CiW Business Club

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  • Achim Grafe
    Achim Grafe    Premium Member
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    Netzwerk-Impuls - 11.11.09
    Advent, Advent ein Lichtlein brennt.
    Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
    dann feiern Weihnacht wir.

    Sind die Kerzen dann abgebrannt -
    fühlen wir uns oft ausgebrannt.

    Während die Adventszeit für Kinder meistens aus Vorfreude und Freude besteht, ist diese Zeit bei Erwachsenen oft geprägt von Hetze und Stress. Es heißt dann oft „wir schenken uns nichts“, weil man sich den Stress nicht auch noch antun will.
    Man hat ja sowieso schon alles, und was man braucht kauft man ja sowieso, und im übrigen man kann sich ja das ganze Jahr etwas schenken. Dabei hofft doch jeder auf ein gutes „Weihnachtsgeschäft“

    Vorbei ist die Gemütlichkeit der „alten Zeit“
    ist Weihnachten denn nicht mehr das Fest der Herrlichkeit?

    Abgebrannt und Ausgebrannt - Warum eigentlich?

    3 Thesen

    1. Die Grundlage und der Sinn von Weihnachten
    ist uns verloren gegangen.

    2. Wir suchen nicht mehr nach dem Kind
    (auch nicht mehr nach dem Kind in uns)

    3. Lassen wir uns nicht beschenken,
    haben wir auch selbst nichts zu verschenken.


    Wie können wir als Christen, im Beruf- und Wirtschaftsalltag, in der Advents- und Weihnachtszeit wieder neue Akzente und Impulse setzen, weg vom „Weihnachtsgeschäft“ hin zum „Weihnachtsfest“?
  • Klaus-Peter Fuhrmann
    Klaus-Peter Fuhrmann    Premium Member   Group moderator
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    Re: Netzwerk-Impuls - 11.11.09
    Schade, dass Sie doch einige Kilometer entfernt sind - hätte Sie sonst gern zu meiner Adventstour (Vorfreude neu entdecken) eingeladen oder mal auf eine Capu mit Ihnen geplauscht.

    Ursprung des Weihnachtsfestes sind weder Christi Geburt noch das Schenken, sondern das Erscheinen Christi (= Epiphanias, 6. Januar, in einigen Ländern noch üblich) als Licht in einer dunklen Zeit, gemäß Jesaja-Text: "Das Volk das im Finsteren wandelt sieht ein helles Licht". Das Fest am 6. Januar schloss den gesamten "Lebenslauf" Jesu ein, also u.a. auch die Geburt (die allerdings nie zeitlich fixiert wurde).

    Ich versuche mir immer vorzustellen, wie dunkel es für unsere Vorfahren gewesen sein muss: Ohne Strassenbeleuchtung, ohne Leuchtreklame, ohne Autos und S-Bahnen mit Scheinwerfern. Viele Menschen litten - so würden wir heute sagen - unter Winterdepressionen und wurden dann von Hexen und Druiden mit Johanneskraut und Lichttherapie (!) behandelt - man stellte Kerzen vor Spiegel, um den Effekt zu erhöhen (wie von Paulus bekannt, waren die Spiegel in der Antike noch aus Metall, mit unscharfen Bildern, aber wirkungsvoll für Lichteffekte). Zum Julfest (Wintersonnenwende) wurden dann alle Lichter gelöscht, die Hexe entzündete sie neu und dann wurde das Licht weitergegeben (ähnlich wie heute mit dem Bethlehemlicht). Das war bei Unwetter wie in Irland schwierig und der Legende nach wies Patrick eine Hexe darauf hin, Jesus sei das Licht, das niemals verlöscht, auch nicht im Sturm. Die "Dame" soll sich dann bekehrt haben.

    In Schweden wurde die Hexe als Lichtbringerin im Mittelalter durch Santa Lucia ersetzt - heute in Gestalt der ältesten Tochter, die mit dem Lichterkranz das Frühstück ans Bett bringt.

    Mir als langjährigem Advents- und Weihnachtsmuffel hat die Beschäftigung mit dem Ursprung und dem Licht sehr geholfen, mich wieder zu freuen. Hektik habe ich nicht mehr - auch keinen Geschenkestress.