Dublin
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Stefan Plattmann Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Gastfreundschafft, die keine Grenzen kennt: Irland wie es leibt und lebt
Dieses Mal beginnt meine Geschichte in Dublin, macht einen kurzen Abstecher nach Paderborn und endet an der wunderschönen Westküste in Galway:
Ich hatte mich mittlerweile recht gut eingelebt in Dublin, die Uni hatte bereits begonnen und in den vorüber gegangenen 5 Wochen hatte ich bereits eine Vielzahl von Pubs und Night Clubs kennen gelernt. Der Dublin City University und Ihren Studentinnen und Studenten bin ich natürlich auch begegnet.
Wie auch immer, es war Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen. Meine beiden Mitbewohner und ich entschieden uns also ein langes Wochenende in Galway zu verbringen. Vieles hatte ich schon von der Stadt, oder sollte man besser sagen von dem Ort gehört und unter den Studenten in Dublin so einiges aufgeschnappt: "In Galway leben nur Studenten" oder "In Galway tummeln sich die besten Straßenmusiker Europas" oder noch besser "If you do not get a shag in Galway, you will never get a shag". Aus welchem Grund ich mich entschieden habe nach Galway zu fahren,sei an dieser Stelle dahin gestellt.
Kurz bevor wir aufbrachen erinnerte ich mich an eine irische Arbeitskollegin, mit der ich lange Zeit in einem Irish Pub in Paderborn zusammen gearbeitet hatte. Ich erinnerte mich auch, dass Sie ursprünglich aus Galway kam und jetzt in Dublin wohnte. Ich rief sie während der Autofahrt nach Galway an, nur um mich zu erkundigen, was man in Galway denn auf gar keinen Fall verpassen dürfte. Wir telefonierten recht kurz, plötzlich würgte sie mich ab und sagte ich ruf Dich sofort zurück. Gesagt, getan: 5 Minuten später rief sie an und sagte ich solle heute um 17 Uhr in die und die Kneipe gehen (leider erinnere ich mich nicht mehr an den Namen), dort werde ich Ihren Vater, den ich übrigens noch nie vorher gesehen hatte, treffen und er würde mir bzw. uns alles weitere erklären.
Pünktlich um 17 Uhr waren wir in der Kneipe und trafen auch ihren Vater. Für Unterhaltung war nicht viel Zeit, er sagte nur wir sollten ihm mit dem Auto folgen. Als wir schließlich in einer hübschen Siedlung zum Stehen kamen gingen wir mit ihm gemeinsam in ein Haus, er zeigte uns alles, Schlafräume, die Küche (hier stand ein Fass Becks im Kühlschrank, welches nach seiner Aussage für uns bestimmt war), das Bad, den Garten und überreichte uns schließlich den Haustürschlüssel mit den Worten: "This is a friends house. He is in Donegal for a couple of days, feel comfortable and enjyo Galway and just leave the key in the kitchen if you leave, the back door is open anyway anytime ,hm, but there is something I ask you for" Er öffnete eine weitere Tür und ein kniegroßer Mischlingrüde stürmte aus dem Zimmer "please walk the dog three times a day, if you don't mind". Dann war er relativ schnell weg.
Drei Tage und drei Nächte lebten wir königlich in Galway in einem großen Haus, das einem Menschen gehörte, welchen ich vorher und bis heute nie zu Gesicht bekommen habe.
- 11 Jan 2007, 8:56 pm
