Content Management

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  • Jochen Fliedner
    Jochen Fliedner    Premium Member
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    Re^8: Freies Java CMS gesucht
    Hallo Herr Sch.,

    Ebenfalls zeichnen sich viele mit Velocity erzeugte Websites durch eine mangelhafte Umsetzung des MVC-Patterns
    aus: JSPs unterstuetzen dieses Design von Haus aus.

    In welcher Weise unterstützen JSP Ihrer Meinung nach das Pattern - in der Form des jsp:useBean-Tag? Ich habe schon ganz entsetzliche Implementierungen in JSP gesehen, bei denen View und Geschäftslogik massiv verschränkt waren und dadurch Überblick und Wartung schwierig. Dies wird imo durch die vielen Möglichkeiten, die JSP bieten, motiviert.


    In diesem Thread ging es jedoch um ein Java-basiertes CMS und nicht um XWiki.
    Ist Herrn Bacherts Thread. Er hat seine Softwareauswahl mit Hilfe der Community versucht und auch das Ergebnis hier dokumentiert. Ist doch super.


    Die meisten bekannten Java-basierten CMSs nutzen JSPs zum Templating - sei es nun OpenCMS, Jahia, Hippo, Alfresco
    oder Liferay.

    Für Templating in CMS sind JSP eigentlich zu mächtig. Schauen Sie z.B. in welchen Projekten Freemarker Fuß fasst: http://freemarker.org/poweredBy.html. Bei Day CQ ("ESP") und Alfresco ("WebScript") wird auch serverseitiges Javascript über JSP favorisiert. Apache Sling - http://sling.apache.org/ - ist gerade zu Apache top level project geworden, und soll wohl mal das führende Framework für JCR-basierte Java-WCMS werden. Hier gibt es einen ganzen Zoo von Implementierungen des Templaterenderers, sogar Ruby script (ERB) - http://svn.apache.org/viewvc/sling/trunk/contrib/scripting/.
    JSP sind in dem Bereich keinesfalls herausragend und auch nicht unumstritten und es gibt durchaus einen Trend von JSP weg.
    Oder ähnlich: PHP-CMS-Entwickler gehen aktuell von Templating in PHP zur Nutzung von Template engines wie Smarty über, in gleichem Maße wie objektorientiertes PHP eingeführt wird.


    Saemtliche bekannten Frameworks (Spring, JSF, Struts) nutzen uebrigens JSPs zum Templating.
    Imho sind frühe Anforderungen für Struts und Co. entstanden, um sich überhaupt MVC effektiv zu bedienen, weil pure JSP und allgemein Suns J2EE fürs Web in den späten 90ern, das Pattern per se eben nicht gut oder noch nicht unterstützt haben. Zur gleichen Zeit etwa hat Apple WebObjects in Java reimplementieren lassen. Das ist sauberes MVC mit einem komponenten- und nicht pagezentierten Ansatz, für JSP haben die sich ergo überhaupt nicht interessiert. Das Paradigma wird von Apache Tapestry und Wicket (Fanboy-Alarm!) fort geführt, dann Scala mit dem Lift-Framework.
    Bei Webframeworks gibt also auch einen Gegentrend zu berücksichtigen.

    Ich finde es btw nicht adäquat, offene Issues im Bugtracker eines OSS-Projekts als Indikator für mangelnde Qualität oder fehlende Produktreife der Software zu betrachten. Bestenfalls kann die Aussage getroffen werden, dass es ein aktives oder weniger aktives Projekt mit mehr oder weniger vielen Benutzern und Testern ist. Schön ist, dass man bei Open Source diesen Einblick hat und versuchen kann, sich ein Urteil zu benutzen.

    Viele Grüße aus Neukölln
    jf
    This post was modified on 02 Apr 2010 at 05:54 pm.
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