenpol von Gerechtigkeit ist nicht Unrecht – es ist Lebendigkeit. Das ist eine Erkenntnis, die nur langsam in mir gereift ist. Und nicht ohne ein gewisses Bedauern, denn Gerechtigkeit erscheint doch den meisten von uns besonders wichtig & schützenswert.
Vielleicht denken Sie öfter mal: „Hey, ich bin gut ausgebildet, kompetent, engagiert, erfahren – und trotzdem kriegen oft andere den Job, den Auftrag, die Anerkennung, das Geld, den Parkplatz in der Tiefgarage, das Lächeln von der hübschen Dame aus der Buchhaltung. Das ist nicht fair, das ist einfach nicht gerecht.“ Wir sehnen uns nach Gerechtigkeit. Wir möchten den Täter bestraft sehen, der unser Fahrrad geklaut hat. Wir wollen, dass die Ex-Frau neben dem attraktiven neuen Mann, dem Haus & den Kindern nicht auch noch die dicken Alimente kassiert. Es ist schwer erträglich, dass unfall-verursachende Autofahrer trotz schrecklicher Folgen oft mit lächerlich geringen Strafen davonkommen. Wir wollen Gerechtigkeit. Aber Recht ist nicht Gerechtigkeit – es sei denn, die Auseinandersetzung findet am Nachmittag auf dem Bildschirm statt.
Mein aktueller Blog-Eintrag handelt von Gerichts-Shows & Scripted Reality sowie Gerechtigkeit & Lebendigkeit („Die tägliche Dosis Gerechtigkeit“):
http://www.besser-fernsehen.ch
Gute Unterhaltung & liebe Grüsse
Astrid
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Joerg Baltschun Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Guten Morgen Frau Schaffner,22 May 2012, 07:32 amRe: Die tägliche Dosis Gerechtigkeit
meines Erachtens nach werfen Sie hier Erwartungen/Sehnsüchte und Gerichtsbarkeit durcheinander.
Natürlich müssen Diebe bestraft werden.
Aber: Wenn Sie den Parkplatz nicht bekommen haben, so ist da kein Täter der Ihnen widerrechtlich lt §242 StGB den Parkplatz entwendet hat. Auch das fehlende Lächeln der Buchhalterin erfüllt nicht den Tatbestand eines Eigentumsdelikts nach §248a StGB(insofern das Lächeln als geringwertiges Gut angesehn werden kann).
Für die Erfüllung Ihrer Sehnsüchte sind alle Menschen selbst verantwortlich, eine Nichterfüllung ist dabei kein Mangel an Gerechtigkeit, sondern an Antrieb.
Ich plädiere auf Freispruch
Joerg Baltschun
Astrid-Vera Schaffner schrieb:
Vielleicht denken Sie öfter mal: „Hey, ich bin gut ausgebildet, kompetent, engagiert, erfahren – und trotzdem kriegen oft andere den Job, den Auftrag, die Anerkennung, das Geld, den Parkplatz in der Tiefgarage, das Lächeln von der hübschen Dame aus der Buchhaltung. Das ist nicht fair, das ist einfach nicht gerecht.“ Wir sehnen uns nach Gerechtigkeit. Wir möchten den Täter bestraft sehen, der unser Fahrrad geklaut hat. Wir wollen, dass die Ex-Frau neben dem
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