CSR Professional

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  • Achim Halfmann
    Achim Halfmann    Premium Member   Group moderator
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    Die nach eigenen Worten internationale, unabhängige und selbständige Brand-Marketing-Organisation GREEN BRANDS mit Hauptsitz auf der „grünen Insel“ Irland (dort ließen sich allerdings keine Aktivitäten feststellen) kommt aus Österreich nach Deutschland. Sie will mit dem GREEN BRANDS-Gütesiegel „grüne“ Marken des täglichen Lebens ehren. Unternehmen verspricht sie eine bessere Reputation bei Kunden und den Beweis für umweltbewusste und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen gegenüber der Gesellschaft. Primär will GREEN BRANDS dabei kein neues Label sein, sondern eine Auszeichnung für nachhaltige Unternehmen und zukünftig eine Dachmarke. Die Kosten für Validierung/Zertifizierung beginnen bei 200 Euro und für ausgezeichnete Marken bei 1.500 Euro. Sie reichen bis zu 15.000 Euro für Großkonzerne.

    Hier stellt sich GREEN BRANDS vor: http://www.green-brands.org/

    Über das neue Label bzw. die neue Auszeichnung, die in Deutschland Fuß fassen will, wollen wir auf CSR NEWS berichten. Deshalb stoßen wir folgende Diskussion an:

    Gibt es bereits Erfahrungen mit GREEN BRANDS?
    Sind das System und die Idee attraktiv?
    Brauchen wir das neue Label bzw. die neue Auszeichnung?

    Diskutieren Sie mit uns! Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!
  • Jens-Uwe Richter
    Jens-Uwe Richter    Premium Member   Group moderator
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    "umweltbewusste und nachhaltige Produkte" - da stellt sich die Frage, wie hier NACHHALTIG gesehen wird - tatsächlich als triple bottom line mit der Balance aus Ökonomie, Ökologie UND Soziales? oder wird Nachhaltigkeit wieder nur mit Umwelt in Verbindung gesetzt, wenn tatsächlich der gesamte nachhaltige Ansatz mit dem Siegel dokumentiert werden soll, finde ich ihn interessant - viele Grüße aus dem schönen Sachsenland von INUR e.V.
  • Daniel Gerber
    Daniel Gerber    Premium Member
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    Es ist doch erschreckend zu beobachten, wie wir global mit immer mehr Labels konfrontiert sind. Wenn all die Millionen (Milliarden?), welche wir in Green Brands investieren, zur Projektfinanzierung genutzt werden, dann hat das Geld wenigstens etwas bewirkt.

    Wo soll das hinführen? Heute kann (muss) beispielsweise ein Hotel mit einem breiten Angeboten aus einer Fülle von mehr als 300 zertifizierbaren Labels auswählen.

    Ich hoffe auf mehr nachhaltiges Handeln und denke, dass vor allem eine saubere Berichterstattung (GRI-konform) von allen Unternehmen einzufordern ist.
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  • Achim Halfmann
    Achim Halfmann    Premium Member   Group moderator
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    Ich meine: Wir haben zu viele Siegel und Nachhaltigkeitspreise - und zu viele Luftnummern darunter. Wir brauchen nicht zuerst weitere solcher Anerkennungen, sondern eine Qualitätsdiskussion. Es kann nur im Sinne der Unternehmen und NGOs sein, verbraucherorientierte Informationen übersichtlich zu gestalten.

    Ein Siegel für alles tut es sicher nicht: Die Herausforderungen verantwortungsvoller Unternehmensführung unterscheiden sich nach Branchen deutlich. Zwischen Holz und Fisch liegen eben doch Welten. Skeptisch bin ich deshalb bei einem allumfassenden Siegel.

    Nicht nur bei Green Brands weckt das PR-Versprechen bei mir Misstrauen. Ja, ein Nachhaltigkeitssiegel soll die Verkaufsentscheidungen nachhaltigkeitsorientierter Verbraucher lenken - und das werden immer mehr. Aber zuerst muss die Produkt- oder Dienstleistungsqualität entsprechenden Maßstäben entsprechen.

    Bei Green Brands leuchtet mir (noch) nicht ein, wie das dreistufige Verfahren für Qualität bürgen soll. Zwei Worte unter CSR-Experten: Wie (wenig) Jurys für Qualität garantieren wissen all diejenigen unter uns, die schon einmal in einer solchen mitgearbeitet haben. Und warum eine Nominierung am Anfang für Qualität sorgen soll (zumal das Unternehmen am Ende zahlt), verstehe ich auch nicht.

    Skeptisch hat mich gemacht, dass Green Brands damit wirbt, von der „grünen Insel“ Irland zu kommen. Wenn ich es recht sehe, ist es dort lediglich als Limited registriert - und konnte sich so mit minimalem Stammkapital gründen. Das reicht aber nicht, damit die grüne Insel abfärbt.

    Bei CSR NEWS wird ein Kollege zu Green Brands berichten. Ich bin selbst gespannt darauf.
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