CSR - Corporate Social Responsibility

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  • Susanne Boehncke
    Susanne Boehncke    Premium Member   Group moderator
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    2. Talk im Forum: Soziale Kapitalisten – Vorbilder für eine gerechte Wirtschaft
    Sind deutsche Unternehmer hoffnungslose Idealisten oder zuallererst Kapitalisten? Während der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Milton Friedmann Ende der 70iger noch propagierte, dass ein Unternehmen in erster Linie dafür verantwortlich ist, seinen Gewinn zu maximieren, häuft sich in den letzten Jahren der Anteil von Unternehmen, die mit ihren Nachhaltigkeitsberichten offensiv an die Öffentlichkeit herantreten oder – wie zuletzt die Bayer AG - Preise für ihr gesellschaftliches Engagement entgegennehmen dürfen. Im Sinne der sozialen Marktwirtschaft verstehen sich Wirtschaftsunternehmen also auch als tragendes Element einer aktiven Bürgergesellschaft.

    Ist ein Unternehmen frei, darüber die Entscheidung zu treffen, dass Profit nicht immer an der ersten Stelle stehen muss? Diesen und anderen Fragen werden wir im 2. CSR-Talk-Forum nachgehen.
    Diesmal ist unser Gesprächspartner der taz Redakteur und Autor Hannes Koch. Er hat 10 Unternehmen unter die Lupe genommen. „Soziale Kapitalisten“, so Koch, „erwirtschaften Gewinn auf sozial- und umweltverträgliche Weise. Sie liefern moralischen Mehrwert und widersprechen dem liberalen Zerrbild der wertfreien Wirtschaft. Diese Unternehmer und Unternehmerinnen sind Vorbilder für eine neue Form der Sozialen Marktwirtschaft.“.
    Seien Sie dabei: am 12.12.07 in der Zeit von 21:30 Uhr bis 22:30 Uhr
    This post was modified on 12 Dec 2007 at 08:52 pm.
  • Susanne Boehncke
    Susanne Boehncke    Premium Member   Group moderator
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    Re: 2. Talk im Forum: Soziale Kapitalisten – Vorbilder für eine gerechte Wirtschaft
    Guten Abend liebe CSR Mitglieder, guten Abend Herr Koch. Ich freue mich, dass Sie heute Gast unserers Forums sind.
    Aus ganz aktuellem Anlass: Auf der gestrigen Jahrestagung des Arbeitgeberverbands appellierte dessen Präsident Dieter Hundt für eine Ethik der Verantwortung als Sperre gegen Kontrollverlust und Maßlosigkeit. Kann dies als Kritik gegen schwarze Schafe unter Managern. gedeutet werden ? Schließlich schadet die Debatte über überhöhte Managergehälter und Abfindungen der Glaubwürdigkeit der Wirtschaft.
  • Hannes Koch
    Hannes Koch
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    Re^2: 2. Talk im Forum: Soziale Kapitalisten – Vorbilder für eine gerechte Wirtschaft
    Guten Abend, Frau Boehncke! Ja, ich denke, dass die Botschaft auch bei den Spitzen der Wirtschaft allmählich ankommt. Eine Umfrage von Forsa im Auftrag des Stern hat gerade ergeben, dass 70 Prozent der Bundesbürger befürworten, Managergehälter zu deckeln. Das zeigt: Offenbar haben nicht wenige Unternehmen überzogen und das Gerechtigkeitsempfinden breiter Bevölkerungsschichten verletzt. Siemens etwa ließ seine Handysparte pleitegehen, während der Vorstand mit der Erhöhung seiner eigenen Gehälter ordentlich zulangte. Dies ist möglich, weil vielen Managern die Sensibilität dafür fehlt, was „Unternehmensverantwortung“ bedeuten könnte.
  • Susanne Boehncke
    Susanne Boehncke    Premium Member   Group moderator
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    Re^3: 2. Talk im Forum: Soziale Kapitalisten – Vorbilder für eine gerechte Wirtschaft
    Sie porträtieren zehn Unternehmer. Was macht diese zu „sozialen Kapitalisten“?
  • Hannes Koch
    Hannes Koch
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    Re^4: 2. Talk im Forum: Soziale Kapitalisten – Vorbilder für eine gerechte Wirtschaft
    Ich will zeigen, dass die Wirtschaft nicht nur aus Heuschrecken besteht. Zum Glück gibt es einige Unternehmen, die ihre Beschäftigten fair behandeln und mit der Umwelt vernünftig umgehen. Diese guten Beispiele kann man nutzen, um Druck auf diejenigen Firmen auszuüben, die es noch nicht tun.
  • Susanne Boehncke
    Susanne Boehncke    Premium Member   Group moderator
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    Re^5: 2. Talk im Forum: Soziale Kapitalisten – Vorbilder für eine gerechte Wirtschaft
    Sie haben Unternehmen unter die Lupe genommen. Welchen Firmen haben Sie untersucht?
  • Hannes Koch
    Hannes Koch
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    Re^6: 2. Talk im Forum: Soziale Kapitalisten – Vorbilder für eine gerechte Wirtschaft
    Zehn Unternehmen habe ich mir genau angesehen. Zum Beispiel die Solarfirma SMA aus Kassel. Der Eigentümer Günther Cramer bezeichnet seinen Betrieb als „Unternehmen ohne Angst“. Fehler der Beschäftigten hält er unvermeidbar. Seine Angestellten können ihre Arbeit weitgehend selbst organisieren, und sie erhalten am Ende jeden Jahres eine Gewinnbeteiligung, manchmal drei Monatsgehälter extra. Götz Werner, Inhaber der Drogeriekette dm betreibt kein Lohndumping – im Gegensatz zu Schlecker. Bei dm können die Beschäftigten sicher sein, dass sie nach Tarif bezahlt werden, und noch etwas oben drauf bekommen. Michael Otto, Eigentümer des Otto Versands, hat eine Organisation gegründet, die Kinderarbeit in China und Indien verhindern will. Ähnliche Beispiele sind Faber-Castell, Ritter Sport oder Henkel.
  • Susanne Boehncke
    Susanne Boehncke    Premium Member   Group moderator
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    Re^7: 2. Talk im Forum: Soziale Kapitalisten – Vorbilder für eine gerechte Wirtschaft
    Was waren Ihre Kriterien für die Auswahl der zehn Beispiele?
  • Hannes Koch
    Hannes Koch
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    Re^8: 2. Talk im Forum: Soziale Kapitalisten – Vorbilder für eine gerechte Wirtschaft
    Die Unternehmen müssen mit ihren Beschäftigten und der Umwelt eindeutig besser umgehen, als die Masse der Firmen. Sie müssen Vorreiter sein für eine besondere unternehmerische Verantwortung.
  • Susanne Boehncke