CSR - Corporate Social Responsibility

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  • Evelin Rosenfeld
    Evelin Rosenfeld    Premium Member   Group moderator
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    CSR, Global Compact und internationale Wettbewerbsfähigekeit
    Globalisierung heißt im wahrsten Worte auch "Cultural Clash" - Rahmengesetzgebung, Arbeitsbedingungen, Umweltbelange oder auch einfach das tägliche Miteinander ist in Afrika einfach anders als in Mitteleuropa.

    Unter heterogenen Bedingungen verschieben sich auch bekannte Marktmechanismen:
    Nachfrageverhalten und Wettbewerbsregeln, Produktionsbedingungen und Marktzugang sind wichtige, strategische Basisbedingungen, die immer weniger vorhersehbar und steuerbar sind.
    Wie sieht eine strategische Ausrichtung - wie sehen Steuerungsmodelle und Führungsverhalten aus angesichts verknappter Primärressourcen, massiver Friktionen auf den Arbeitsmärkten, einer Politisierung des Konsumentenverhaltens?
    Wie können die überlebenswichtigen Bindungen zu Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern gehalten und gestaltet werden, wenn strukturelle Flexibilität einen neuen Imperativ darstellt?

    Kann diese Komplexität über ein gemeinsames Wertegefüge - und daraus resultierend einem höheren individuellen Verantwortungsbewusstsein bewältigt werden?
    Könnte der Global Compact ein solches Wertegefüge sein, das international Anerkennung und Umsetzung (!) findet?

    Ich stelle mir die Frage in meinem beruflichen Kontext (Strategieberatung) immer wieder´.
    Folgende Gedanken überzeugen mich immer mehr von einer Steuerung über explizite Werte (im Sinne von KPI):

    Mit der Begegnung unterschiedlicher Kulturen begegnen sich auch unterschiedliche Wertvorstellungen, die zu managen eine neue Qualität des Leadership erfordert.

    Der Global Compact benennt zehn Grundsätze, die bestimmte (von der UNO festgelegte) Werte fairen und globalen Wirtschaftens enthalten und die eine (Mindest-)Vorgabe für Global Leadership darstellen (sollen).
    Ließt man von Menschen- und Umweltrechten, Arbeitsstandards und Antikorruption, so scheint es einem mitteleuropäischen Menschen selbstverständlich, dass diese Werte in Unternehmen und von Führungskräften geachtet und praktiziert werden.
    Leider müssen wir aber nicht erst in Entwicklungsländer gehen - sondern schlicht der Tagespresse folgen - um festzustellen, dass der europäische Unternehmensalltag weit entfernt ist davon, diese Werte sicher zu leben.
    Das Quartalsergebnis zählt in den meisten Unternehmen mehr als das Stigma der Bestechung, der Drang nach Selbstdarstellung ist auch bei uns oft noch Ursache für autoritäres oder entwertendes Führungsverhalten, Umweltverstöße kosten immer noch weniger als der Verzicht auf ein fragwürdiges Produktionsverfahren.

    Wenn das Wertegefüge des Global Compact im Sinne einer strategischen Steuerungsgröße eingesetzt würde, würden erhebliche Reputations- und Produktionsrisiken gar nicht erst entstehen. Zumal die Verantwortlichkeit für die jeweiligen Entscheidungen wesentlich konkreter zuordenbar wäre.

    Gibt es Erfahrungen hierzu?
    Ich würde mich sehr über Fallbesprechungen zu wertebasierten Ansätzen freuen!

    Beste Grüße,
    Evelin Rosenfeld

    Rosenfeld WMB - Wertebasierte ManagementBeratung
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    This post was modified on 01 Aug 2008 at 07:00 pm.