Management Accounting & Performance Management
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Dieter Kappen Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Akzeptanz von Controlling-Leistungen
Guten Tag,
als Controller ist man ja nicht unbedingt "everybodies darling".
Welche Akzeptanzprobleme haben Sie in Ihren bisherigen Berufsleben als Controller hinnehmen müssen?
Wie kann man die eigene Leistung besser verkaufen?
Wie wird man als Partner und nicht als notwendiges Übel wahrgenommen?
Ich denke, es gibt neben den Klassikern wie:
- die produzieren ja eh nur Zahlenfriedhöfe
- Tranzparenz will jeder haben solange sie nicht da ist
sicher noch einige Hemmschwellen, die das Controlling zu nehmen hat.
Freue mich auf Ihre Antworten.
Dieter Kappen
- 15 Jun 2011, 2:19 pm
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Rainer HodinkaThe company name is only visible to registered members.Re: Akzeptanz von Controlling-Leistungen
Ich spreche mich mit dem Director der jeweilen Abteilung zusammen, und wir erarbeiten ein Konzept, von dem beide profitieren. Klargestellt muss werden, dass auch seine Abteilung einen Nutzen der CO-Abteilung (Co-Eingriff) hat. Im optimalen Fall ergibt dies eine gute Mischung aus erlaubten, kritischen Fragen des CO´s und Entwicklung der jeweiligen Abteilung. Außerdem bekommt so das CO den optimal Einblick und erweckt nicht das typischen Kontrollierstatus. --> Denn wir wissen ja, Controlling ist mehr, bzw. was anderes ;-)
lg, Rainer
- 16 Jun 2011, 2:53 pm
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Robert AckmannThe company name is only visible to registered members.Re: Akzeptanz von Controlling-Leistungen
Hallo Zusammen,
ich denke es ist sehr wichtig mit den Verantwortlichen der Fachabteilung zu reden. Ziele / Konzepte gemeinsam erarbeiten statt einfach vorzugeben, nur dann wird dieses Ziel als "mein Ziel" akzeptiert. Wenn man dann auch noch zuhört und auf die Probleme der Fachabteilungen eingeht, am besten noch die Unterstützung beim Lösen der Probleme anbietet, erreicht man sehr schnell die Daseinsberechtigung in den Augen der Fachabteilung. Voraussetzung ist eine gewisse Kenntnis, was an der Basis passiert.
Bei mir funktioniert es!
- 16 Jun 2011, 10:56 pm
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Dieter Kappen Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^3: Akzeptanz von Controlling-Leistungen
Vielen Dank für die bisherigen Antworten.
Controlling lebt mehr von den Miteinander (Kommunikation, Vertrauen, gemeinsame ziele) als von geeigneter Software oder Excel-Sheets.
Die Frage, die sich für mich immer noch stellt: Wie kann man die Controlling-Akzeptanz bei Unternehmern bzw. Inhabern erhöhen?
Da ja der Inhaber quasi "die Hosen runterlassen" muss, stelle ich mir den Start eines Controllings - sei es mit einer neuen internen Position oder aber auch mit einem externen Dienstleister - äußerst schwierig vor.
Viele Grüße
Dieter Kappen
- 22 Jun 2011, 1:37 pm
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Robert AckmannThe company name is only visible to registered members.Re^5: Akzeptanz von Controlling-Leistungen
Völlig richtig! Dran bleiben ist das A und O! Wie sollen andere die Controlling-Leistung akzeptieren, wenn man sich selber nicht ernst nimmt! :-)
- 23 Jun 2011, 12:49 am
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Robert AckmannThe company name is only visible to registered members.Re^4: Akzeptanz von Controlling-Leistungen
Ich denke es geht weniger darum, dass Unternehmer bzw. Inhaber "die Hose runter lassen". Diese müssen verstehen, dass sie ab einer gewissen Größe bzw. ab einem gewissen Wachstum nicht mehr alle Prozesse alleine im Blick haben können. Nicht das "Hose runter lassen" sondern der Nutzen des Controllings muss im Vordergrund stehen.
- 23 Jun 2011, 01:03 am
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Stefan Matthaeus Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^4: Akzeptanz von Controlling-Leistungen
Hallo zusammen,
ich habe beim Lesen dieses Threads festgestellt, dass über zwei unterschiedliche Ebenen diskutiert wird, die völlig unterschiedlich zu beurteilen sind.
Die eine Ebene ist: Seitens der Geschäftsführung ist klar, dass Controlling in ihrem Unternehmen gelebt werden muss und beschäftigt daher auch Controller. Dabei ist es m.E. unerheblich, ob ein Controller ein eigener oder ein freier Mitarbeiter ist.
Bei dieser Ebene ist es völlig richtig, mit permanenter Freundlichkeit für die Controller-Leistungen und Controlling-Instrumente zu werben und kundenorientiert (also für die Verantwortlichen im Unternehmen) zu gestalten. Man wird nicht immer den konkreten Nutzen für jeden Einzelnen darstellen können, aber warum bestimmte Sachen für den Erfolg des Unternehmens wichtig sind und indirekt auch den Gesprächspartner betreffen, sollte man unbedingt rüberbringen können. Ohne ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten steht der Controller auf verlorenem Posten.
Die zweite Ebene ist: Der Geschäftsführer bzw. meist eher der Inhaber steuert sein Unternehmen "klassisch". Betriebswirtschaftliche Kenntnisse, insbesondere für Controlling, wurden in der Eigenschaft als Unternehmer erworben. Controlling-Instrumente existieren nur rudimentär. Wir bewegen uns in der Welt der kleinen bis mittelständischen Unternehmen, die zum großen Teil mit Kontokorrentkonto und der BWA vom Steuerberater gesteuert werden.
Zum Steuerberater besteht in der Regel ein recht enges Verhältnis, denn dieser leistet am Rande auch betriebswirtschaftliche Beratung, da er die Zahlen ja gut kennt. Deshalb ist die Neigung, einem weiteren Menschen Einblick zu geben, recht gering ausgeprägt. Tatsächlich kann der Unternehmen es als "Hose runter lassen" empfinden.
Es offenbart sich ein Dilemma. Gerade die skizzierten Unternehmer bräuchten dringend betriebswirtschaftliche Unterstützung, um eine Controlling-Kultur und Controlling-Struktur zu implementieren. Doch sie scheuen sich, diese Controller-Leistung nachzufragen.
Wenn also Steuerberater als enge Vertraute der Unternehmer dazu rieten, einen Controller hinzuzuziehen, würde die Akzeptanz eher gegeben sein. Dass diese Leistung bei einem kleinen Unternehmen keine Vollzeitarbeit ist, ist völlig logisch. Daher wäre ein freier Mitarbeiter, der nur nach Bedarf bezahlt wird und trotzdem auch operativ tätig wird, die bessere Lösung. Genau dafür stehe ich.
Ich freue mich auf Ihre Meinungen.
Viele Grüße
Stefan Matthaeus
- 23 Jun 2011, 11:17 am
