...dies ist eine der ganz wenigen positiv klingenden Ergebnisse einer Studie, die BBDO Consulting repräsentativ bei 300 befragten Marketingentscheidern durchgeführt hat:
"Die Verbesserung der Kundenbeziehungen und der Dialog mit den Kunden stehen ganz oben auf der Prioritätenliste der Marketingmanager."
Immerhin! - Ansonsten zeigen die Antworten, dass sich Marketingentscheider in ihrer Einschätzung der derzeit ständig propagierten Krise nicht von anderen Entscheidern der Wirtschaft unterscheiden.
"Die führenden Sorgen:
- steigender Kostendruck (85,7%)
- Bedrohung der Umsatz- und Ertragskraft (63,7%)
- Rückgang der Konjunktur (65,0%)."
Erschreckend las ich allerdings, dass ein Drittel aller Befragten auf die Frage, was für sie der wichtigste Erfolgsfaktor für 2009 sein, diese Antwort gab: "Weiß nicht"!
Da fehlen sogar mir glatt die Worte.
Nachdenkliche Grüße
Bernd Lange
(Zitate aus "w&v Werben & Verkaufen", Nr. 6 vom 5. Februar 2009)
Group: Interne und Externe Unternehmenskommunikation
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Article thread - Articles 1-10 out of 10
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"Der Kunde rückt wieder in den Mittelpunkt..." 09 Feb 2009, 2:26 pm

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Bernd Lange Premium Member Group moderator
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Re^3: "Der Kunde rückt wieder in den Mittelpunkt..." 10 Feb 2009, 12:39 pm
***provokante Grüße
P.S. viele klassische Agenturen und Berater bieten jetzt ihren Kunden auch Online Marketing an, ist gerade in. Mir schwant Schlimmes.***
... und die Quintessenz ist:
Kundenbeziehungen finden nur noch im virtuellen Raum statt :-)))
- eigentlich gehörts so rum :-(((

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Bernd Lange Premium Member Group moderator
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Re^4: "Der Kunde rückt wieder in den Mittelpunkt..." 10 Feb 2009, 1:02 pm
Oft gesehen bei Agenturen, wenn es nicht klappt: dann müssen wir hier noch eine Kampagne machen, dann müssen wir da noch Werbung schalten. Während wohlgemerkt die Hausaufgaben nicht gemacht sind, von einer sauberen Leistungsdarstellung und Kundennutzen der Produkte über Image des Herstellers bis zum Controlling. Ganz zu schweigen von leistungfähiger Kommunikation mit den Abteilungen.
Tja, da gibt es doch auch die Unternehmen, die nicht so gern "Nabelschau" betreiben, sondern locker-fluffige Slogans - teils virtuell, teils im Real-Life - verteilen (lassen). Wieso sollte sich eine Agentur durch Finger-in-Wunden-legen verscherzen, was Profit verspricht?
Oder anders: Wenn ich (als Unternehmer) meine Hausaufgaben nicht mache, ist das dann die Schuld und die Verantwortung der Agentur oder meine eigene?
Fragt dank Blickwinkel-Wechsel
Anke Fischer

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Anke Fischer-Lohrengel
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Re^5: "Der Kunde rückt wieder in den Mittelpunkt..." 10 Feb 2009, 1:31 pm
Oder anders: Wenn ich (als Unternehmer) meine Hausaufgaben nicht mache, ist das dann die Schuld und die Verantwortung der Agentur oder meine eigene?
Fragt dank Blickwinkel-Wechsel
Anke Fischer
Darf ich aus meiner Erfahrung eine Antwort geben, Frau Fischer-Lohrengel:
Wenn Unternehmen und/oder Marketing versagt haben, ist oft genug die Werbung daran schuld.
Ist doch der einfachste Weg, um von den eigenen Fehlern abzulenken: die alte Agentur wird gefeuert, fünf neue pitchen, alles neue Konzepte, neue Ideen, ohne Rücksicht auf Marken- oder Imagewerte, Hauptsache die kreativen Überflüge, wenns gut läuft, gewinnt eine Agentur und macht alles ganz anders. Bis Unternehmen und/oder Marketing wieder versagen und der Agentur die Schuld geben können.
Zugegeben, ein überspitzt dargestelltes Szenarium - doch so weit von der Realität auch nicht entfernt. Ich hab's mehr als einmal erfahren müssen.
Schöne Grüße
Bernd Lange

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Bernd Lange Premium Member Group moderator
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Re^6: "Der Kunde rückt wieder in den Mittelpunkt..." 10 Feb 2009, 10:20 pm
Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,
Hallo Herr Gr***,
ich stell' mir jetzt Folgendes vor:
Ein Unternehmen hat mehrere Wagen im Fuhrpark. Einer davon hat Probleme mit den Reifen und auch mit dem Motor, aber das merkt man noch nicht. Nun fährt der Chef mit dem defekten Auto zum Reifenhändler und weil das ein guter Reifenhändler ist, sagt er dem Chef auch, dass der Motor kaputt wird.
Weiß der vorausdenkende Reifenhändler nun auch eine Antwort darauf, ob der Chef den Fuhrpark verkleinern soll, weil es Probleme im Kerngeschäft des Chef-Unternehmens gibt?

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Franz Zuckriegl Premium Member
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Re: "Der Kunde rückt wieder in den Mittelpunkt..." 11 Feb 2009, 10:45 am
... der Kommunikation vielleicht.
Wir sind in der Krise, weil es die Kommunikation/ das Marketing (in Kombination mit politischer Einflussnahme, Marktmacht und einigen anderen Faktoren) über Jahre zu gut geschafft hat, Bedarf und Nachfrage zu entkoppeln.
Die Refokussierung nicht nur auf den Kunden, sondern insbesondere auf den echten Bedarf, ist kein Spielplatz für das Marketing, sondern zuerst eine Kernaufgabe des Topmanagements. Das scheint mir diese Aufgabe aber noch nicht angenommen zu haben.
Also passiert doch nichts anderes als das weitere Auseinanderdriften von Schein und Sein.
Viele Grüße
Götz Oertel
PS edit
This article was modified on 11 Feb 2009 at 10:46 am.
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Götz Oertel Premium Member Group moderator
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