DMS - Dokumentenmanagement

DMS - Dokumentenmanagement

Posts 1-3 of 3
  • Jens Büscher
    Jens Büscher    Premium Member
    The company name is only visible to registered members.
    Welches Lizenzmodell für DMS Systeme favorisieren Sie?
    Ein Hallo in diese Gruppe!

    Ich würde mich gerne für eine Diskussion interessieren, welche Lizenzmodelle für Kunden zu DMS/ECM Produkten im unteren Mittelstand am interessantesten erscheinen.

    Anbieter müssen in irgendeiner Form die Mitarbeiter bezahlen, also provitabel verkaufen. Aber welches Modell ist das Beste für die Kunden? Für welches Modell würden Sie sich als Kunde am ehesten entscheiden?

    a) OpenSource = Keine Einstiegskosten, dafür ggf. hoher Beratungs- und Umsetzungsaufwand sowie Support

    b) Klassische Lizenz = Hohe Einstiegskosten durch Basislizenz pro User und geringere Folgekosten mit einem Update- und Supportvertrag

    c) Monats/Jahreslizenz = Keine Einstiegskosten, dafür aber monatliche, gestaffelte Beträge für Benutzerlizenzen (dauerhaft aber damit teurer als andere Lösungen)

    d) Volumenlizenz = Geringe Einstiegskosten, keine Berechnung der Benutzerlizenzen, sondern nach gespeichertem Datenvolumen oder Dateimengen (quasi Cloud Computing Variante)

    Was ist für Sie als Unternehmen die bessere Wahl? Welche Vorschläge hätten Sie an Anbieter, ein für Sie gerechteres(?) Entlohnungsmodell?

    Was haben Sie vielleicht als Anbieter für gute Erfahrungen mit Lösungsmodellen gemacht?

    Viele Grüße aus dem sonnigen Oldenburg

    Jens Büscher
    http://www.amagno.de
  • Joerg Moeger
    Joerg Moeger    Premium Member
    The company name is only visible to registered members.
    Re: Welches Lizenzmodell für DMS Systeme favorisieren Sie?
    Hallo,

    eine interessante Frage. Hier werden wohl bald heiße Diskussionen stattfinden. Meiner Meinung nach haben alle Lizenzmodelle ihre Berechtigung. Aber......

    Ist mir als Kunde klar was ich möchte oder noch besser was ich benötige?

    Jemand der den ersten Einstieg in das doch recht große Thema DMS/ECM sucht, um Erfahrungen zu sammeln, sollte sich dann Lösungen suchen, bei denen die Einstiegskosten gering sind. Ist die ausgewählte Lösung nicht das Richtige, so kann man ohne großen Verlust sich was neues suchen. Nur wer hat Zeit etwas zu testen? Meistens benötigt man eine konkrete Lösung für die eigenen Anforderungen. Dann bestimmt das Lizenzmodell der Lösungsanbieter. Denn günstig ist nicht immer mit gut gleichzusetzen. Oft sind es dann Kosten die mit der ncähsten Lösung doch wieder von vorne anfallen.

    Für Anbieter einer neuen Lösung stellt sich natürlich die Frage, welche Klientel man ansprechen möchte. Für kleine Unternehmen oder Branchen, welche Speziallösungen erfordern kann es Sinn machen, solche Softwaresysteme für kleines Geld zu mieten. Sollen große Unternehmen angesprochen werden, wird hier wohl eher auf die Folgekosten geschaut, da in diesen Bereichen die Anforderungen ganz klar definiert sind.

    Jetzt gibt es natürlich auch diejenigen die dies ganz anders sehen und dies auch entsprechend argumentieren können, und mit dieser Argumentation auch Recht haben. Schauen wir uns doch nur mal die Lizenzpolitik bei Microsoft an. Was es hier an Varianten gibt, und in welchen Zyklen diese Preismodelle verworfen und wieder neu aufgenommen werden, zeigt, das es sich hier wirklich um eine nicht ganze einfache Frage handelt. Ich bin gespannt welche Meinungen hier noch auftauchen werden.

    Zum Abschluss noch eine persönlcihe Meinung zu Open Source. Für Privatanwender bestimmt gut. Für Firmen interessant. Aber wer kann supporten? Wer unterstützt mich vor Ort? Welche Version ist die funktionierende mit meinen andern Applikationen? Was muss ich selber an Knowhow aufbringen um mein System lauffähig zu halten.

    Mit freundlichem Gruß.
  • Jens Büscher
    Jens Büscher    Premium Member
    The company name is only visible to registered members.
    Re^2: Welches Lizenzmodell für DMS Systeme favorisieren Sie?
    Danke für das erste Feedback. Ich habe den Eindruck, dass die Evaluierung für Kunden im unteren Mittelstandssegment wie folgt aussieht:

    1. Recherche via Internet
    2. Finden einer Lösung, deren Web-Seite bereits optisch einen lesenswerten Eindruck macht
    3. Schnelles "Ausprobieren" der Lösung mit möglichst wenig Störungen oder Verpflichtungen
    4. Bei schnellen Ergebnissen (also leichter Bedienbarkeit), dann Interesse an den "Kosten"
    5. Die Kosten müssen dabei so übersichtlich sein, dass es das Risiko wert ist

    Es entspricht also nach meinen Erkenntnisse mehr der Suche von Privatpersonen als der Suche von Unternehmen mit einem reellen Vorhaben, Plan und Anforderungskatalog.

    In Ansätzen spiegelt sich das auch in Ihren Ausführungen wieder, finde ich. Wobei "Privatpersonen" keinesfalls Abwertend sein soll, sondern ledlich eine andere Produktauswahl-Art wiederspiegelt.

    Für mich stellt sich nur dabei die Frage, welche Art der Kosten ist für die Kunden die attraktivste?

    OpenSource ist eigentlich eine gute Lösung; aber in der Regel stehen dort auch kommerzielle Unternehmen dahinter. Irgendwo MUSS also der Cashflow herkommen. Dauerhaft werden Sponsoren nicht helfen. Somit werden meines Erachtens viele Kosten auf Dienstleistungen und kostenpflichtigen Support verlagert. Auch die Eigeninitiative, die freien Pakete selbst zu erlernen und einzurichten, muss man bei den Investitionen in eine solche Lösung berücksichtigen. Ich kenne viele positive Projekte, aber auch welche, bei denen die Folgekosten nicht mehr kalkulierbar waren und aus dem Ruder liefen.

    Viele Grüße
    Jens Büscher
    http://www.amagno.de