Change Management

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  • Stefan Möller
    Stefan Möller    Group moderator
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    Machtfrage Change: Oltmanns und Nemeyer eröffnen neue Blickwinkel
    Mit „Machtfrage Change“ haben die Autoren Torsten Oltmanns und Daniel Nemeyer bewusst einen offensichtlich provokativen Standpunkt zum Thema Change Management veröffentlicht. „Machtfrage Change“ oder vielmehr ist Change eine Frage der Macht?

    Von der ersten Seite an machen die Autoren deutlich „Mehr als 80 Prozent aller Change-Management-Projekte scheitern“. Der Gründe für das „Große Scheitern“ liegen laut „Machtfrage Change“ im Umgang mit Macht, so „reiben sich Führungskräfte in internen Machtkämpfen auf.“

    Das Buch bezieht sich bereits im zweiten Kapitel ganz klar auf das Thema Change Management. Anhand von Beispielen für gescheiterte Change-Management-Vorhaben leitet das Buch den Faktor „Macht“ geschickt ein. Das Scheitern der Veränderungsprozesse wird anhand der Beispiele analysiert. Der Grund für das Scheitern – Interessenkonflikte auf Führungsebene.

    Somit ist klar: Konflikte müssen entschieden werden, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Aber Wie?

    Im Weiteren gehen die Autoren auf den Kernpunkt ein, der Macht als funktionales Mittel. Die Autoren finden eine klare Definition von „Macht“ und verdeutlichen, in wie weit Entscheider Macht benötigen. Mit der Gegenüberstellung „Kooperation statt Konflikt“ oder Konflikt statt Kooperation“ stellen die Autoren die Kernfrage: „Lassen sich unvermeidbare Konflikte in Veränderungssituationen durch den Einsatz von Macht entscheiden? Die Antwort ist ein klares Ja: Change braucht Macht.“ (Seite 153)

    Oltmanns und Nemeyer zeigen im Darauffolgenden inwieweit Change Management von Macht beeinflusst wird. Sie zeigen dem Leser hilfreiche Ansätze, welche den funktionalen, zielgerichteten Einsatz von Macht für erfolgreiches und Change Management abbilden.

    Das Buch „Machtfrage Change“ gibt einen guten Überblick und verhilft zu einem grundlegenden Verständnis von Change Management. Die verwendeten Beispiele sind gut gewählt und verständlich. „Machtfrage Change“ ist für Themeneinsteiger, als auch praktische Anwender ideal.

    Gebundene Ausgabe: 214 Seiten

    Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (10. Mai 2010)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3593392038
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  • Wolfgang Horn
    Wolfgang Horn    Premium Member
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    Re: Machtfrage Change: Oltmanns und Nemeyer eröffnen neue Blickwinkel
    Grüß Gott, Herr Möller,

    Mit „Machtfrage Change“...Change braucht Macht.“
    Jetzt rede ich als Projektsanierer.

    Dieser eben genannte Fokus ist falsch.
    Denn "Macht" ist ein Mittel, ein neutrales Mittel.

    Die Absicht, mit der dies Mittel eingeetzt wird, mach den wesentlichen Unterschied aus.
    Die Absicht reizt die einen zum Widerstand, die zweiten zum Mitmachen, und die Dritten zum Opportunismus.

    Hinter wie vielen "Change Managements" ist die Absicht bloßer "Stellenabbau" oder "Produktionsverlagerung"?
    Wie viele Change Managements werden gleichzeitig benutzt zur "Entsorgung" von Führungskräften?

    Wenn ein Change Management einem Russisch Roulett gleicht mit 10kammrigem Revolver mit 8 scharfen Patronen, dann kann man die Masochisten, die sich das antun, nicht mehr ernst nehmen.

    Nein, das Lesen von Mißerfolgen erspare ich mir ähnlich wie das Lesen von Traueranzeigen und Berichten über Autobahnunfälle.

    "Richtet euch nach den Erfolgreichen!" kann man nur denjenigen raten, die ihre Konkurrenten überflügeln wollen.

    Lest Johann Tikart: „Ökonomie der Führung“, wertstatt verlag, ISBN 3-936159-00-9, seine Rettung von Mettler-Toledo (Albstadt) ist ein Musterbeispiel, einer Reorganisation mit schmerzhaftem Personalabbau .- aber eben nicht mit versteckten bösen Absichten, sondern im Miteinander mit einer Belegschaft, die aufrichtig informiert wurde und den Change sogar selber plante und durchführte.

    Ciao
    Wolfgang Horn
  • Hans-Peter Korn
    Hans-Peter Korn    Premium Member   Group moderator
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    Re: Machtfrage Change: Oltmanns und Nemeyer eröffnen neue Blickwinkel
    Interessant:
    Im Weiteren gehen die Autoren auf den Kernpunkt ein, der Macht als funktionales Mittel. Die Autoren finden eine klare Definition von „Macht“ und verdeutlichen, in wie weit Entscheider Macht benötigen. Mit der Gegenüberstellung „Kooperation statt Konflikt“ oder Konflikt statt Kooperation“ stellen die Autoren die Kernfrage: „Lassen sich unvermeidbare Konflikte in Veränderungssituationen durch den Einsatz von Macht entscheiden? Die Antwort ist ein klares Ja: Change braucht Macht.“ (Seite 153)
    Das passt gut auch zum "Relationale Veränderungsmanagement", wie es Sonja Radatz im neuen Buch "Veränderung verändern: Das Relationale Veränderungsmanagement: Die zukunftsweisende 4. Schule des Veränderungsmanagements" beschreibt (http://www.amazon.de/Ver%C3%A4nderung-ver%C3%A4ndern-Ver%C3%...)

    Radatz hebt dort deutlich die Pflicht der Führungskräfte hervor, den "Rahmen" zu setzen. Und zwar einen Rahmen, der nicht "basisdemokratisch" von den Betroffenen gemeinsam erarbeitet wird sondern vom der Führungsperson vorgegeben wird.
    Ebenfalls sehr lesenswert!

    lg HPK