Corporate Identity
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Volker Mensing Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Farbvielfalt bei BASF
Einen interessanten Ansatz geht derzeit die BASF. Das BASF-Unternehmenslogo ist zwar in seiner Form klar definiert, lässt aber insgesamt sechs Farben zu. Zitat: "Mit sechs lebendigen Farben bringen wir die Vielfalt und Dynamik der BASF zum Ausdruck. Anders als bei Unternehmen mit nur einer einzigen Unternehmensfarbe stehen unsere sechs Farben gleichberechtigt für den Einsatz in unseren Kommunikationsmitteln zur Verfügung. Sie sind nicht als Farbcodierung festgelegten Bedeutungen zuzuordnen, sondern die Flexibilität in ihrer Verwendung ist Ausdruck der Innovationskraft und Flexibilität, für die unsere Marke BASF in all unseren Arbeitsgebieten steht."
Quelle:
http://corporate.basf.com/basfcorp/img/presse/logos/Logo-Ver...
Verschenkt die BASF mit der Nicht-Definition einer Unternehmensfarbe einen wichtigen Teil seiner Wiedererkennbarkeit ? Oder bricht die BASF hier endlich aus einem eingefahrenen Denkschema aus - und kann es sich (nur) angesichts seiner Größe und Bekanntheit leisten?
Beste Grüße
Volker
- 09 Jan 2006, 08:29 am
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Marcus Wertz Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Farbvielfalt bei BASF
Interessante Diskussion. Es ist nicht ganz so, dass mit dem Logo wild gespielt werden darf, im Gegenteil ist die Verwendung streng reglementiert.
Zunächst steht die formale Erscheinung fest. Das eigentliche Logo ist schwarz/weiß auf weißem Hintergrund.
Nur vor farbigem Hintergrund (und das sind sechs fest definierte Farbtöne) erscheint es weiß - und nur weiß. Es ändert sich also auch hier nicht die Farbe des Logos, sondern die seiner Umgebung.
Eine Ausnahme bilden die beiden Rechtecke links neben dem Schriftzug. Diese gelten als Logozusatz (wenngleich sie praktisch immer mit dem Schriftzug verwendet werden) und verbinden sich mit der Hintergrundfarbe "wie der Effekt einer Milchglasscheibe".
In der Tat bedeutet dies eine gewisse Flexibilisierung des visuellen Markenauftritts. In seiner Gesamtheit wirkt er jedoch, bedingt durch die straffe Systematik, sehr einheitlich. Die Wiedererkennung, der Hauptgrund für die Regel der Unveränderbarkeit eines Logos, bleibt dadurch bestens gewährleistet. Gleichzeitig gewinnt der Auftritt an Frische und Dynamik. Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Corporate Design.
Da fällt mir noch das Beispiel Viva Zwei ein. Zum Start des Senders vor einigen Jahren entwarf Boros ein Markenkonzept, das auf einem Kreuz basierte. Dieses Kreuz wurde nun in der Kampagne in vielen verschiedenen Varianten interpretiert. So wurde das Logo auf eine Art "metaphysisches" Konzept reduziert, das des Kreuzes. Die konkrete Ausgestaltung war freigestellt. Seinerzeit ein sehr innovatives Konzept, wurde es jedoch im Laufe der Zeit (und der Existenz des Senders) wieder "normalisiert", das Kreuz bekam eine feste Form, das Layout wurde systematisiert. Schade eigentlich, aber als Konzept eine meiner Meinung nach wirklich kreative Geschichte. Denn die Marke eines Fernsehsenders wird in sehr hohem Maße penetriert, so dass der Lerneffekt im Markt vergleichsweise sehr hoch ist und damit die Wiedererkennung ein um so geringeres Problem darstellt. Vielleicht war die Variationsbreite des Kreuz-Konzepts zu groß, aber grundsätzlich denke ich, dass ein solches "Meta-Markenkonzept" durchaus in Verbindung mit einer systematischen Regelung hervorragend funktionieren kann.
Was denken Sie?
- 23 Feb 2006, 09:57 am
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