CSR Professional

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  • Achim Halfmann
    Achim Halfmann    Premium Member   Group moderator
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    Nach dem Bombenanschlag und dem Massaker mit insgesamt 77 Toten in Norwegen verbannt die dortige Einzelhandelskette Coop Norge mehrere gewaltverherrlichende Computerspiele aus ihrem Angebot. Offensichtlich hatte der Attentäter Anders Behring Breivik die Spiele "World of Warcraft" und "Call of Duty - Modern Warfare" zur Vorbereitung seiner Taten benutzte. In seinem im Internet veröffentlichten, rund 1.500 Seiten umfassenden Manifest hatte er beide Spiele erwähnt.

    Im deutschsprachigen Internet überschlagen sich die Angebote an Kriegsspielen. Geworben wird mit Sprüchen wie „kostenlose Online Ballerspiele gratis ballern“. Und auch Electronic Arts (EA) – der weltgrößte Entwickler und Herausgeber von Computer- und Videospielen mit einem erwarteten Jahresumsatz von etwa vier Milliarden Dollar und einem Marktanteil von etwa 25 Prozent auf den nordamerikanischen und europäischen Märkten – bietet zum Beispiel mit seiner Battlefield-Reihe reichlich Munition für Schießwütige.

    Diskutieren Sie mit:

    Brauchen wir eine Neubewertung der gesellschaftlichen Bedeutung von Kriegsspielen?
    Was könnte Corporate Social Responsibility für Unternehmen wie Electronic Arts bedeuten?
    Liegt das Problem zuerst in der Gesellschaft, die Kriegsspiele eben stark nachfragt?
    Oder brauchen wir gesetzgeberische Initiativen?

    Wir freuen uns über Ihren Beitrag!
  • Florian Janisch
    Florian Janisch    Premium Member   Group moderator
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    Alter, aber immer noch zutreffend, wenn es um die sogenannten Killerspiele geht: http://www.zeit.de/online/2009/12/killerspiele-verbot-winnen...


    Es wird oft nur schnell nach einem "Sündenbock" gesucht und in der Regel sucht man sich die kleinste Gegenpartei aus. Wenn man Computerspiele in die Diskussion aufnimmt, dann sollte auch über Filme oder sogar Bücher nachgedacht werden, dafür ist aber die Lobby zu groß.

    Ich denke, dass so eine Tat nicht durch ein Spiel ausgelöst wird. Es mag sein, dass es auch seinen teil dazu beigetragen hat, aber es dafür verantwortlich zu machen halt ich für falsch.
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  • Timm Helten
    Timm Helten    Premium Member
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    Oh Gott. Jetzt geht die Diskussion Computerspiele und Gewalt wieder los. Muss das hier sein? Schon der Begriff "Gewaltspiele" ist absolut pauschalisierend und nicht zutreffend. Mal wieder wird ein Sündenbock gesucht. Das Thema wurde schon zigmal in der Medienpädagogik durchgekaut. Die Wirkungsforschung ist überholt. Computerspiele sind nicht die Ursache für solche grauenvollen Taten. Wollte Norwegen nicht (noch) liberaler werden als Antwort auf den Anschlag? Mit einer Indiszierung von Spielen zeigt man das genaue Gegenteil. Hauptsache man findet schnell einen Schuldigen, so dass man die wirklichen Ursachen (meistens gesellschaftlicher/sozialer Art) nicht bearbeiten muss.

    WoW hat übrigens überhaupt nichts, gar nichts, mit den sogenannten "Shootern" zu tun. WoW ist ein Massive Multiplayer Online Role Playing Game und spielt in einer Fantasy-Welt. Ziel ist es, mit anderen Menschen zusammen zu spielen und Aufgaben zu erledigen. Teilweise müssen bis zu 40 Spieler koordiniert werden, um bestimmte Instanzen und Gegner zu knacken. Eine logistische und organisatorische Höchstleistung. Vielleicht hat der Attentäter dadurch seine Kompetenzen verbessert. Wer weiß?! WoW hat über 12 Millionen Abonnenten. Klar, dass darunter auch Menschen sind, die eine Psychose haben oder kriminell sind. Muss man deswegen das Spiel vom Markt nehmen? Skat hat er vielleicht auch gespielt. Oder eine bestimmte Automarke gefahren. Soll man das auch alles verbieten? Spiele sind immer auch ein Spiegel der Gesellschaft. Und da spielt Macht, Gewalt, Eroberung, Erledigung etc. eine wichtige Rolle. Kann man Firmen wie EA deswegen anklagen, dass sie diese Elemente und Themen mit in Spiele aufnehmen? Dann müsste man auch viele Filme und Bücher verbieten. Natürlich kommt es darauf an, wie man kritische Inhalte vermittelt und inszeniert. Da hat EA schon öfters bewusst für Werbezwecke provoziert.
  • Elke Schlegel
    Elke Schlegel    Premium Member
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    ...Spiele sind immer auch ein Spiegel der Gesellschaft. Und da spielt Macht, Gewalt, Eroberung, Erledigung etc. eine wichtige Rolle..
    ... die Rolle spielt dabei wohl hauptsächlich eine Wirtschaft, der es egal ist womit sie ihr Geld verdient und die sich an dem Erlebnishunger der Jugendlichen bedient, bedeutsam zu sein...gruselig... ..Ich bin mit der Regel aufgewachsen: Das schwächste Glied zu schützen..und es ist geradezu pervers, dass in vielen Spielen, diejenigen die meisten Punkte bekommen, die Ihren Gegner von Hinten erledigen..mit diesen "Regeln" wachsen unsere Kinder auf...mhm..wer kann das wollen?..In Amsterdam gibt es bereits Sreetworker für computersuchtgefährderte Kinder...und aus der Neurobiologie wissen wir, dass das menschliche Gehirn, keinen Unterschied kennt, zwischen "so tun als ob" Ich halte diese Diskussion..bei Gott..für sehr wichtig und zukunftsweisend.
  • Achim Halfmann
    Achim Halfmann    Premium Member   Group moderator
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    04 Aug 2011, 09:45 am
    Electronic Arts (EA)
    Heute sind wir bei CSR NEWS mit einem Bericht zur gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung von EA herausgekommen:

    http://csr-news.net/main/2011/08/04/ea/
  • Timm Helten
    Timm Helten    Premium Member
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