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  • Cloud ist Unfug ... 08 Nov 2009, 8:26 pm

    ... meint Dr. Jürgen Suppan von der ComConsult Research im Netzwerk Insider 11/2009, der kostenfrei abonniert werden kann unter
    s. http://www.comconsult-akademie.com/de/Die%20Zeitschrift.php

    Auszüge aus dem Netzwerk Insider 11/2009 zu Software as a Service:
    >>>> Zitatanfang <<<<<
    "....
    SaaS gibt es seit mehreren Jahren. Bedeutendstes Beispiel ist Salesforce.Com. Tatsächlich hat diese Art von Lösungen im Bereich Vertrieb und CRM eine erhebliche Marktbedeutung erlangt. Auch der ERP-Bereich geht mehr und mehr in Richtung SaaS. Seit dem Einstieg Googles mit den Google Apps ist zudem das Thema von Office-Anwendungen im Web stark in Diskussion. Plattformen wie Zoho bilden komplette Arbeitsplätze nach. Neue Anbieter wie Peepel zeigen, wozu ein Webclient heutzutage fähig ist. Und wir alle warten auf Microsoft.
    ....
    Bewertung
    ....
    Software as a Service

    SaaS ist aus unserer Sicht kein Teil von Cloud-Computing. Es existiert schon wesentlich länger und hat seine Nutzbarkeit klar nachgewiesen. Mit dem Trend hin zu Kollaborations-Plattformen wird dieser Bereich auch über CRM und ERP hinaus deutlich anwachsen. Hier liegt klar eine Zukunftspersepektive für Unternehmen.

    Was ist mit den Versprechen?

    Keine eigenen Infrastrukturen aufbauen, mal eben schnell auf die Cloud zugreifen und nur bezahlen, was man tatsächlich benutzt. Hört sich gut an, ist aber gelogen. In vielen Fällen sind Basiskosten pro Benutzer zu bezahlen. Oder die realen Nutzungskosten liegen klar über den eigenen Kosten. Aus unserer Sicht werden die Versprechen nicht erfüllt.

    SaaS ist ein Ausnahme, aber aus unserer Sicht auch nicht Teil von Cloud-Computing. Es wird hoffentlich noch das sein, wenn Cloud-Computing längst wieder gestorben ist, hoffentlich.

    In diesem Sinne

    Ihr
    Dr. Jürgen Suppan"
    >>>> Zitatende <<<<<
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  • Re^2: Cloud ist Unfug ... 08 Nov 2009, 9:23 pm

    Die Cloud-Lösung von Microsoft "Azure" ist nicht mit SaaS zu vergleichen, da gebe ich Dr. Suppan recht.Micrsoft/Azure wird in dem refenzentierten Fachartikel als PaaS - Platform as a Service eingeordnet.

    Aber Angebote von Google und Amazon sind nicht wirklich vergleichbar zu dem, was z.B. Microsoft unter Cloud zur Verfügung stellt. Amazon und Google stellen virtuelle Server zur Verfügung,
    während Microsoft eine Software-Infrastruktur zur Verfügung stellt.
    - Amazon erbringt mit EC2 Server OS Hosting Services
    - Google erbringt mit der Apps Engine Application Hosting Services.
    Währenddessen spielt Microsoft
    - mit Azure in der Cloud Class PaaS
    - mit BPOS (Business Productivity Online Services) in der Klasse Backend Application Hosting Services
    und zwar in Rechenzentren einer neuen Dimension - da kann man schon ein paar mächtige Cumulus- oder Cumulonimbus-Wolken mit erzeugen
    s. http://www.datacenterknowledge.com/inside-microsofts-chicago...

    In wie weit "Cloud" in seinen zahlreichen Definitionen etwas Neues ist, mag jeder bezogen auf die jeweilige
    Definition entscheiden - pauschal zu sagen "Cloud ist ein alter Hut" oder "Cloud wird eh bald wieder sterben" ist aber aus meiner Sicht grober Unfug.
    Seit 1966 kann man von der "DATEV-Cloud" schreiben ...
    s. http://de.wikipedia.org/wiki/DATEV
    ... und wann die Clouds wieder verdunsten, sich verziehen, abregnen, ausschneien oder leerhageln, bleibt abzuwarten ...
    ... oder bei den Cloudologen abzufragen, z.B. bei Luke Cloudwalker, dem cloud-kundigen Nachfolger des Nephologen Luke Howard ;-)
    s. http://de.wikipedia.org/wiki/Nephologie
    Wetter & Wolken machen per se immer wieder mal "groben Unfug" - unaufhaltsamerweise :-/

    Das Konzept der virtuellen Server als Hosting-Angebot ist seit Jahren etabliert ...und es bleibt dem jeweiligen Service Supplier überlassen, ob er das realiter oder virtualiter tut. Hauptsache, er erbringt die kommissionierten Server OS Hosting Services gemäß der vereinbarten eindeutigen & vollständigen Spezifikation mit den 12 Attribut(wert)en.

    und das Konzept einer frei skalierenden Infrastruktur für Software-Services und Web-Applikationen wird sich ebenfalls etablieren. ... und beide können dann ebenfalls auf der Basis der eindeutigen & vollständigen Service-Spezifikation kompakt & klar sowie messbar kommissioniert werden.
    s. "Service-Spezifikation"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16280693

    Für welche Services/Applikation und vor allem auch Unternehmen soetwas einen Mehrwert zum eigenen
    Rechenzentrum bietet wird sich zeigen.
    Wobei zwischen Applikationen und applikationsbasierten Service-Beiträgen unterschieden werden muss.
    Der wesentliche Beitrag liegt in allen Fällen in der verlässlichen & spezifikationsgemäßen, rationellen & effizienten sowie wirtschaftlichen & rentablen Erbringung der kommissionierten, eindeutig & vollständig spezifizierten Service-Beiträge.

    Ich bin zumindest davon überzeugt, dass sowohl für kleine Service-Anbieter ein Markt entstehen wird, als auch eine Möglichkeit für große Unternehmen entstehen wird, einzelne Services frei und vor allem schnell
    skalierbar zu entwickeln. Es gibt durchaus Anwendungen, deren Erfolg "über Nacht" kommen kann - und dann kann eine Skalierung von 100 auf 100.000 User eventuell nicht warten, bis die Server-Hardware
    beantragt, genehmigt, geliefert und aufgesetzt ist ... sonst ist jemand anderes schneller, greift die (zahlenden)
    Nutzer ab und schafft Fakten.
    Hier ist wohl eher von den variierenden Service-Volumina und Service-Erbringungskapazitäten die Schreibe, die die beauftragten Service Supplier in gleicher Weise verlässlich & spezifikationsgemäß erbringen müssen ...
    s. "Service-Volumen"
    https://www.xing.com/net/slm/service-volumen-426020/service-...
    s. "Service-Erbringungskapazität"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16279937
    ... wie es die klassischen Utility Service Provider für Energieversorgung schon lange tun.
    s. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Stromnetz_La...
    Dazu setzen die Energieversorger Grund-, Mittel- & Spitzenlastkraftwerke ein, was sich bei ICT-basierten Services in Grund-, Mittel- & Spitzenlast-Server-Systemen widerspiegeln sollte.

    Beste Grüße & beste Service-Beiträge
    Paul G. Huppertz
    This article was modified on 08 Nov 2009 at 09:57 pm.
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  • Re^4: Cloud ist Unfug ... 09 Nov 2009, 09:50 am

    Zudem: Ich bin nicht wirklich in der Materie der "Datev-Cloud", aber soweit mir bekannt (da lasse ich mich gerne
    eines Besseren belehren), ist Datev ein SaaS und kein PaaS
    Hätte es 1966, also vor mehr als 4 Jahrzehnten, diese Akronyme schon gegeben, wäre das Angebot der DATEV sicherlich unter SaaS eingeordnet worden ...
    ... auch wenn es sich bei SaaS um ein "Akroxymoron" handelt, ein Akronym, das ein Oxymoron ist, alldieweil ein (Software-)Sachgut niemals ein Service sein kann. Ein Software-Sachgut, das in einer geeigneten Laufzeitumgebung etabliert & aktiviert worden und somit zur Applikation geworden ist, kann allenfalls applikationsbasierte Service-Beiträge für ICT-basierte Business Support Service (ICTBSS) erbringen.

    Zum gelegentlichen Nachlesen:
    s. "ICT-basierter Business Support Service (ICTBSS)"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16278686


    Zu Plattform as a Service (PaaS) steht in dem Artikel von Jürgen Suppan:
    "Die Idee ist, den Unternehmen eine komplette Entwicklungsumgebung mit optimierten Schnittstellen zur Verfügung zu stellen. Force.Com (gehört zu Salesforce.com) wirbt mit einer 4.9-fach schnelleren Entwicklung von Applikationen gegenüber der traditionellen Vorgehensweise. Alle Anbieter haben dabei einen individuellen Mix aus Werkzeugen, Datenbanken und Programmiersprachen zusammengestellt. Das Angebot reicht von sehr proprietären Lösungen wie Force.Com und Google bis hin zu sehr offenen Lösungen wie Wave-Maker Studio oder Engine Yard. Und um das Ganze abzurunden, wartet der gesamte Markt auf Microsoft mit seiner Azure-Plattform, die am 16. November vermutlich vorgestellt wird."

    Azure als Beispiel würde ich persönlich eher als "Runtime-Environment as a Service" sehen, da dort primär
    eben keine virtuellen Server oder fertige Software-Produkte angeboten werden, sondern der Service die selbst
    erstellte Software vom Server-Begriff abstrahiert zu hosten und bereits von Microsoft dort gehostete Services
    (Storage, Queue, SQL, Authentication etc.) zu nutzen.
    ... was wohl insgesamt die komplette Entwicklungsumgebung in der Cloud ausmachen dürfte.

    Dazu setzen die Energieversorger Grund-, Mittel- & Spitzenlastkraftwerke ein, was sich bei ICT-basierten
    Services in Grund-, Mittel- & Spitzenlast-Server-Systemen widerspiegeln sollte.
    Das ist ja gerade der Knack-Punkt: Ich will nicht erst ein neues Kraftwerk bauen oder mir vor Erstellung der
    Applikation Gedanken darüber machen - wenn ich statt 100 Request per hour auf einmal 1.000 Requests per
    second habe, dann muss ich eben mehr zahlen.
    Genauer geschrieben: das ist die Grundstruktur jeglicher Service-Erbringung, denn der beauftragte Service Provider oder Service Supplier übernimmt es, durchgehend ausreichende Service-Erbringungskapazität vorzuhalten. Dazu muss er spezifizieren, kennen bzw. in Erfahrung bringen
    - die relevante Service-Erbringungseinheit (bei der Energieversorgung die kWh)
    - die Anzahl der berechtigten Service-Konsumenten (bei der Energieversorgung die Anzahl der Energiekonsumenten bzw. der elektrischen Geräte)
    - das Service-Abrufverhalten der berechtigten Service-Konsumenten (bei der Energieversorgung das Ein- und Ausschalten von elektrischen Geräten) bzw. das Service-Aufkommen
    - den zeitlichen Verlauf dieses Service-Abrufverhaltens (die Ein- & Ausschaltzeitpunkte sowie die jeweilige Betriebsdauer der Elektrogeräte)

    Zum gelegentlichen Nachlesen:
    s. "Service-Erbringungseinheit"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16279797
    s. "Service-Konsumentenanzahl"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16280403
    s. "Service-Abruf"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16929351
    s. "Service-Aufkommen"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=17191690


    Der Knackpunkt liegt beim (hype-verdächtigen) Begriff des Cloud Computings wohl darin, dass diese Voraussetzungen & Erfordernisse der verlässlichen Service-Erbringung - noch - zu wenig oder garnicht bedacht werden, denn alleinzig daran entscheidet sich der (Miss)Erfolg dieser Service-Angebote und weniger in den eingesetzten Technologien, Techniken & Systeme. Es geht erstrangig um Service-Konzipierung und daraus abgeleitet um das Design & Sizing sowie um den rationellen Einsatz & die effiziente Steuerung der service-relevanten ICT-Systeme und Ressourcen. Sofern man SaaS nur als einen neuen Weg sieht, Software an- oder auszuliefern bzw. bereitzustellen, wird man dies wohl kaum klar auf dem Radar haben und eher ineffizient agieren - jeglicher anders liegende Fall selbstschreibend ausgenommen.

    Zum gelegentlichen Nachlesen:
    s. "Service-Erbringung"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16279697
    s. "Service-Konzept"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16493930
    s. "Service-Erbringungskonzept"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16287774
    s. Post-Workshop 11 "Serviceerbringung - Von Spezifikation bis Gestehungskosten" beim itSMF-Kongress 2009
    https://www.xing.com/events/post-workshop-11-serviceerbringu...
    http://www.itsmf.de/778.html

    Ich sehe die Nutzer der Cloud-Angebote (also die Autoren der Software, die in der Cloud läuft) eher in der Rolle des Energie-Konsumenten als in der Rolle des Energie-Versorgers.Die betreffenden Rollen und deren jeweilige Verantwortung müssen eben klar identifiziert, abgestimmt & zugeordnet werden, damit das reibungslose Zusammenspiel gewährleistet ist

    - ein Service Supplier muss aus der Cloud heraus bestimmte Services erbringen, die er eindeutig & vollständig spezifizieret und explizit anbietet; bei PaaS-Angeboten muss dieser Service Supplier also Services für die Software-Entwicklung erbringen, vom Application Hosting der Entwicklungsumgebung über Code Management bis hin zu Testläufen u.ä. Dieser Service Supplier ist in analog in der Rolle des Energie-Versorgers.

    - ein Service-Kunde kann die angebotenen cloud-basierten Service-Beiträge bei diesem Service Supplier kommissionieren und eine Reihe seiner Mitarbeiter dazu berechtigen, diese Services abzurufen und für ihre Arbeit zu verwenden, z.B. für die Entwicklung neuer Software; diese Mitarbeiter sind die Service-Konsumenten analog zu den Energie-Konsumenten.

    Beste Grüße & beste Rollenverteilung
    Paul G. Huppertz

    PS:
    Da die meisten Leser der Xing-Foren nicht die Quellenverweise lesen, sondern nur den Forenbeitrag"Es gibt keine endgültigen Antworten im Leben, nur Querverweise. Das World Wide Web ist eine Implementierung dieses Gedankens."
    [Oscar Frédéric Gros]
    This article was modified on 09 Nov 2009 at 10:19 am.
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  • Re^6: Cloud ist Unfug ... 11 Nov 2009, 10:53 am

    ... ist das Problem nicht eigentlich die Definition von Cloud Computing?Na klar! Solch wolkige Begriffe entziehen sich jedoch leichterhand bzw. leichterwolk jeglicher Definition ...
    ... im Gegensatz zu den echten Wolken, für die die Nephologen das bewerkstelligen.
    s. http://de.wikipedia.org/wiki/Nephologie

    In dem diffusen & turbulenten Marketing-Getöse & -Getümmel um IT-Sourcing & Outsourcing, Onshoring & Offshoring, Nearshoring & Farshoring, No(re)shoring & Homeshoring ;-} ist das jedoch ein durchaus gelungenes & fröhlich-buntes Begriffsmikado ;-)
    Jeder wirft die Mikado-Stäbchen nach Lust & Laune sowie nach Wetter & Wolken neu, es ergibt sich immer wieder ein anderes Bild und jeder interpretiert was anderes rein.

    Es gibt verschiedene Denkformen, die aus dem Lager der Programmierer von Webapplikationen, die der gaaanz großen ( Azure, Amazon ) die der Hersteller ( Citrix, VMWare etc. ) die der Firmen
    und die der Anwender.
    Anders geschrieben:
    Einer sage, was er tut und man kann ahnen, wie er Cloud Computing sieht, versteht & interpretiert.

    Ich denke wir sind noch SEHR weit von einer globalen Definition weg... das erlebe ich alle paar
    Tage in entsprechenden Kundengesprächen .... und auch bei meinen Vorträgen/Präsentationen.
    Es lohnt sich wohl kaum, auf diese Definitionsversuche weitere Energie zu ver(sch)wenden. Was auch immer man in dieses Cloudonium hineininterpretieren, -installieren, -virtualisieren, -konsolidieren, ...-ieren mag: es geht um Service Sourcing und es bedarf eines durchgängigen Service Sourcing- und Service Delivery-Konzepts, um Ergiebiges & Fruchtbares daraus zu schöpfen.
    s. "Service-Erbringungskonzept"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16287774
    s. Einzelvortrag "Outsourcing ist in! - Service Sourcing und Service Supply Chain" beim itSMF-Kongress 2009
    https://www.xing.com/events/einzelvortrag-outsourcing-servic...
    http://www.itsmf.de/784.html
    s. Post-Workshop 11 "Serviceerbringung - Von Spezifikation bis Gestehungskosten" beim itSMF-Kongress 2009
    https://www.xing.com/events/post-workshop-11-serviceerbringu...
    http://www.itsmf.de/778.html

    Beste Grüße & bestes Service Sourcing
    Paul G. Huppertz
    This article was modified on 11 Nov 2009 at 01:48 pm.
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  • Re^8: Cloud ist Unfug ... 11 Nov 2009, 2:18 pm

    S. E. M. schrieb:
    Paul G. Huppertz schrieb:
    Es lohnt sich wohl kaum, auf diese Definitionsversuche weitere Energie zu ver(sch)wenden. Was auch immer man in dieses Cloudonium hineininterpretieren, -installieren, -virtualisieren, -konsolidieren, ...-ieren mag: es geht um Service Sourcing und es bedarf eines ...
    Den Bedarf einer exakten Definition des Begriffs sehe ich schon, da aktuell mit diesem Begriff allerhand
    Implikationen verknüpft werden - gerade bei den Entscheidern eines IT-Projektes.
    Diese Implikationen sind ja gerade der Clou bei der Cloud und dem heiteren Begriffsmikado:
    - Solange die Implikationen nicht explizit gemacht werden, kann man - fast - alles in die Formulierung packen.
    - In dem Moment, in dem die Implikationen explizit gemacht werden, lüftet sich der wolkige Schleier.
    Fazit: Buzz(Word) einmotten, Implikationen erfragen, Sachfragen klären.

    Um es mal ein bißchen über- & zuzuspitzen: Irgendwie erinnert das Ganze an:
    "Der Clou"
    s. http://www.moviemaster.de/archiv/film/film_360.htm
    oder an:
    "Into the great wide open, under them skies of blue;
    out in the great wide open, a rebel without a clue."
    [Tom Petty and the Heartbreakers]
    s. http://www.dailymotion.com/video/xxqlj_tom-petty-into-the-gr...

    Eine Definition für Cloud als "alle Services, die über Netzwerk mit einer nicht in diesem Kontext definierten
    Infrastruktur bereit gestellt werden" könnte ggf. dazu führen, dass sich einige Personen nicht mehr mit "Cloud"
    als Begrifflichkeit zufrieden geben und eine exaktere Nomenklatur fordern und umsetzen.
    Also: Buzz(Word) einmotten, Implikationen erfragen, Sachfragen klären

    Wer Cloud mit Speicherplatz im Netz gleichsetzt, der meint wohl auch, dass Frucht = Apfel ist ... und vergisst die Birne (um hier mal Äpfel mit Birnen zu vergleichen).Sofern "Cloud = Speicherplatz im Netz" die Implikation ist, kann man halt über letzteren diskutieren. Früher hieß das mal Disk Sharing und bald darauf File Sharing und Network File Sharing (NFS) oder CIFS. Vielleicht muss man einige Begriffe & Akronyme wieder ausmotten; da zeigt sich der Wert einer gut gepflegten (Kla)Mottenkiste ;-)

    Zwar lassen sich alle Cloud-Angebote aufgrund einer endlichen Anzahl von Attributen beschreiben - man braucht allerdings auch all diese Attribute, um ein Angebot vom anderen zu differenzieren ... Man nehme die endliche Anzahl von 12 inhaltlich eindeutig definierten Standard-Service-Attributen und expliziere auf dieser Basis von Fall zu Fall die wie auch immer gearteten Implikationen des jeweiligen Cloud-Anbieters. Dann lässt sich einiges entnebeln, versachlichen, objektiv vergleichen & fundiert entscheiden.
    s. Vortrag "Die Service-Spezifikation - Grundlage des Service-Portfolios"
    https://www.xing.com/app/profile?op=certificates_download;vi...
    s. Fachartikel "Vollständige IT-Service-Spezifikation mit 12 Standardattributen"
    http://avanade.dk/ch/_uploaded/pdf/news/chitservice730433.pd...
    s. "Service-Spezifikation"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16280693
    s. "Service-Spezifikation - Warum genau 12 Attribute?"
    https://www.xing.com/net/slm/service-spezifikationen-342746/...

    die Aussage "Wir machen Cloud-Computing" sagt aktuell gar nichts aus (außer, dass es um Dienstleistungen im Netz geht). Hier ist die Frage, wie "Cloud-Computing" und Dienstleistungen so mirnix dirnix zusammengebracht werden können. Es könnte ja auch um Wolken und Datenverarbeitung gehen oder um wolkige Datenverarbeitung ;-)

    Im übrigen sei verwiesen auf den hiesigen Thread "Cloud Computing als IT Supply Chain"
    s. https://www.xing.com/net/cloud-computing/literaturempfehlung...

    "Cloud" lässt sich aktuell ja noch nicht einmal durchgängig mit Service-Orientierung verknüpfen.Hier ist die Frage, womit "Cloud" denn sonst - noch alles - verknüpft werden kann, soll ...
    ... und ungestraft werden darf :-/.
    - Cloud Driving
    - Cloud Sailing
    - Cloud Drilling
    - Cloud Saving
    - Cloud ... (U name IT).

    Fazit: Buzz(Word) einmotten, Implikationen erfragen, Sachfragen klären.

    Beste Grüße & beste Sachfragen
    Paul G. Huppertz
    This article was modified on 11 Nov 2009 at 02:53 pm.
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