Menschen bewegen. Zukunft gestalten. - Bertelsmann Stiftung

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  • Dr. Anke Knopp
    Dr. Anke Knopp    Group moderator
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    17 Apr 2012, 3:28 pm
    Siegerehrung "Alle Kids sind VIPS"
    Wir sind in Berlin: Siegerehrung von Alle Kids sind VIPs. Vor lauter Kreischen und Applaus kann ich erstmal nichts verstehen, die Jugendlichen feiern ihre Stars: Culcha Candela, Shary Reeves, Daniel Aminati…..

    Shari Reeves, bekanntes Gesicht von „Wissen macht Ah!“ begrüßt die 270 Kinder, Jugendliche und die Lehrerinnen, Lehrer und Begleitpersonen in der Kalkscheune in Berlin. Und sie begrüßt die VIP-Botschafter, die Stars.
    „Die wirklichen VIPS aber seid ihr“, ruft sie den Kids zu. Dann begrüßt Ulrich Kober, Leiter des Programms Integration und Bildung der Bertelsmann Stiftung, das Publikum. „ Dass dieses wunderbare Projekt so gut läuft, liegt an Euch, daran, dass ihr alle so tolle Projekte eingereicht habt. Wir haben 11 davon ausgesucht – die heute prämiert werden. Insgesamt sind über 100 Projekte eingegangen. Die Sieger sind aus ganz Deutschland: aus Hamburg, aus Bremerhaven, aus Walsrode, Eislingen, Aschaffenburg, Schweinfurt, Solingen, Hamm, Bielefeld, Halle und Neubrandenburg.“

    „Was mir die vielen tollen Projekte gezeigt haben, ist: die Überzeugung – Vielfalt ist unsere Stärke. Und genau das feiern wir heute hier.“ Kober erklärt „vor einiger Zeit hat ein zorniger alter Mann erklärt, Deutschland schaffe sich ab“. Das stimmt aber gar nicht. Deutschland schafft sich nicht ab! Deutschland erfindet sich neu – und ihr seid Teil dieser Neuerfindung. Ihr zeigt allen: Ihr seid willkommen!“

    Dann treten die Schülerinnen und Schüler der Maretsstraße aus Hamburg auf, mit ihrem Musikprojekt „Jeder ist anders – doch alle sind gleich“ auf… Textzeilen wie“… ob schwarz oder weiß, ob Türke oder Portugiese, ob Mann oder Frau – wie leben zusammen, Vorurteile sind nicht gleich…“ begeistern das Publikum. Shari Reeves am Ende des Songs: „Ich habe das Gefühl, in dem Lied wird mein ganzes Leben reflektiert.“ Geschrieben hat den Song die Klasse selbst, zusammen mit dem Klassenlehrer Herrn Schönbrunner.

    Dann kommen nochmal Ulrich Kober, die Lehrerin Anne Schmeckies und zwei Schüler einer Schule auf die Bühne. Kober: „Was wir im Song gehört haben, klingt gut – aber oft ist es in der Schule nicht so, dass alle die gleichen Chancen haben. Wir haben das in einer Studie der Bertelsmann Stiftung aufgenommen. Für Kinder aus einer Familie, in der die Eltern studiert haben, ist die Chance 4 x größer, das Abitur zu machen als für Kinder, deren Eltern diese Möglichkeit nicht hatten. Intelligenz habe aber nichts mit dem Bildungsabschluss der Eltern zu tun, sagt Kober weiter. Riesen Applaus. Es sei nun eine Herausforderung für Schulen, diese Chancen zu ermöglichen.

    Die Kollegin aus der Kaufmännischen Berufsschule, UNESCO-Schule Bremerhaven erläuterte ihren Ansatz, nämlich u.a. die Bildung von Bewusstsein. Ein Mittel sei auch der „Tanz“, man könne sich so fühlen und mitteilen, auch wenn man die Sprache nicht spreche. Man müsse Worte wie „Benachteiligung“ und „Menschen mit Migrationshintergrund“ vergessen und statt dessen müsse man erkennen, welche Schätze in jedem Schüler vor einem säßen, die müsse man fördern. Sie erklärte auch, man könne etwas tun, gegen die Verwahrlosung der Sprache, et wa auch die Herkunftssprachen fördern. Sprache bilde das Bewusstsein. Man müsse kosmopolitischer denken, „wir sind eine Weltfamilie“, ist sie sicher.
    Kober antwortet ihr, „ In ihre Schule wäre ich gerne gegangen!“ Der Saal klatscht und johlt bei den Worten.

    Auch die beiden Schüler bekräftigen, wie wichtig es ist, eine Chance zu haben. Die Kollegin ermutigt: „Benutzt Eure Gedanken, um Chancen zu erkennen. Bewegt Euch selbst und ergreift diese Chance, wartet nicht, bis es jemand Anderes für Euch tut.“
    Dann folgt die Siegerehrung.

    Dazu später mehr…
 
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