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Manfred Krautter Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Aktuelle Studie des DIW über Auswirkungen des Greenpeace-Pestizid-Projekts im Lebensmitteleinzelhandel - Kommentar aus NGO-Sicht
Kommentar und Aufruf zur Diskussion
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) veröffentlichte am 20. Mai 2009 eine Studie über die Folgen der von Greenpeace ausgelösten Einführung von privaten Lebensmittelsicherheitsstandards für Pestizidrückstände im Einzelhandel.
Bei Greenpeace Deutschland bin ich zuständig für Lebensmittel- und Chemikaliensicherheit. Hier mein Kommentar zur DIW-Studie und Vorschläge Lösung der aufgezeigten Probleme.
Ich teile die Sorge des DIW um die Lebensmittelsicherheit, den Umweltschutz und die prekäre ökonomische Lage vieler Kleinbauern. Die Kritik des DIW an privaten Qualitätsstandards im Lebensmittelhandel teile ich nicht und der vom DIW vorgeschlagene Lösungsweg mit verbindlicheren staatlichen Standards verspricht allein keinen Erfolg.
Für die Bauern ist der von den Einzelhandelsketten ausgehende Preisdruck ein weitaus größeres ökonomisches Problem, als deren Qualitätsanforderungen. Gerade eine erhöhte Nachfrage nach Qualitätslebensmitteln wie nach Fair Trade- und Bio-Standards würde für Kleinbauern in armen Ländern große Chancen eröffnen.
Die XING-Gruppe und die Studienautorinnen lade ich zu einem Dialog ein, um gemeinsam zielführende Lösungsansätze zum Nutzen von Verbrauchern, Bauern, Umwelt und Handel zu finden. Die ausführliche Kommentierung der DIW-Studie unter
http://www.manfredkrautter.de soll dafür eine Diskussionsbasis schaffen.
Manfred Krautter, 24.5.2009
Quellen:
Meinen vollständigen Kommentar finden Sie auf
http://www.manfredkrautter.de
Die DIW-Studie 20.5.09: Qualitätsstandards für Obst und Gemüse: Risiko für Kleinbauern
http://diw.de/deutsch/presse/pressemitteilungen/aktuell/2727...
- 24 May 2009, 1:08 pm
