E-Government
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Ines GrütznerThe company name is only visible to registered members.Neu in der Gruppe
Als neues Mitglied der Gruppe eGovernment möchte ich mich kurz vorstellen.
Ich arbeite als Projektleiterin für eGovernment-Projekte und Projekte im Umfeld des technologiebasierten Lernens am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering in Kaiserslautern. Die Hauptthemenfelder unserer Projekte sind dabei
- Identifikation und Bestimmung des eGovenment-Potenzials sowie die Gestaltung von durchgängigen Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung;
- Bedarfsanalysen, Entwicklung und Qualitätssicherung von Systemen für Informationsaustausch/Wissensvermittlung und Zusammenarbeit bzw. eGovernment-Anwendungen allgemein sowie
-Strategieberatung.
Von der Mitgliedschaft in der Gruppe verspreche ich mir, Kontakte zu Personen knüpfen zu können, die im gleichen Umfeld arbeiten, und vielfältige Anregungen für die Gestaltung aktueller und neuer Projekte zu gewinnen.
- 11 Mar 2008, 10:57 am
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Ines GrütznerThe company name is only visible to registered members.Re^2: Neu in der Gruppe
.. Die Hauptthemenfelder unserer Projekte sind dabei - Identifikation und Bestimmung des eGovenment-Potenzials sowie die Gestaltung von durchgängigen Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung; ...
Frage: Wenn man sich die Prozeßketten innerhalb der Verwaltung und die zwischen Verwaltung und Wrtschaft ansieht, was sind aus Ihrer Sicht die bedeutendsten 'Merkposten'? Wie hat sich die Situation in den letzten Jahren verändert?
Antwort: In der Gestaltung von Prozessketten tut sich ja aktuell auf allen Ebenen und auch ebenen- und länderübergreifend einiges. Dabei wird zunehmend auch programmatisch gearbeitet und nicht nur vereinzelt Prozesse durch eGovernment-Lösungen unterstützt. Es zeigen sich aber auch große Herausforderungen, die auf dem Weg zu einer umfassenden eGovernment-Unterstützung von Prozessketten noch zu lösen sind, und zwar nicht nur im technischen Bereich. Eine große Herausforderung in unserer Untersuchung der eGovernment-Potenziale von Behördenkontakten in rheinland-pfälzischen Unternehmen war z. B., dass Unternehmen auf der einen und Verwaltungen auf der anderen Seite verschiedenen Welten repräsentieren (vor allem organisatorisch und in der Terminologie). Dadurch war es schwierig, die in den Unternehmen identifizierten Kontakte konkreten Verwaltungsverfahren zuzuordnen. Hinzu kam, dass einem Verwaltungsverfahren oftmals mehrere Kontakte auf Unternehmensseite gegenüber standen, die meist von unterschiedlichen Unternehmensmitarbeitern betreut werden. Um diese Welten zu integrieren, ist es aus meiner Sicht erst einmal erforderlich, eine Analyse und Optimierung der vorher als umsetzungswürdig identifizierten Prozessketten auf beiden Seiten und eine Integration über die Schnittstellen hinweg durchzuführen bevor an eine Realisierung der IT-Unterstützung für Prozessketten gegangen wird. Nur so können eigentlich alle Optimierungspotenziale vollständig genutzt werden.
... Bedarfsanalysen, Entwicklung und Qualitätssicherung von Systemen für Informationsaustausch/Wissensvermittlung und Zusammenarbeit bzw. eGovernment-Anwendungen allgemein sowie -Strategieberatung. ...
Frage: Unter diesen Punkt fallen bei Ihnen bestimmt auch Themen zum V-Modell. Wie sind Ihre Erfahrungen damit?
Antwort: Unser Institut ist eines der Partner in der Weiterentwicklung des V-Modell XT. Die Kollegen haben auch schon einige Projekte in diesem Umfeld durchgeführt und sind inzwischen zertifizierte Prozessingenieure. Ich selbst arbeite in meinen Projekten weniger mit dem V-Modell XT, habe aber als Projektleiterin für die Entwicklung der Lerntour zum V-Modell (die früher auf der KBST-Website verfügbar war) einen Einblick in die Vorgehensweise erhalten. Zudem verwende ich das V-Modell XT gern als Anker in Schulungen (z. B. beim Kongress der dbb Akademie, wo es in diesem Jahr in meinem Tutorial um Technologieakzeptanz gehen wird). Hier lässt sich das V-Modell XT auf Grund seiner systematischen Vorgehensweise sehr gut einsetzen, um Methoden und Techniken in den Kontext eines Projekts einzuordnen.
- 13 Mar 2008, 3:25 pm
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Ines GrütznerThe company name is only visible to registered members.Re^4: Neu in der Gruppe
... In der Gestaltung von Prozessketten tut sich ja aktuell auf allen Ebenen und auch ebenen- und länderübergreifend einiges. Dabei wird zunehmend auch programmatisch gearbeitet und nicht nur vereinzelt Prozesse durch eGovernment-Lösungen unterstützt.
Frage: Dieser Satz hat mich besonders neugierig gemacht. Heißt das, daß vesucht wird, ganze Prozeßgruppen anzupacken und auf die Erweiterbarkeit zu anderen Verfahren zu achten?
Antwort: Ja, es gibt inzwischen Ansätze, die ganze Gruppen von Verfahren gemeinsam betrachten und auf spätere Integration von weiteren inhaltlich zur Prozessgruppe zu zählenden Verfahren achten. Repräsentiert wird das z. B. durch die Spezifikation von Komplexitätslevels für Prozessketten im Konzept zum Handlungsfeld Prozessketten im Programm E-Government 2.0 des Bundesministeriums des Innern. Diese Levels sind auch eine wichtige Grundlage im aktuell stattfindenden Teilnahmewettbewerb zum Thema „Entwicklung von
Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung“ im Rahmen des Regierungsprogramms
E-Government 2.0.
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Eine große Herausforderung in unserer Untersuchung der eGovernment-Potenziale von Behördenkontakten in rheinland-pfälzischen Unternehmen war z. B., dass Unternehmen auf der einen und Verwaltungen auf der anderen Seite verschiedenen Welten repräsentieren (vor allem organisatorisch und in der Terminologie). Dadurch war es schwierig, die in den Unternehmen identifizierten Kontakte konkreten Verwaltungsverfahren zuzuordnen. Hinzu kam, dass einem Verwaltungsverfahren oftmals mehrere Kontakte auf Unternehmensseite gegenüber standen, die meist von unterschiedlichen Unternehmensmitarbeitern betreut werden. Um diese Welten zu integrieren, ist es aus meiner Sicht erst einmal erforderlich, eine Analyse und Optimierung der vorher als umsetzungswürdig identifizierten Prozessketten auf beiden Seiten und eine Integration über die Schnittstellen hinweg durchzuführen bevor an eine Realisierung der IT-Unterstützung für Prozessketten gegangen wird. Nur so können eigentlich alle Optimierungspotenziale vollständig genutzt werden.
Frage: Wie steht es um die Integrierbarkeit der neuen, optimierten Prozesse zu denen, die zunächst nicht umgestaltet wurden?
Antwort: Haben die neu gestalteten Prozesse keine gemeinsamen Prozessschritte mit Verfahren, die noch nicht umgestaltet wurden, so gibt es keine Probleme. Unsere bisherigen Projekte waren bisher immer von dieser Art. Gibt es hingegen gemeinsame Schritte, so sollten meiner Meinung nach die neu gestalteten Schritte auch in die aktuell nicht vollständig umgestalteten Verfahren integriert werden. Das heißt, auch die verbleibenden Verfahren sollten teilweise optimiert werden. Bleiben sie hingegen unangetastet, so sind zwangsläufig alte und neue Vorgehensweisen für die gemeinsamen Schritte beizubehalten. Damit werden dann aber nicht alle Optimierungspotenziale genutzt und zudem neue Probleme und Kosten durch verschiedene Ausführung ein und derselben Aufgabe eingeführt.
- 29 Mar 2008, 6:38 pm
