E-Government
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Rolf Luehrs Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Vorstellung
Hallo,
seit etwa 10 Jahren beschäftige ich mich mit den Themenbereichen E-Demokratie und E-Partizipation, dem Schnittfeld also zwischen politischer Bürgerbeteiligung und Internet. Zwischen 1997 und 2003 war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Hamburg-Harburg, seit 2003 leite ich die Abteilung Interaktive Kommunikation bei der TuTech Innovation GmbH, einer Tochter der TU Harburg und der Stadt Hamburg.
Meine Abteilung bietet methodische und technische Unterstützung bei E-Partizipationsprojekten und engagiert sich in europäischen und nationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten.
Thematische Schwerpunkte sind E-Partizipation in der Stadtplanung, zur Familienfreundlichkeit von Kommunen und Städten, Bürgerhaushalte und formale Beteiligungsverfahren in der Bauleitplanung. Projekte haben wir u.a. in Hamburg, München, Freiburg aber auch in Österreich und Italien realisiert.
Ich freue mich auf einen anregenden Austausch,
Mit besten Grüßen aus Hamburg,
Rolf Lührs
- 19 May 2008, 2:04 pm
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Rolf Luehrs Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Vorstellung
Vielen Dank für die interessanten Nachfragen, bei deren Beantwortung es mir schwer fällt mich kurz zu fassen…..
Akzeptanz
Die Akzeptanz von E-Partizipationsangeboten ist – vergleichsweise – hoch. Nach einer kürzlich durchgeführten repräsentativen Befragung im Auftrag des BMI können sich 13% (~ 10 Mio. Menschen) der Bevölkerung in Deutschland vorstellen, sich an einer Internetdiskussion über ein (bundes-)politisches Thema zu beteiligen. Für jedes einzelne Angebot ist natürlich nicht möglich, dieses Potenzial auszuschöpfen. Generell lässt sich sagen, dass die aktive Beteiligung umso größer ist, je einfacher die Beteiligungsanforderungen sind und je allgemeiner das Thema gewählt wurde. So haben in England bspw. mehr als 2 Millionen Menschen eine elektronische Petition gegen eine geplante Maut unterzeichnet. Am anderen Ende der Skala kann bspw. die Neugestaltung des Hamburger Domplatzes erwähnt werden, bei der die Bürger als Stadtplaner gefordert waren. An der intensiven Diskussion haben sich etwa 300 Personen beteiligt. Der Wert von E-Partizipationsangeboten sollte aber nicht nur an der Zahl der aktiven Teilnehmer gemessen werden. Ein größere Teil der Bevölkerung verfolgt die Konsultationen passiv oder wird über die klassischen Medien informiert. Ihre anderen Fragen (Integration in Verwaltungsabläufe und formale Beteiligung) beantworte ich separat – aus Gründen der Lesbarkeit, aber auch aus Zeiztgründen.
Beste Grüße,
Rolf Lührs
- 20 May 2008, 10:12 am
