Meines Erachtens ist ein Hauptgrund für die Misere die allgegenwärtige Gläubigkkeit in Tools oder Suiten.
Erschwerend kommt hinzu, dass oftmals diejenigen, die die Entscheidung über den Einsatz bestimmter Tools treffen, nicht die sind, die damit hinterher eine funktionierende BI aufbauen müssen. Das ist kein Problem der Fachabteilungen, sondern resultiert aus den oftmals archaischen Hierarchien und Entscheidungsfindungsverfahren innerhalb der IT.
Wenn der IT-Leiter BWLer ist, muss man sich auch nicht wundern. Dann kommen auch noch die Drückerkolonnen der Tool-Anbieter ins Haus und drängen den IT-Leiter mit allerlei Tricks zu einer rational nicht stringent zu begründenden Entscheidung. Die SW-Ingenieure und Entwickler müssen das dann ausbaden.
Aber auch letztere könnten sich durch mehr Fachkompetenz und Kommunikation ein höheres Gewicht bei der Entscheidungsfindung verschaffen.
Die Vorstellungen im Bereich BI sind oft erschreckend. Da macht sich niemand die Mühe, ein Daten- und Metadatenmodell mal bis zu Ende durchzudenken. Das geht auch nicht auf die Schnelle.
Weiterhin werden zwar Tools verkauft; es fehlen aber die zugehörigen wasserdichten und in praxi erprobten Vorgehensmodelle! Ich selbst habe Jahre dazu gebraucht, ein funktionierendes Daten- und Vorgehensmodell zu entwerfen. Beide Teilmodelle sind untrennbar miteinander verbunden und "speisen" sich gegenseitig.
Durch diesen Ansatz war es möglich, viele BI- und DWH-Projekte zum Erfolg zu bringen.
EInige Apskete dieses Ansatzes sind hier zu finden:
Viele Grüße
Frank Backes
Dieser Artikel wurde am 30.10.2009 um 09:35 Uhr geändert.


