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Dr. Ralf ReschThe company name is only visible to registered members.Am 22.7. las ich auf Spiegel online (der wiederum das Handelsblatt zitiert), dass der Ex-Ministerpräsident von BW, Herr Mappus, einen Wechsel in die Wirtschaft plant:25 Jul 2011, 3:55 pmEx-Politiker in die Wirtschaft?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,775908,0...
Die Fa. Merck ist demnach Mappus' erste Wahl. Interessant ist vor allem die Begründung des Unternehmens: Indem man Top-Politikern einen guten Posten in der Wirtschaft gebe, erleichtere man qualifizierten Menschen die Entscheidung, Politik zu betreiben - schließlich hätten sie auch für die Zeit danach eine Perspektive.
Es geht hier nicht um die "geschmäcklerischen" Wechsel von Politikern unter Ausnutzung ihrer bisherigen Verbindungen (Pharma, Energie und Automobilbranche waren dafür dankbare Empfänger) oder um die Beschäftigung in Sport- oder Wohltätigkeitsorganisationen, die wohl der Vermeidung des "Pappa ante Portas"-Syndroms dienen. Herr Mappus soll in Südamerika eingesetzt werden. Herr Koch wurde Chef von Bilfinger&Berger, auch Herr Althaus ist in der Wirtschaft tätig.
Da stellen sich mir einige Fragen:
- Verhalten sich Politiker anders (wie?), wenn sie eine solche Perspektive haben?
- Will man ausgestrahlte Politiker end- oder nur zwischenlagern?
- Welche Chancen hätte es da in der Vergangenheit gegeben - denken wir nur an den Transrapid-Experten "Ah-"dmund Stoiber - der hätte sich sicher als Bahnchef geeignet. Wie wäre er dann mit Stuttgart 21 umgegangen?
- Welche Chancen bieten sich aktuell? Könnte vielleicht, wie ein Freund bemerkte, KTG sein Sabbatical verkürzen und als Kommunikationschef eines deutschen Konzerns anheuern? Oder Silvana "nie da" Koch-Mehrin als Forschungsdirektorin?
- Und in die Zukunft gedacht: in welches Abklingbecken passt Frau Merkel nach 2013 am besten?
- Welche Wechsel wären andersherum denkbar?
So viele Fragen ...
This post was modified on 26 Jul 2011 at 12:28 pm.
