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mir "begegnete" sitecore im Markt
Hat jemand schon ein Projekt mit diesem Tool gemacht?Sitecore ist im Prinzip eine ganze brauchbare WCM-Lösung auf .NET-Basis - aber auch nichts wahnsinnig Besonderes. Ich war einmal in einem Projekt, wo damit gearbeitet werden sollte und war vom Support und Know-how in Deutschland recht enttäuscht. Da sie da aber personell alles umgeworfen haben, kann sich das auch geändert haben.
Grüße,
Jörg Dennis Krüger
www.ecmblog.de
www.cmmag.de
www.jdk.de

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Jörg Dennis Krüger Premium Member Group moderator
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Hallo Herr Krüger,
ich bin nicht sicher, wie Sie zu Ihrer Analyse kommen, aber ich kann Ihnen da absolut nicht zustimmen. Wir entwicklen seit einigen Jahren Corporate- und Enterprise-Lösungen auf Basis von .NET und sind seit einiger Zeit auch Sitecore-Partner in Deutschland. Das CMS ist nach einer von uns für ein großes deutsches Telekommunikationsunternehmen durchgeführten Studie eines der besten CMS-Systeme überhaupt. Darüber hinaus bietet es eine ganze Anwendungsplattform für eigene Lösungen und gliedert sich sehr gut in das Gesamtkonzept bestehender .NET-Lösungen ein.
Der Support in Deutschland wird durch die zahlreichen Partner sichergestellt und man bekommt bei Bedarf auch ohne Umwege direkten Kontakt zu den Chef-Entwicklern in Dänemark und England. Die Dokumentation im Sitecore Developer Network ist umfangreich und über Community-Seiten und Blogs gibt es auch bei ausgefallenen Aufgabenstellungen schnell Hilfe.
Wenn Sie die selben Maßstäbe in Ihrem Beruf als ECM-Berater anlegen wie anerkannte Fachzeitschriften, dürfen Sie es eigentlich nicht bei einer so oberflächlichen Betrachtung belassen. Im Gegensatz zu Ihnen sprechen die Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe von CMS-Watch (immerhin der Maßstab für Content Management der Fortune 100) nämlich für sich.
Das System steht mit .NET 2.0 (und bald 3.0) als Technologie-Basis, AJAX-basierter Rich-Client-Oberfläche im Office 2007-Look und der Unterstützung aller wichtigen Internetstandards weit vor proprietären Systemen wie Red Dot, welche die Entwicklung der letzten Jahre teilweise etwas verschlafen zu haben scheinen.
Mit freundlichen Grüßen
Julius Ganns
Leiter der Software-Entwicklung
netzkern GmbH

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Julius Ganns Premium Member Group moderator
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Lieber Herr Ganns,
ich finde es bezeichnend, wie schnell sich immer wieder Anbieter angegriffen fühlen, wenn man sie einfach als "normal" bezeichnet. Es gibt leider - besonders im WCMS-Umfeld - nur wenig, was mich wirklich vom Hocker reißt.
Und: Meine Erfahrungen mit Sitecore sind schon ein paar Tage alt und damals habe ich nur direkt mit Sitecore kommuniziert - und war einfach nicht begeistert. Weder von der Technologie, noch vom Support selbst. Das ein Unternehmen sich ändern kann, hoffe ich.
Allein aber, dass Sie undifferenziert von "CMS" sprechen, zeigt mir, dass Sie sich mit der Material eher nicht von strategischer, sondern wohl von technischer Seite her befassen. Das ist zwar ein wichtiger Punkt und Buzzwords wie "AJAX" und "Web 2.0" lesen sich natürlich sehr gut, sagen aber nur wenig über die Qualität aus. Meine Kollegen von CMS-Watch zudem in allen Ehren - aber leider haben die einen ganz anderen Einblick in den Markt und insbesondere "regionale", heißt deutsche Anbieter, kommen oft etwas zu kurz.
Ich habe keine intensive Marktanalyse zu .NET-WCMS durchgeführt - auch, weil ich dem Betrieb von professionellen Websiten ausschließlich auf .NET leicht kritisch gegenüber stehe und für den produktiven Betrieb meist lieber zu Unix-Server rate - aber Sie müssten doch Bescheid wissen. Was unterscheidet Sitecore denn von den anderen (teil sehr, sehr hoch gepriesenen und sogar von Microsoft auf höchster Ebene ausgezeichneten Systemen) wie z.B.:
AxCMS,
ContentXXL,
Step One,
iSite?
Ihren persönlich Angriff auf meine Person ignoriere ich einfach mal und verweise auf meine Arbeit in der Vergangenheit, die das Niveau auf dem ich arbeite eigentlich zeigen sollte.
Beste Grüße,
Ihr Jörg Dennis Krüger
This article was modified on 11 Oct 2006 at 05:15 pm.

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Jörg Dennis Krüger Premium Member Group moderator
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Hallo Herr Krüger,
zunächst einmal entschuldige ich mich dafür, falls Sie meine Nachricht als Angriff auf Ihre Person empfunden haben. Mein Hinweis auf die "selben Maßstäbe" versucht genau das zu differenzieren, was Sie in Ihrer Antwort selbst bestätigen, nämlich, dass CMS-Watch einen ganz anderen Blickwinkel auf den deutschen Markt hat und sich Ihre Maßstäbe durchaus von denen der anderen unterscheiden können. Ich war nicht davon ausgegangen, dass man das unsachlich oder persönlich auslegen könnte, daher hoffe ich, Sie nehmen meine Entschuldigung an.
Auch wenn ich meine Antwort trotz der Verwendung des allgemeinen Begriffes "CMS" keineswegs als "undifferenziert" betrachte, so ist es durchaus richtig, dass ich mich neben der strategischen Sichtweise durchaus auch mit der technischen Seite von Content Management und Content Delivery befasse. Sofern man "AJAX" und "Web 2.0" nicht sofort als Buzzwords ablehnt, sondern diese Begriffe inhaltlich betrachtet, so sind dies Inbegriffe für einen fortgehenden Wandel in der Software-Entwicklung und -Nutzung.
Unternehmen verabschieden sich von proprietären und Betriebssystem-abhängigen Desktop-Lösungen und der Markt reagiert auf die Anforderungen mit einer schnell wachsenden Anzahl von web-basierten Lösungen und dienste-orientierten Gesamtsystemen. Das Release von Windows Vista wird auch Desktop-Anwendungen die Möglichkeit geben, im Hintergrund über Dienste auf andere Systeme zuzugreifen und so wird Ihr Desktop in Zukunft das, was heute der Browser ist: Eine stark individualierbare Oberfläche mit dem Schwerpunkt auf UserInterface-Funktionalität.
Sitecore bietet mit der AJAX-basierten Desktop-ähnlichen Oberfläche heute schon die Technologie (XAML), mit der man in Zukunft Anwendungen in Windows Vista und der neuen Windows Presentation Foundation entwickelt. Und damit wandert Sitecore in absehbarer Zeit unweigerlich auf Ihren Desktop, ohne sich heute schon den Zwängen einer alten Win32-Anwendung zu unterwerfen. Ebenso ist die Nutzung durch mobile Geräte (Handys, PDAs, etc.) und damit ein nicht nur Betriebssystem- sondern auch Geräte-unabhängiges Benutzer-Interface ein ebenso wichtiger Baustein.
Die Qualität jedes CMS', egal ob web-basiert oder nicht, steht und fällt maßgeblich mit der Usability. Und grade hier ist das Sitecore-System mit Desktop-ähnlicher Funktionalität unabhängig vom Betriebssystem nahezu unschlagbar. Ebenso wichtig ist natürlich die Erweiterbarkeit und die API für moderne Software-Plattformen wie .NET. Die Infrastruktur, die .NET bereits nativ bietet und die Art und Weise, wie sich Sitecore in diese Technologie integriert, bietet jedem Entwickler die Möglichkeit, seine eigenen Lösungen mit Sitecore zu schaffen und das System selbst zu weitern.
Natürlich hat Sitecore im Deutschen Markt noch nicht annähernd die Verbreitung wie in den nordischen Staaten. Trotzdem gibt es Support, Schulungen und Zertifizierungen in jedem Land in Ihrer Sprache und eine voll lokalisierte Oberfläche des Redaktionssystems (auch für mehrere Sprachen gleichzeitg).
Die Unterschiede zu den von Ihnen genannten CMS-Lösungen im Detail aufzulisten sprengt den Rahmen dieser Antwort leider um einiges. Soviel aber doch: Die Auszeichnungen von Microsoft, die Sie im Zusammenhang mit den anderen Lösungen erwähnen, wurden größtenteils von Microsoft Deutschland verliehen. Geht man in die nordischen Länder, so zeigt sich, dass dort Sitecore unter den favorisierten Systemen von Microsoft zu finden ist. Natürlich handelt es sich grade bei AxCMS um ein gutes System, allerdings ist der Fokus der Lösung mehr auf Unternehmen mittlerer Größe. So arbeitet es im Gegensatz zu Sitecore hauptsächlich Seiten-zentriert, wohingegen Sitecore beispielsweise Content-zentriert arbeitet.
Ein kurzes Wort zu UNIX: Unser Unternehmen hat selber viele Jahre lang auf UNIX- und Linux-basierte Server und darauf aufbauende Systeme gesetzt. Letztendlich hat uns die "Religionsfreiheit" irgendwann zu Windows Server 2003 gebracht, weil UNIX-Systeme um ein Vielfaches wartungsaufwändiger und anfälliger für Fehler sind, was auf die heterogene Software zurückzuführen ist.
Die viel zitierten Beispiele in Sicherheit und Performance sind das Ergebnis von Marketing auf beiden Seiten, aber im Großen und Ganzen tun sich die Plattformen bei fachgerechter Anwendung nahezu überhaupt nichts. Seit jeder Script-Kiddie seinen eigenen Linux-Server für 9,99 € im Monat haben kann, ist die Anzahl der gehackten Systeme im UNIX-Umfeld weit höher als die gecrackter Windows-Server. Waren es früher noch die Windows-Systeme, die von jedem Einsteiger als Server aufgesetzt und ans Netz geklemmt werden konnten, so sind das heute die unsäglichen Root-Server, die mit DoS und Spam das Netz Stück für Stück lahmlegen.
Ich denke, wenn man das alles möglichst religionsfrei und als Werkzeug betrachtet, wird man sowohl UNIX/Linux als auch Windows Server seine klaren Vor- und Nachteile in technischen und strategischen Belangen zuordnen können. Aber eine pauschale "lieber UNIX als Windows"-Empfehlung würde ich keinesfalls unterschreiben.
Mit freundlichen Grüßen
Julius Ganns

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Julius Ganns Premium Member Group moderator
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Hallo Herr Krüger,
Nebenbei empfinde ich das unvollständige Zitat aus dieser Unterhaltung auf Ihrer Website unter dem Begriff "Bullshit-Bingo" als sehr unsachlich, inhatlich unvollständig und rechtlich sehr fraglich, da Sie dafür mein Einverständnis benötigen. Bitte entfernen Sie es von Ihrer Website, ein Link auf diese gesamte Unterhaltung dürfte Ihren Besuchern ebenso die Möglichkeit geben, unsere Standpunkte nachzuvollziehen.
Mit freundlichen Grüßen,
Julius Ganns

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Julius Ganns Premium Member Group moderator
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Sehr geehrter Herr Ganns,
der Beitrag ist in der Kategorie "Meinung" abgelegt (nicht unter "Know-how" oder "News") und der Titel lautet "Bulls**t-Bingo?!" und wird durch einen kurzen Zusatz von mir eingeordnet. Das Zitat ist nicht sinnentstellend. Meine Leser haben den vollständigen Link im Blogeintrag (
http://www.ecmblog.de/2006/10/11/bullst-bingo/) und können sich ein Bild machen.
Beste Grüße,
Ihr Jörg Dennis Krüger

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Jörg Dennis Krüger Premium Member Group moderator
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Hallo Herr Raudenkolb,
eines unserer Entwicklungs-Team realisiert derzeit das Re-Design der Website eines unserer internationalen Kunden. Unsere Erfahrungen mit dem System sind größtenteils sehr positiv, vorallem aufgrund des durchgehenden Konzepts der "Content Items". Das Konzept ermöglicht es uns, Inhalt strukturiert (in Form von "Inhaltsklassen") in einem Informations-Pool abzulegen und diesen dann in verschiedenester Form und Kombination darszustellen. Die Seitenstruktur setzen wir dynamisch zusammen, wobei wir vorallem auf die strikte Trennung von Logik, Inhalt und Darstellung setzen, was für die Auswahl von Sitecore ausschlaggebend war. Inhalt müssen mitunter in unterschiedlichem Design auf unterschiedlichen Domains und Subdomains dargestellt werden.
Die Oberfläche und die damit verbundene Usability findet nach wie vor bei unserem Kunden sehr viel Anklang, zumal wir unsere .NET-Anwendungen sehr gut in die Infrastruktur von Sitecore integrieren können. Ein ähnlich problemloses "Miteinander" wäre in der Vergangenheit bei einigen meiner Java EE-Projekten wünschenswert gewesen, wenn diese in CMS-Systeme integriert werden sollten.
Mit freundlichen Grüßen
Julius Ganns

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Julius Ganns Premium Member Group moderator
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