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  • Gerrit Eicker
    Gerrit Eicker
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    Re^5: RSS und Blogs sind zweierlei
    Markus Breuer schrieb am 19.06.2004, 14:48:
    Mit Verlaub -- dieser Aspekt der Rede von Bill Gates hat in der
    Blogosphere zwar eine hohe Resonanz gehabt (wurde teilweise als die
    Seligsprechung des Bloggens empfunden), ausserhalb der "Gemeinde" ist
    das nicht unbedingt als "Zeitenwende" angekommen. (Es war zudem eine
    relativ kurze Passage in einer recht "globalgalaktischen"
    Eröffnungsrede ...)

    Inklusive dem Bereich Community machte der Part Blogging fast ein Viertel der Rede aus. Viel wichtiger aber: Neben der "Blogosphäre" haben - zumindest im angelsächischen Raum - auch die klassischen Medien berichtet:

    http://news.google.de/news?hl=en&edition=us&ie=ascii...

    Anders im deutschsprachigen Raum:

    http://news.google.de/news?hl=de&edition=de&ie=ascii...

    Auch der aktuelle Artikel in der Business Week, dürfte ein Ausfluss sein:

    http://steverubel.typepad.com/micropersuasion/2004/06/busine...

    Markus Breuer schrieb am 19.06.2004, 14:48:
    Warum auch? Bill Gates hat schon einige Male
    Dinge für gut befunden, die danach sang- und klanglos untergangen
    sind.

    Das dürfte in diesem Fall sehr schwierig werden: > 8oo Mitarbeit von Microsoft [~ 1,5 Prozent] bloggen und es werden täglich mehr. Ein ziemlicher Druck von innen, finde ich.

    Markus Breuer schrieb am 19.06.2004, 14:48:
    Und in einem Gespräch mit Entscheidern auf Auftraggeberseite 'mal
    locker einfliessen zu lassen "... und übrigens ist auch Bill Gates
    der Meinung, dass Bloggen eine sinnvolle Sache ist ...", wenn der
    Mensch bei der Erwähnung von Blogs die Augenbrauen hochzieht, dürfte
    von einigen schon als etwas platt empfunden werden...

    Platt geht das natürlich nicht. Immerhin kann mittlerweile aber problemlos auf weitere Unternehmen hingewiesen werden: SAP, Dell, Macromedia etc. pp. Leider - noch - niemand aus der Industrie, aber auch das wird kommen. Spätestens dann, wenn ein Mitarbeiter ein Weblog beginnt und über die eigene Firma berichtet.
  • Siegfried Hirsch
    Siegfried Hirsch    Group moderator
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    Re^5: RSS und Blogs sind zweierlei
    Markus Breuer schrieb am 19.06.2004, 14:48:
    Und in einem Gespräch mit Entscheidern auf Auftraggeberseite 'mal
    locker einfliessen zu lassen "... und übrigens ist auch Bill Gates
    der Meinung, dass Bloggen eine sinnvolle Sache ist ...", wenn der
    Mensch bei der Erwähnung von Blogs die Augenbrauen hochzieht, dürfte
    von einigen schon als etwas platt empfunden werden...
    Da seh ich aber die Presse mehr gefordert, die das Thema noch nicht entdeckt hat. Da die Verlage ja gerade mit Ihrer "Neuerfindung" e-paper pfauengleich rumstolzieren und dabei vergessen, dass sie den wichtigen Kanal Suchmaschine für die Bewerbung ihrer Artikel total ausgrenzen, haben sie wohl auch wenig Interesse über Blogs zu schreiben, wo potentielle Miniaturverlage entstehen könnten.

    Damit dürften wir dann hier noch länger drauf warten, dass sich Bloggs als Trend durchsetzen können. Aber bezüglich Trends, bzw. Hype haben Sie ja selbst schon einiges geschrieben.



  • Markus Breuer
    Markus Breuer    Premium Member   Group moderator
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    Re^6: RSS und Blogs sind zweierlei
    Gerrit Eicker schrieb am 19.06.2004, 15:59:
    Markus Breuer schrieb am 19.06.2004, 14:48:
    Mit Verlaub -- dieser Aspekt der Rede von Bill Gates hat in der
    Blogosphere zwar eine hohe Resonanz gehabt (wurde teilweise als die
    Seligsprechung des Bloggens empfunden), ausserhalb der "Gemeinde" ist
    das nicht unbedingt als "Zeitenwende" angekommen. (Es war zudem eine
    relativ kurze Passage in einer recht "globalgalaktischen"
    Eröffnungsrede ...)

    Inklusive dem Bereich Community machte der Part Blogging fast ein
    Viertel der Rede aus. Viel wichtiger aber: Neben der "Blogosphäre"
    haben - zumindest im angelsächischen Raum - auch die klassischen
    Medien berichtet:

    Wunderschön und auch mich überkommt Hoffnung. In der Praxis beobachten, dass dies Wirkung zeigt, konnte ich leider trotzdem nicht. Und nein, ich glaube auch nicht, dass dazu eine Rede von Bill Gates genügt - auch nicht, wenn bei genauer Zählung vielleicht sogar ein Drittel der Buchstaben mit Blogging zu tun haben. (Wie gesagt, aber warten wir's 'mal ab.)



    Markus Breuer schrieb am 19.06.2004, 14:48:
    Warum auch? Bill Gates hat schon einige Male Dinge für gut befunden,
    die danach sang- und klanglos untergangen sind.

    Das dürfte in diesem Fall sehr schwierig werden: > 8oo Mitarbeit von
    Microsoft [~ 1,5 Prozent] bloggen und es werden täglich mehr. Ein
    ziemlicher Druck von innen, finde ich.
    Fühle mich missverstanden - sehe aber die Schuld dafür bei mir. Ich sagte nicht, dass ICH annehme, dass Bill Gates vollmundige Aussagen zum Thema Bloggen von einem Scheitern dieser Anwendung gefolgt werden.

    Ich wollte aussagen, dass für andere Menschen allein die Tatsache, dass Bill Gates gesagt hat "Die Technologie XYZ ist rattenscharf und wird das nächste grosse Ding" vermutlich nicht ausreicht, das auch zu glauben. ... weil Bill Gates solche Aussagen regelmäßig trifft und sich ungefähr so häufig irrt wie andere Menschen auch.
  • Markus Breuer
    Markus Breuer    Premium Member   Group moderator
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    Re^6: RSS und Blogs sind zweierlei
    Siegfried Hirsch schrieb am 19.06.2004, 23:06:
    Markus Breuer schrieb am 19.06.2004, 14:48:
    Und in einem Gespräch mit Entscheidern auf Auftraggeberseite 'mal
    locker einfliessen zu lassen "... und übrigens ist auch Bill Gates
    der Meinung, dass Bloggen eine sinnvolle Sache ist ...", wenn der
    Mensch bei der Erwähnung von Blogs die Augenbrauen hochzieht, dürfte
    von einigen schon als etwas platt empfunden werden...
    Da seh ich aber die Presse mehr gefordert, die das Thema noch nicht
    entdeckt hat.
    "Die Presse gefordert?" Mmmhhh?! Warum ist die Presse gefordert? Ihr Job ist es, über Dinge zu berichten, die geschehen, diese ggf. kritisch zu beleuchten. Sie sind nicht gefordert, etwas zu pushen, das wir wichtig finden. Mein Lieblingszitat eines großen deutschen Journalisten: "Ein guter Journalist macht sich nicht mit einer Sache gemein - auch nicht mit einer guten!" Besser kann man das Wesen guten Journalismus nicht zusammenfassen.

    Wenn hier jemand gefordert ist, dann sind das m.E. wir, die wir bloggen, und daran glauben, dass damit ein neues Kommunikations-Paradigma in die Welt gekommen ist. Wir, die den Einfluss haben, in Gesprächen und durch Taten (erfolgreiche Projekte) andere davon zu überzeugen - auch wenn es mühselig ist.

    Da die Verlage ja gerade mit Ihrer "Neuerfindung"
    e-paper pfauengleich rumstolzieren und dabei vergessen, dass sie den
    wichtigen Kanal Suchmaschine für die Bewerbung ihrer Artikel total
    ausgrenzen, haben sie wohl auch wenig Interesse über Blogs zu
    schreiben, wo potentielle Miniaturverlage entstehen könnten.
    Wenn ich E-Paper sehe, wird mir immer ganz anders. Andererseits ist das aktuell das beste Beispiel für meine These, dass Menschen dazu neigen, das Neue wie "eigentlich das Altbekannte mit ein paar winzigen Detailänderungen" zu sehen und dabei Chancen verschenken - und dann jammern, wenn andere sie entdecken (siehe Musikindustrie). E-Paper in der Form, wie sie deutsche Zeitschriftenverlage gerade praktizieren, hat eine Menge mehr Nachteile als mangelnde Indexierung durch Suchmaschinen!

    Damit dürften wir dann hier noch länger drauf warten, dass sich
    Bloggs als Trend durchsetzen können. Aber bezüglich Trends, bzw. Hype
    haben Sie ja selbst schon einiges geschrieben.

    Nix warten. Reden und Tun (siehe oben) ist angesagt. Aber da fühle ich mich hier ja auch schon in guter Gesellschaft.
  • Siegfried Hirsch
    Siegfried Hirsch    Group moderator
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    Re^7: RSS und Blogs sind zweierlei
    Markus Breuer schrieb am 20.06.2004, 14:41:
    "Die Presse gefordert?" Mmmhhh?! Warum ist die Presse gefordert? Ihr
    Job ist es, über Dinge zu berichten, die geschehen, diese ggf.
    kritisch zu beleuchten. Sie sind nicht gefordert, etwas zu pushen,
    das wir wichtig finden. Mein Lieblingszitat eines großen deutschen
    Journalisten: "Ein guter Journalist macht sich nicht mit einer Sache
    gemein - auch nicht mit einer guten!" Besser kann man das Wesen guten
    Journalismus nicht zusammenfassen.

    Nun, dem will ich gar nicht widersprechen. Aber ich erinner mich an einige verherende Artikel über die Tagebuchschreiber, die unter anderem im Spiegel erschienen sind.

    Mittlerweile haben wir ja erste Business-Blogs in Deutschland, die das Thema Blogging als Werkzeug für die Kommunikation ernst nehmen und nutzen.

    Nix warten. Reden und Tun (siehe oben) ist angesagt. Aber da fühle
    ich mich hier ja auch schon in guter Gesellschaft.
    Prima - geht mir auch so und ich hoffe, es regt auch noch andere dazu an, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Das Forum ist ja, wie Busines-Blogging auch, noch ein recht zartes Pflänzlein, das noch wachsen kann.

  • Gerrit Eicker
    Gerrit Eicker
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    Re^8: RSS und Blogs sind zweierlei
    Siegfried Hirsch schrieb am 20.06.2004, 22:27:
    Markus Breuer schrieb am 20.06.2004, 14:41:
    "Die Presse gefordert?" Mmmhhh?! Warum ist die Presse gefordert? Ihr
    Job ist es, über Dinge zu berichten, die geschehen, diese ggf.
    kritisch zu beleuchten. Sie sind nicht gefordert, etwas zu pushen,
    das wir wichtig finden. Mein Lieblingszitat eines großen deutschen
    Journalisten: "Ein guter Journalist macht sich nicht mit einer Sache
    gemein - auch nicht mit einer guten!" Besser kann man das Wesen guten
    Journalismus nicht zusammenfassen.

    Nun, dem will ich gar nicht widersprechen. Aber ich erinner mich an
    einige verherende Artikel über die Tagebuchschreiber, die unter
    anderem im Spiegel erschienen sind.

    Davon einmal abgesehen: Mich wundert vielmehr, worüber nicht berichtet wird, denn es ist absolut richtig, dass die Aufgabe der Medien nicht darin besteht "etwas zu pushen" [das ging schon mehrfach in die Hose]. Die Entwicklung der letzten 3 Monate führte allerdings zu einem breiten Echo in den klassischen englischsprachigen Medien, namentlich der Wirtschafts- und Technologiefraktion, kam aber in der deutschen Presselandschaft überhaupt nicht an. Wird die internationale Presse nicht verfolgt? Oder hält man die Berichte dort für übertrieben? Uninteressant? Schlicht nicht erwähnenswert? Oder zumindest: für den deutschen Leser nicht fundiert genug?
  • Markus Breuer
    Markus Breuer    Premium Member   Group moderator
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    Re^6: RSS und Blogs sind zweierlei NACHTRAG: Bil Gates bloggt?
    Neues Futter für Gerrit Eickers Hoffnung, das Bill Gates Blogs legitimieren und ihr Image verbessern wird ...

    Gerrit Eicker schrieb am 19.06.2004, 15:59:
    Markus Breuer schrieb am 19.06.2004, 14:48:
    Mit Verlaub -- dieser Aspekt der Rede von Bill Gates hat in der
    Blogosphere zwar eine hohe Resonanz gehabt (wurde teilweise als die
    Seligsprechung des Bloggens empfunden), ausserhalb der "Gemeinde" ist
    das nicht unbedingt als "Zeitenwende" angekommen. (Es war zudem eine
    relativ kurze Passage in einer recht "globalgalaktischen"
    Eröffnungsrede ...)

    Inklusive dem Bereich Community machte der Part Blogging fast ein
    Viertel der Rede aus. Viel wichtiger aber: Neben der "Blogosphäre"
    haben - zumindest im angelsächischen Raum - auch die klassischen
    Medien berichtet:
    Nach der Seligsprechung des Bloggens bei der Keynote zum Microsoft CEO Summit, nun der nächste Schritt? Die Seattle Times droht ein persönliches Blog von Bill Gates an: http://seattletimes.nwsource.com/html/businesstechnology/200...

    Bill Gates could join the ranks of bloggers.

    Bill Gates has a reputation for coming late to the party, then making a big splash when he arrives.
    That's what happened after the Microsoft chairman realized the potential of the Internet. And it may happen
    again if he starts his personal Web log.

    Yes, the world's richest man may start his own blog, one of those online diaries [Baah ... !]