Domain names - sales, parking, law, registration, appraisals
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Daniel Kollinger Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Gruppen-Newsletter: akt. Domainthemen
Sehr geehrte Mitglieder der Gruppe "Domains - Handel, Parking, Bewertung, Recht, Registrierung",
willkommen zu unserem Newsletter! Wir berichten in dieser Ausgabe wieder über Markttrends und aktuelle Fragen aus den Foren.
Unsere Themen in der November-Ausgabe:
1. Wirtschaftskrise schlägt auf Domainbranche durch
2. nTLDs: ICANN läutet dritte Rund der Diskussion über das Regelwerk ein
3. Erfolgreiche Wege der Domainvermarktung (Forendiskussion)
4. Kleiner Punkt – große Wirkung: .se kurzzeitig verschwunden
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1. Wirtschaftskrise schlägt auf Domainbranche durch
Die Rezession wirkt sich auch auf die Domainbranche aus. Dies zeigen zumindest die Ergebnisse der Marktbeobachtung des zweiten Quartals 2009 von Versign, der Registrierungsstelle für .com- und .net-Domains. Zwar stieg die Gesamtzahl der weltweit registrierten Domains auf über 184 Millionen und damit auf einen neuen Höchststand, allerdings wuchsen die Registrierungen im Analysezeitraum nur um ein Prozent verglichen mit den Zahlen zum Ende des ersten Quartals. Bezogen auf die Entwicklung des zweiten Quartals 2008 bedeutet dies einen Rückgang der Neuregistrierungen um 15 Prozent.
Die generischen TLDs .com und .net konnten insgesamt rund 7 Millionen Neuregistrierungen verbuchen, was einem Quartalszuwachs von einem Prozent entspricht. Domains aller ccTLDs wuchsen im zweiten Quartal 2009 ebenfalls um ein Prozent. Hier verhinderten Verluste der Top-Level-Domains von China und der EU ein höheres Wachstum. Einige der
25 größten ccTLDs erzielten jedoch überdurchschnittliche Zuwächse:
Argentinien steigert seine Domainzahlen um 8 Prozent, Russland sowie Brasilien jeweils um 7 Prozent. Am Ende dieser Tabelle steht China, das einen Rückgang um 8 Prozent erlebte, was auf das Ende einer Promotionaktion zum 28. Februar zurückzuführen ist. Seither beträgt die Jahresgebühr statt einem Renmimbi (0,10 Euro) wieder 18 (1,78 Euro). Bei den 25 größten ccTLDs konnten nur vier, nämlich Argentinien, Australien, Brasilien und Polen, ihre Wachstumsraten des ersten Quartals übertreffen. Der südamerikanische Domainmarkt gewinnt nach wie vor immer stärker an Bedeutung.
Weiterführende Links:
http://www.verisign.com/domainbrief
2. nTLDs: ICANN läutet dritte Rund der Diskussion über das Regelwerk ein
Die dritte Fassung des „Applicant Guidebook“ für Bewerber um die Zuteilung einer neuen generischen TLD kann noch bis 22. November 2009 von jedem Interessiertem eingesehen und kommentiert werden. Im Vergleich mit der zweiten Fassung hat die ICANN in dem 150 Seiten starken Dokument über 50 Änderungen vorgenommen, von präziseren Formulierung bis hin zu vollständig neu geschriebenen Abschnitten. Nach wie vor enthält das Dokument einen Überblick, die Evaluierungsbestimmungen, die Schlichtungsprozesse bei Rechtsstreitigkeiten, die Abläufe bei konkurrierenden TLD-Bewerbungen, alle Verfahrensschritte sowie die allgemeinen Geschäftsbedingungen der ICANN. Keine Änderung gab es bei der Bewerbugsgebühr: Antragssteller müssen 185.000 US-Dollar bezahlen, von denen sie 20 Prozent erstattet bekommen, sollte die ICANN ihren Antrag ablehnen. Weitere Kosten können durch zusätzliche Prüfungen (50.000 US-Dollar) oder Schlichtungsverfahren (mit geschätzten Kosten von mehreren Zehntausend US-Dollar) entstehen. Das Dokument setzte zwar einige Anregungen wie den "thick whois" sowie eine "postdelegation dispute procedure" um, macht jedoch keine konkreteren Angaben über Maßnahmen, die Rechteinhaber vor missbräuchlicher Registrierung ihrer Kennzeichen als TLD schützen. Die ICANN wird voraussichtlich noch eine vierte Fassung veröffentlichen, bevor die Arbeit am Dokument abgeschlossen wird und es dann, voraussichtlich Mitte 2010, als Grundlage für die Bewerbungsphase genutzt werden kann.
Die Zahl der Initiativen, die dann ihre Bewerbungen einreichen möchten, nimmt stetig zu. Bei den Stadt-TLDs finden sich neben .berlin inzwischen auch .bcn (Barcelona), .köln, .hamburg, .london, .munich, .nyc (New York City), .paris und .pdx (Portland). In die Fußstapfen der regionalen TLD .cat für Katalanien möchten so unterschiedliche wie .africa, .bayern, .bzh (Bretagne), .cym (Wales), .eng (England), .gal (Galizien), .ker (Cornwall), .lli (León), .lat (Lateinamerika), .med (Mediterranean), .nrw (Nordrhein-Westfalen), .quebec (Quebec), .sco (Schottland), .vla
(Flandern) oder .yks (Yorkshire) treten. Als ethnische TLDs sind derzeit .arab (Arabien), .eus (Baskenland) und .indigi (für unterschiedliche eingeborene Volksgruppen wie z.B. die Maori in Neuseeland) im Gespräch.
Bei den branchenspezifischen TLDs finden sich derzeit beispielsweise .bank, .food, .health, .movie, .music, .post, .sport, .web sowie die in der Vergangenheit mehrfach gescheiterte .xxx. Darüber hinaus gibt es beispielsweise mit .eco, .green und .fam (Familien) TLDs für soziale oder gemeinnützige Anwendungen.
Weiterführende Links:
http://www.icann.org/en/topics/new-gtlds/comments-3-en.htm
http://www.icann.org/en/topics/new-gtld-program.htm
3. Erfolgreiche Wege der Domainvermarktung
Im Forum „DomainTalk“ stellte ein Gruppenmitglied die Frage, welche Strategien bei der Vermarktung von Domains bzw. Domainportfolios erfolgversprechend sind. Da die Auswahlkriterien bei Auktionsplattformen nicht immer nachvollziehbar seien, wurde gefragt, ob eine Suchmaschinenoptimierung sinnvoll sein könne oder ob über das Domain-Parking mehr zu erreichen sei. Eine Antwort empfahl, die Domains über Auktionsplattformen anzubieten, gleichzeitig aber mögliche Interessenten direkt anzusprechen. Ein anderer Teilnehmer unterstützte diesen Rat, da den meisten Betrieben Domainauktionen meist gar nicht bekannt seien. Ein anderer Diskussionsteilnehmer sah die Zeit gekommen, sich von einfachen Parking-Dienstleistungen zu verabschieden. Diese würden in den Suchmaschinen nur noch sehr schlecht indexiert. Seine Empfehlung lautete stattdessen, Domains zu projektieren oder wenigsten bei Anbietern zu parken, die das Einstellen eigener Inhalte zulassen.
Denn so könne die Domain in Suchmaschinen indexiert und besser gefunden werden.
Weiterführende Links:
https://www.xing.com/net/domains/domaintalk-22449/domainverm...
4. Kleiner Punkt – große Wirkung: .se kurzzeitig verschwunden
Ein Software-Update bei der schwedischen Registrierungsstelle sorgte Mitte Oktober für das kurzzeitige Verschwinden aller .se-Domains aus dem DNS. Programmierer des Updates hatten vergessen, einen Punkt hinter einen Befehl zu setzen. Trotz interner Tests blieb dieses Versehen unentdeckt. Die falsch erstellte Zonendatei hatte dann zur Folge, dass die Nameserver die Namensauflösung, also die Zuordnung von Domain zu IP-Adresse, nicht mehr ausführen konnten. Das Monitoring der Registrierungsstelle reagierte sofort und erstellte manuell eine funktionstüchtige Zonendatei, die allerdings ohne gültige DNSSEC-Signaturen an alle Nameserver übertragen wurde. Die nächste Zonenerstellung in der Nacht vom 12. auf den 13. Oktober 2009 verlief dann wieder normal. Auf Nachfrage gab sich die DENIC zuversichtlich, dass die dort eingesetzten Testverfahren wie bislang auch die korrekte Generierung der Zonendatei sicherstellen.
Weiterführende Links:
http://www.iis.se/en/om-se/incidenten-12-okober-2009/
Wenn Sie auf interessante Themen aufmerksam werden, nutzen Sie doch das Forum, um andere Mitglieder darauf hinzuweisen oder darüber zu diskutieren!
Mit freundlichen Grüßen
Daniel Kollinger
Gruppen-Admin
http://www.nicit.com
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- 29 Oct 2009, 6:22 pm
