CSR - Corporate Social Responsibility
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Dr. Thomas Salmen Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.CSR: Wer ist mein Stakeholder – und wenn ja, wie viele?
Im Zusammenhang mit CSR fällt oft der Begriff „Stakeholder“ mit einer Selbstverständlichkeit, die man vielleicht doch einmal hinterfragen sollte. Wenn Sie sich fragen „Stakeholder? Habe ich das auch – und sollte ich damit zum Doktor gehen?“, dann dürfen Sie damit gerne zu mir kommen…
Die Stakeholder eines Unternehmens sind alle die Gruppen, die Ansprüche an Ihr Unternehmen haben. Im Gegensatz zu den Shareholdern, den Anteilseignern, sind die Ansprüche der Stakeholder nicht ausschließlich finanzieller Art. „Wer kann denn alles ein Interesse an meinem Unternehmen haben? Und welcher Art können diese Ansprüche sein? Und weiter: Was bringt es mir, diese Ansprüche zu erfüllen?“ Ja, das sind die entscheidenden Fragen.
Ihre Mitarbeiter, Ihre Kunden, Ihre Zulieferer, der Staat, die Umwelt oder allgemein die Öffentlichkeit sind Stakeholder. Vielleicht gibt es im Umfeld Ihrer Unternehmenstätigkeit weitere Interessengruppen wie z.B. Berufsverbände und thematisch zugehörige Organisationen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, herauszufinden, was die Ansprüche dieser Stakeholder sind. Im Falle des Stakeholders Staat existieren gesetzliche Vorgaben, die erfüllt werden müssen, sonst werden zum Teil Strafen fällig. Was die Unternehmenskunden erwarten, kann mit Marktforschung herausgefunden werden. Inzwischen wird z.B. erwartet, dass Produkte nicht nur ihren Zweck erfüllen, sondern auch Umwelt schonend und ethisch korrekt hergestellt sind. Wer diese Anforderungen nachweislich erfüllt, kann seine Produkte besser verkaufen, als die Wettbewerber, die auf derartige Nachweise verzichten.
Bei anderen Interessengruppen sind so genannte Stakeholder-Dialoge zielführend: Unternehmens- und Interessengruppenvertreter besprechen die Anforderungen und die subjektive Wahrnehmung des Unternehmens. Welchen Nutzen es hat, die besprochenen Erwartungen zu erfüllen, ergibt sich sehr individuell.
Sich systematisch Gedanken über die eigenen Stakeholder zu machen, zeigt also Handlungsfelder auf, um vor sozialen Anfeindungen geschützt zu sein, um besser zu verkaufen – und um insgesamt gut dazustehen.
Machen Sie es gut!
Ihr
Dr. Thomas Salmen
- 14 Jul 2010, 1:33 pm
