D2D elektronische integrierte Patientenversorgung D2D
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Jürgen Leinmüller Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Prozessmanagement im Krankenhaus
Die Technik als Lösung - wir brauchen im Krankenhaus "nur" die Patientendaten besser zusammenschalten, Informationen über die Patienten besser verfügbar machen und der Weg aus der Krise der Krankenhäuser ist vorgezeichnet...Irgendwie kommt mir das doch sehr bekannt vor. Mit der gleichen Logik wurden Unternehmen (fast aller Branchen) technisch optimiert, haben große Summen in neue Techniken investiert und sind doch nicht besser geworden! ich befürchte, dass diese Gefahr im Gesundheitswesen genauso besteht, wenn der Focus vorallem auf eine technologische Optimierung gelegt wird.
Was ist mit dem Problem der "Gewaltenteilung" im Krankenhaus zwischen ärztlicher Leitung, Pflegedienst und Verwaltung?
Wer ist für einen Patienten wirklich verantwortlich?
Wie reibungslos laufen die internen Prozesse wirklich ab?
Wie behält der Patient noch den Überblick, was mit ihm geschieht und wer hilft ihm dabei?
Ohne eine vernünftige organisatorische Antwort auf diese Fragen, die ebenso auf die besonderen "Machtverhältnisse" im Krankenhaus zwischen den Ärzten und der Pflege bzw. Verwaltung aber auch unter den Ärzten selbst einschließt, wird auch die elektronische Vernetzung lange nicht die Erfolge bringen, die jetzt so mancher Anbieter verspricht. Um Veränderung dauerhaft erfolgreich zu gestalten bedarf es aus meiner Sicht sehr wohl einer verbesserten technischen Unterstützung aber zuerst sollte in den Krankenhäusern und Arztpraxen über deren konkrete Leistungen und wie sie heute erbracht werden nachgedacht werden - ich glaube, da läßt sich viel optimieren ohne dass sofort große Summen in eine neue Technologie investiert werden müssen, das muss zwar sicher auch sein, aber eben erst nachdem man sich über ein paar andere Fragen Gedanken gemacht hat.
- 08 Feb 2005, 9:31 pm
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Tatjana FeessThe company name is only visible to registered members.Re: Prozessmanagement im Krankenhaus
Die Gewaltentrennung ist in der Tat eine "Schattengestalt", die viele technologische Fortschritte im klinischen Umfeld erst gar nicht zuläßt oder zumindest verzögert, nicht selten eben mit dem Argument: "Der Patient soll immer im Fokus aller Prozesse stehen und nicht die Technologie" Dabei bewegt sich die Disskussion oft am Abgrund von eklatanten Widersprüchen und es scheint niemandem ernsthaft zu beunruhigen, dass der Patien dabei nicht mal ein Hauch von einer Chance bekommt von dem technologischen Fortschritt zu profitieren
- 13 Jun 2006, 10:27 pm
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Hanns A. Michel Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^2: Prozessmanagement im Krankenhaus
Bei dem PM sehe ich für alle Krankenhäuser Nachholbedarf, um Einsparpotentiale zu realisieren. Ein Schwerpunkt liegt sicherlich in der Erarbeitung und Realisierung von klinischen Behandlungspfaden; ebenso wichtig ist aber die Prozessgestaltung für administrative Prozesse im Bereich der Versorgungslogistik, des Beschaffungswesens, der Finanzbuchhaltung und des Rechnungswesens. Ähnliches gilt aber auch für die Abteilung Technik/Medizintechnik sowie die
Prozessgestaltung in den Ambulanzen und Funktionsbereichen wie OP, Labor, Radiologie, Krankengymnastik, Physikalische Therapie, u.a.
Die Entwicklung einer strategischen Prozessoptimierung basiert generell auf einer Analyse der Ist-Prozesse, der Leistungen und Funktionen der einzelnen Berufgruppen sowie der Organisationsstruktur mit den organisatorischen Schnittstellen zur vorhandenen bzw. geplanten IT-Lösung.
Andererseits ist sicherlich die u.U. berufspolitisch gewollte Trennung von ärztlichem und pflegerischem Tätigkeitsprofil
ein Hemmschuh zur Optimierung des "Services" und damit der Prozesse für die Patienten.
- 14 Jun 2006, 11:50 am
