Confare - Meetingpoint

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  • Gudrun Ghezzo
    Gudrun Ghezzo    Premium Member   Group moderator
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    Verbesserungskonzepte im Vergleich: Lean Management, Six Sigma, KVP & Co
    ... und TQM, Lean Six Sigma, TPM seien dabei nicht unerwähnt. Was steckt hinter den einzelnen Abkürzungen? Sind es „Must haves“ oder Modeerscheinungen?

    Zunächst mal sei an dieser Stelle festgehalten, dass alle Ansätze, die ein Unternehmen oder einzelne Bereiche daraus erfolgreicher, effizienter bzw. effektiver machen, ihren Zweck voll erfüllen. Aus unterschiedlichen Unternehmens- und sozialen Kulturen sind dabei einige systematische Verbesserungsansätze als allgemein vielversprechend weltweit bekannt geworden und haben längst Einzug in die Managementliteratur und Best Practices gefunden. Allen gemeinsam ist das Denken der logischen Problemlösung, das von Zieldefinition, Soll-Ist Vergleich über Ursachensuche und Maßnahmenplanung geht und die Umsetzung und Controlling der Zielerreichung mit einbezieht – besser bekannt unter den Schlagworten Plan-Do-Check-Act.

    KVP zum Beispiel hat sich einerseits aus dem japanischen KAIZEN („Sich vom Guten hin zum Besseren entwickeln“), andererseits aus dem bei uns gängigen Betrieblichen Vorschlagswesen (man erinnere sich an die klassischen Ideenbriefkästen) entwickelt. Heute ist es längst zu einem integralen Bestandteil vieler Unternehmenskulturen geworden und zielt darauf ab, das Wissen, die Ideen und das Problemlösungspotenzial aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu nutzen.

    Six Sigma – ein Prozess verbesserungsprogramm, das von Motorola entwickelt und von General Electrics massiv mit Bekanntheit gefüllt und weitergesponnen worden ist, fußt im Grunde genommen auf einer ähnlichen Philosophie: Auf unterschiedlichen Hierarchieebenen werden Probleme unterschiedlicher Tiefe und Komplexität gelöst und Prozesse systematisch verbessert. Spezialisten – von den White Belts bis hin zu den Black Belts übernehmen dabei Schlüsselrollen, die manchmal den Kampfsportarten gar nicht so unähnlich sind ...

    Und was will nun TPM? „Total Productive Management“ fokussiert auf anlagenspezifische Themen und bezieht Ressourcen, Produktivzeit, Wartung und Instandhaltung mit ein. Auch hier geht es darum, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter einen Beitrag zur nachhaltigen Anlagennutzung leistet und das Thema dadurch integraler Bestandteil des Arbeitsalltags wird.

    LEAN – JETZT NEU!! Nun ja, nicht ganz... Die meiste Literatur in dem Zusammenhang beruft sich auf das Toyota Produktionssystem, das seit den 50er Jahren ständig weiterentwickelt wird und als die Basis des Erfolgs für Toyota gehandelt wird. Selbstverständlich war auch für Toyota der LEAN Gedanke nicht neu, geht es in erster Linie doch darum, Verschwendungen zu vermeiden, allerdings wird der Begriff der Verschwendung hier recht weit gefasst. Verschwendung von Zeit aufgrund nicht effizienter Entscheidungsprozesse, Verschwendung von Ressourcen dadurch, dass man einen Fehler zweimal macht sind hier ebenso Angriffspunkt für Verbesserungen, wie die klassischen Ressourcen Material, Energie, Arbeitszeit, etc.
    Welcher Ansatz passt zu unserem Unternehmen? Und wie viele davon?
    Vor der Flut der unterschiedlichen Verbesserungsprogramme stellt sich oft die Frage: Was haben wir noch nicht, was brauchen wir noch? Was ist neu in den Ansätzen und wo können wir noch einen Nutzen daraus ziehen?

    Entscheidend ist aber, dass man zunächst ein paar andere Fragen klärt:
    • Welche Strategie verfolgen wir mit dem Thema der konsequenten Prozessverbesserung?
    • Welche der strategischen Ziele werden bereits von den vorhandenen Aktivitäten erreicht?
    • Wo schaffen wir durch ein neues Instrument Zusatznutzen, und wo stiften wir eher Verwirrung?
    • Wo wird ein neues System eingeführt, um ein altes zu ersetzen, dessen Ruf bereits gelitten hat?
    • Welche Aktivitäten und Prozesse laufen parallel oder gar redundant in den unterschiedlichen Verbesserungsprogrammen und können deshalb gebündelt werden?


    Gemeinsame Effizienzsteigerung der Verbesserungssysteme:
    Workshop am 22.06.2011 im Rahmen des Industriekongresses 2011 in der Lederfabrik Linz

    ERFAHREN Sie die wesentlichen Aspekte zu Lean, Six Sigma, KVP und Co, und beurteilen Sie selbst die Eignung der Ansätze für Ihr Unternehmen.

    ERARBEITEN Sie die Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für das Gelingen der Verbesserungsansätze in Ihrem Unternehmen

    ERLEBEN Sie im Erfahrungsaustausch mit KollegInnen, wo welche Systeme effizient und effektiv eingesetzt werden und was die Erfolgsgeheimnisse dahinter sind

    ERKENNEN Sie die für Ihr Unternehmen passenden Schritte und planen Sie konkrete Maßnahmen zu deren Umsetzung!

    Leitung und Moderation: Dr. Gudrun Fischer-Colbrie

    Nähere Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie hier:
    http://www.confare.at/7852_DE-6051_Industriekongress_2011-Wo...
    http://www.industriekongress.at