Netzwerk ehemaliger Zeitsoldaten und Freunde der Bundeswehr

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  • Danny Bonewitz
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    Tödlicher Zwischenfall mit deutschen ISAF-Soldaten
    Berlin/Kabul (dpa) - Bei einem Zwischenfall mit deutschen ISAF-Soldaten in Afghanistan sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin drei Zivilisten getötet worden. Zudem habe es verletzte Zivilisten gegeben, teilte Ministeriumssprecher Thomas Raabe mit.

    Der Polizeichef der Provinz Kundus, Abdul Rahman Aqtash, teilte mit, es handele sich bei den Toten um eine Frau und zwei Kinder. Vier weitere Kinder seien verletzt worden.

    Raabe sagte, zwei zivile Fahrzeuge hätten sich am Donnerstagabend (21.52 Uhr Ortszeit) einem Checkpoint der afghanischen Polizei und deutschen Soldaten der Afghanistan-Schutztruppe ISAF südöstlich von Kundus genähert. Trotz eindeutiger Zeichen der Sicherheitskräfte seien die Fahrer der beiden Wagen weitergefahren. Daraufhin hätten die Sicherheitskräfte das Feuer eröffnet.

    Ob deutsche Soldaten Schüsse abgegeben haben, werde untersucht, sagte Raabe. Die afghanische Polizei habe mit Unterstützung des deutschen ISAF-Kontingents die Ermittlungen aufgenommen. Es werde auch geprüft, ob in den Fahrzeugen verdächtiges Material wie Waffen gewesen sei.

    Raabe sagte, nach dem Anschlag auf die Bundeswehr am Mittwoch, bei dem ein 29 Jahre alter Hauptfeldwebel getötet und drei seiner Kameraden verletzt worden waren, sei die Lage angespannt. Es gebe Warnungen vor Sprengstoffanschlägen auch mit Hilfe von Autos. Bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition in Afghanistan waren kürzlich bis zu 90 Zivilisten getötet worden. Dies hatte Empörung und wütende Proteste unter Afghanen ausgelöst.

    Der erste Hinweis auf den Zwischenfall am Donnerstagabend an dem ISAF-Checkpoint war von einem Internet-Blog gekommen. Auf der Homepage «http://www.soldatenglueck.de» war der Vorfall geschildert worden.

    Quelle: welt-online.de
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