CSR - Corporate Social Responsibility
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Susanne Boehncke Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.1. Talk im Forum: Deutsche Bank- CSR und Shareholdervalue
"Gesellschaftlich verantwortliches Handeln ist heute Voraussetzung dafür, Geschäfte machen zu können" - dieses Bekenntnis stammt von der Deutschen Bank. Erst vor wenigen Wochen war ein Expertengremium und eine unabhängige Jury im Auftrag des Manager-Magazins zum Ergebnis gekommen, die Deutsche Bank schneide in Punkto "gute Mitbürger" ganz gut ab. Auf Platz 12 waren die Banker im Rahmen eines Rankings gelandet, das Umwelt, Mitarbeiter, Gesellschaft, Transparenz und finanzielle Stärke von insgesamt 60 Unternehmen auf den Prüfstand stellte.
Seitdem jedoch Ackermann, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, in der Öffentlichkeit Gewinnmaximierung, Stellenabbau und Smartsourcing verkündet, ist das öffentliche Echo verheerend. Obwohl Branchenkenner die Strategie der Deutschen Bank verteidigen, reißt die öffentliche Kritik nicht ab. Die Ankündigung von Stellenabbau trifft den Nerv einer Gesellschaft, die bei mittlerweile 5 Mio. Arbeitslosen nicht mehr bereit ist hinzunehmen, dass Unternehmen in das Ausland abwandern und Arbeitsplätze dem Renditegedanken geopfert werden.
Ist das Issue Stellenabbau bei der Deutsche Bank eher ein kommunikatives Problem? Hat Ackermann den Geschäfts-Gedanken des gesellschaftlich verantwortlichen Handelns missachtet? Diesen und anderen Fragen werden wir heute im CSR-Talk-Forum von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr nachgehen.
Die Gäste:
Prof. Habisch ist schlechterdings "der" Experte zu CSR und Corporate Citizenship in Deutschland.
Prof. Habisch von der katholischen Universität Eichstätt ist gern gesehener Gastredner bei Veranstaltungen wie Freiheit und Verantwortung der drei Spitzenverbände BDI, DIHK und BDA . Als vielbeachteter Autor hat er das Buch "Corporate Citizenship - Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in deutschland herausgebracht."
Dr. Sam Vaseghi ist verantwortlich für Management Solutions der mit 120 Tsd. Mitarbeitern in 150 Ländern weltweit größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Das Unternehmen hatte das Ranking "Good Company" maßgeblich initiiert.
Beide Gäste waren Jury-Mitglied der jüngst vom Manager-Magazin in Auftrag gegebenen Studie "Good-Company", bei der die Deutsche Bank mit Platz 12 gut abgeschnitten hatte. Dr. Vaseghi hatte dabei das Themenfeld "Environment" im Focus, Prof. Habisch nahm die Unternehmen unter dem Aspekt "Gesellschaft"unter die Lupe.
This post was modified on 12 Dec 2007 at 08:53 pm.- 15 Feb 2005, 10:43 am
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Susanne Boehncke Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Deutsche Bank- CSR und Shareholdervalue
Guten Tag Herr Prof. Habisch und Dr. Vaseghi. Sie haben beide der Deutschen Bank im Ranking „ Good Company“ insgesamt gute Ergebnisse bescheinigt. Welche Kriterien wurden beim Ranking zugrundegelegt ?
Susanne Boehncke schrieb am 15.02.2005, 11:43:
"Gesellschaftlich verantwortliches Handeln ist heute Voraussetzung
dafür, Geschäfte machen zu können" - dieses Bekenntnis stammt von
der Deutschen Bank. Erst vor wenigen Wochen war ein Expertengremium
und eine unabhängige Jury im Auftrag des Manager-Magazins zum
Ergebnis gekommen, die Deutsche Bank schneide in Punkto "gute
Mitbürger" ganz gut ab. Auf Platz 12 waren die Banker im Rahmen eines
Rankings gelandet, das Umwelt, Mitarbeiter, Gesellschaft, Transparenz
und finanzielle Stärke von insgesamt 60 Unternehmen auf den Prüfstand
stellte.
Seitdem jedoch Ackermann, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, in
der Öffentlichkeit Gewinnmaximierung, Stellenabbau und Smartsourcing
verkündet, ist das öffentliche Echo verheerend. Obwohl Branchenkenner
die Strategie der Deutschen Bank verteidigen, reißt die öffentliche
Kritik nicht ab. Die Ankündigung von Stellenabbau trifft den Nerv
einer Gesellschaft, die bei mittlerweile 5 Mio. Arbeitslosen nicht
mehr bereit ist hinzunehmen, dass Unternehmen in das Ausland
abwandern und Arbeitsplätze dem Renditegedanken geopfert werden.
Ist das Issue Stellenabbau bei der Deutsche Bank eher ein
kommunikatives Problem? Hat Ackermann den Geschäfts-Gedanken des
gesellschaftlich verantwortlichen Handelns missachtet? Diesen und
anderen Fragen werden wir heute im CSR-Talk-Forum von 14:00 Uhr bis
16:00 Uhr nachgehen.
Die Gäste:
Prof. Habisch ist schlechterdings "der" Experte zu CSR und Corporate
Citizenship in Deutschland.
Prof. Habisch von der katholischen Universität Eichstätt ist gern
gesehener Gastredner bei Veranstaltungen wie Freiheit und
Verantwortung der drei Spitzenverbände BDI, DIHK und BDA . Als
vielbeachteter Autor hat er das Buch "Corporate Citizenship -
Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Deutschland
herausgebracht."
Dr. Sam Vaseghi ist verantwortlich für Management Solutions der mit
120 Tsd. Mitarbeitern in 150 Ländern weltweit größten
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Das Unternehmen hatte das
Ranking "Good Company" maßgeblich initiiert.
Beide Gäste waren Jury-Mitglied der jüngst vom Manager-Magazin in
Auftrag gegebenen Studie "Good-Company", bei der die Deutsche Bank
mit Platz 12 gut abgeschnitten hatte. Dr. Vaseghi hatte dabei das
Themenfeld "Environment" im Focus, Prof. Habisch nahm die Unternehmen
unter dem Aspekt "Gesellschaft"unter die Lupe.
This post was modified on 14 Mar 2005 at 03:53 pm.- 15 Feb 2005, 1:01 pm
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Dr. Sam Vaseghi(not a XING member)Re^2: Deutsche Bank- CSR und Shareholdervalue
Ich bin nicht so der Überzeugung, dass die Deutsche Bank in unserem Ranking insgesamt gute Ergebnisse bescheinigt. Leider muss ich das so unterstreichen, man muss sich die weltweite Verwicklung der Deutschen Bank in den globalen sozialen Geflecht vor den Augen halten und die Dimension, Stärke und Tragweite der Deutschen Bank als Global Player, dann muss man noch ein Auge darauf werfen, dass sie in den letzten Jahren im Zuge vieler organisatorischer Umbrüche, die heutzutage weniger zu Ausnahmen sondern zur allgemeinen taktischen Handlungs-Repertoire der global agierenden Unternehmen gehören und selbstverständlich sind, lediglich 65% erreicht hat. Ich stimme zu, dass dies sich nicht weit von den besseren Zahlen von RBS (67%) und Barclays (65%) bewegt, aber ein guter Schnitt ist das wirklich aus der Sicht des mitdenkenden Bürgers und der Stakeholder definitiv nicht! Und symptomatisch ist es dass gerade in Sachen CSR wieder die Anglo-Banken doch die Nase vor den Deutschen haben, ich möchte gerne prüfen wie etwa in einem ähnlichen Ranking die citibank abschneiden könnte?
Susanne Boehncke schrieb am 15/02/2005, 2:01 pm:
Guten Tag Herr Prof. Habisch und Dr. Vaseghi:. Sie haben beide der Deutschen Bank im Ranking „ Good Company“ insgesamt gute Ergebnisse bescheinigt. Welche Kriterien wurden beim Ranking zugrundegelegt ?
Susanne Boehncke schrieb am 15.02.2005, 11:43:
"Gesellschaftlich verantwortliches Handeln ist heute Voraussetzung dafür, Geschäfte machen zu können" - dieses Bekenntnis stammt von der Deutschen Bank. Erst vor wenigen Wochen war ein Expertengremium und eine unabhängige Jury im Auftrag des Manager-Magazins zum Ergebnis gekommen, die Deutsche Bank schneide in Punkto "gute Mitbürger" ganz gut ab. Auf Platz 12 waren die Banker im Rahmen eines Rankings gelandet, das Umwelt, Mitarbeiter, Gesellschaft, Transparenz und finanzielle Stärke von insgesamt 60 Unternehmen auf den Prüfstand stellte. Seitdem jedoch Ackermann, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, in der Öffentlichkeit Gewinnmaximierung, Stellenabbau und Smartsourcing verkündet, ist das öffentliche Echo verheerend. Obwohl Branchenkenner die Strategie der Deutschen Bank verteidigen, reißt die öffentliche Kritik nicht ab. Die Ankündigung von Stellenabbau trifft den Nerv einer Gesellschaft, die bei mittlerweile 5 Mio. Arbeitslosen nicht mehr bereit ist hinzunehmen, dass Unternehmen in das Ausland abwandern und Arbeitsplätze dem Renditegedanken geopfert werden.
Ist das Issue Stellenabbau bei der Deutsche Bank eher ein kommunikatives Problem? Hat Ackermann den Geschäfts-Gedanken des gesellschaftlich verantwortlichen Handelns missachtet? Diesen und anderen Fragen werden wir heute im CSR-Talk-Forum von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr nachgehen. Die Gäste: Prof. Habisch ist schlechterdings "der" Experte zu CSR und Corporate Citizenship in Deutschland.
Prof. Habisch von der katholischen Universität Eichstätt ist gern gesehener Gastredner bei Veranstaltungen wie Freiheit und Verantwortung der drei Spitzenverbände BDI, DIHK und BDA . Als vielbeachteter Autor hat er das Buch "Corporate Citizenship - Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in deutschland herausgebracht."
Dr. Sam Vaseghi ist verantwortlich für Management Solutions der mit 120 Tsd. Mitarbeitern in 150 Ländern weltweit größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Das Unternehmen hatte das Ranking "Good Company" maßgeblich initiiert. Beide Gäste waren Jury-Mitglied der jüngst vom Manager-Magazin in Auftrag gegebenen Studie "Good-Company", bei der die Deutsche Bank mit Platz 12 gut abgeschnitten hatte. Dr. Vaseghi hatte dabei das Themenfeld "Environment" im Focus, Prof. Habisch nahm die Unternehmen unter dem Aspekt "Gesellschaft"unter die Lupe.
- 15 Feb 2005, 1:02 pm
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Dr. Sam Vaseghi(not a XING member)Re^3: Deutsche Bank- CSR und Shareholdervalue
Ich möchte nocheinmal auf Ihre Frage welche Kriterien berücksichtigt worden zurück. Bei der Deuscthen Bank drückt ja der Schuh, in Sachen CSR, bei der Transparenz und bei der Finanz-Performance. Hinsichtlich Transparenz haben wir verschiedene interne und externe Kommunikationsfaktoren herangezogen. Bei der Finanzstärke ging es allgemein um Ebit-Marge Total Shareholder Return, Wachstum und Volatilität des Cashflows.
- 15 Feb 2005, 1:13 pm
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Susanne Boehncke Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Deutsche Bank- CSR und Shareholdervalue
Prof. Habisch, Sie sagen, wer Gutes tut, der profitiert auch davon. Wie ist das zu verstehen ?
- 15 Feb 2005, 1:30 pm
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Prof. Dr. André HabischThe company name is only visible to registered members.Re^3: Deutsche Bank- CSR und Shareholdervalue
Gesellschaftliches Engagement und CSR ganz allgemein macht nur als win-win-Szenario Sinn. Das heisst, dass es so in die Unternehmen implementiert ist, dass damit zugleich kritische Erfolgsfaktoren gestärkt werden. Dies umfasst:
- Motivation der Mitarbeiter und Bindung an das Unternehmen
- Stärkung der Marke
- Zugang zu wichtigen Informationen
- Aufbau von Netzwerken zu anderen gesellschaftlichen Kräften etc.
Die Professionalität des CSR-Mangagements entscheidet darüber, inwiefern solche win-win-Potenziale gehoben werden und die Unternehmen damit nachhaltig von ihrem Engagement profitieren. Das ist - auch unternehmensintern - die Voraussetzung für ein nachhaltiges Engagement - d.h. eines, das auch einen Wechsel im Management 'überlebt'.
Susanne Boehncke schrieb am 15.02.2005, 14:30:
Prof. Habisch, Sie sagen, wer Gutes tut, der profitiert auch davon. Wie ist das zu verstehen ?
- 15 Feb 2005, 1:34 pm
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Susanne Boehncke Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^4: Deutsche Bank- CSR und Shareholdervalue
Um beim Beispiel Mitarbeiter zu bleiben: Herr Dr. Vaseghi, Sie betrachten Unternehmen aus der Perspektive seiner Umgebung. Welche gesellschaftliche Rolle spielt ein Unternehmen ?
This post was modified on 14 Mar 2005 at 03:55 pm.- 15 Feb 2005, 1:38 pm
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Dr. Sam Vaseghi(not a XING member)Re^5: Deutsche Bank- CSR und Shareholdervalue
Die Rolle des Unternehmens in der Gesellschaft besitzt keine Formel, ich meine die Rolle des Bürgers als solches besitzt auch keine Formel. Im Zentrum des unternehmerischen Denkens und Handelns stehen die betriebswirtschaftlichen und marktrelevanten Ziele des Unternehmens, diese müssen strategisch verankert sein, um diese Ziele voranzutreiben, und zwar nachhaltig und langfristig, Bedarf es einer klaren Planung, die wegweisend ist, eine Business Roadmap, das ist eigentlich nichts neues, und erfolgreich sind schließlich in einem demokratischen Umfeld die Unternehmen, die es verstehen die Ansprüche ihrer Stakeholder angemessen und ausgewogen umzusetzen: Shareholder, Kunden, die Bandbreite gesellschaftlicher Instanzen, der Mensch, die Natur usw. es geht hier um eine ganzheitliche Denke zur nachhaltigen Wertsteigerung mit all ihren gesellschaftlichen, natürlichen und Umweltrelevanten Verknüpfungen. Wir haben in den vielen Jahren gelernt, dass nur auf diese Weise eine Geschäftsorientierte Nachhaltigkeit gewährleistet wird. Es liegt bei den Unternehmen selbst CSR, aligned mit ihrer Unternehmensstrategie und Zielsetzungen, zu einem USP zu machen für den Benefit aller Parteien also auch dem Menschen und der Natur.
- 15 Feb 2005, 1:43 pm
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Harald LangThe company name is only visible to registered members.Re^4: Deutsche Bank- CSR und Shareholdervalue
Was meinen Sie genau mit "internen und externen Kommunikationsfaktoren"? Meinen Sie damit eine CSR Report?
Dr. Sam Vaseghi schrieb am 15/02/2005, 2:13 pm:
Ich möchte nocheinmal auf Ihre Frage welche Kriterien berücksichtigt worden zurück. Bei der Deuscthen Bank drückt ja der Schuh, in Sachen CSR, bei der Transparenz und bei der Finanz-Performance. Hinsichtlich Transparenz haben wir verschiedene interne und externe Kommunikationsfaktoren herangezogen. Bei der Finanzstärke ging es allgemein um Ebit-Marge Total Shareholder Return, Wachstum und Volatilität des Cashflows.
- 15 Feb 2005, 1:45 pm
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Susanne Boehncke Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^6: Deutsche Bank- CSR und Shareholdervalue
Meiner Kenntnis nach hat bisher noch kein Ökonom eine win-win Situation evaluiert. Korrigieren Sie mich, wenn das nicht stimmt.
Nun aber noch einmal zurück zum Thema Deutsche Bank. Das öffentliche Echo auf Herrn Ackermanns Gewinnankündigung auf 2,5 Milliarden Euro bei gleichzeitigem Stellenabbau von 6400 Stellen hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Branchenkenner verteidigen dagegen die Strategie der Deutschen Bank. Ist das öffentliche Echo berechtigt, ist es unglaubwürdiges Moralin oder reden wir damit an den wirklich interessanten Themen zur Bewältigung gesellschaftlicher Verantwortung vorbei ?
- 15 Feb 2005, 1:47 pm
