Electronic Music

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  • Stefan Bähr
    Stefan Bähr
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    Bin mit den "alten" Helden großgeworden...
    Hallo Stefan, hallo Forumsleser,

    freue mich eine EM-Seite gefunden zu haben! Da die letzten Neuvorstellungen schon ein paar Monate her sind, hoffe ich, ihr findet mich auch...

    Zuerst ein paar private Eckdaten: ich bin 45 Jahre alt, lebe in Essen und Architekt von Beruf. Näheres sagt euch mein Profil.

    Zur EM kam ich bereits als kleines Kind, als es noch keine PCs und erst recht noch keine Musik-verarbeitende Software zu kaufen gab. Aber es gab Orgeln zu bauen. Mein Vater hörte mit dem Rauchen auf, kaufte sich vom Ersparten einen Orgelbausatz, und ich durfte in unserem Keller den Lötzinn halten.

    Ich war ungefähr 6, und schon den "elektronischen" Klängen verfallen.

    Neben dem damals üblichen Schlager-Schmus entdeckte ich einmal Pink Floyd - Wish you were here im Plattenregal meiner Eltern, kurz darauf J.M.J.-Oxygene. Bis heute glaube ich, dass die Schallplatten mich gefunden haben, nicht umgekehrt.

    Zu meinem ersten EM-Konzert (Klaus Schulze - "...live..." 1982 (da war ich 17) habe ich meinen Vater mitgenommen, nicht er mich ;o).

    Danach folgte die typische EM-Hörer-Karriere meiner Generation, hier nur ein paar Schlagworte: TD, KS, Kraftwerk, Ashra, NEU, Kitaro, Winfried Trenkler's "Schwingungen", Harald Großkopf ...

    ...dann lange nichts, außer dass ich mit stillem Vergnügen beobachtete, wie sich der Techno selbst feierte und so tat, als hätte es solche Musik noch nie gegeben. Ich habe meinem Sohn immer erzählt, dass es Techno schon seit TD und KS gibt, er hat's erst geglaubt, als er sich herabließ, sich meine alten Platten anzuhören.

    in den letzten Jahren dann: endlich, zum ersten Mal TD live, KS nach 10 Jahren endlich wieder live (auf der Loreley mit Lisa Gerard), Schiller, Bernd Kistenmacher live.

    Bin auch Trance und Electronica nicht abgeneigt (Underworld, DJ-Sets aller Arten), da schließlich auch diese Musik fast komplett elektronisch erzeugt wird. Siehe oben.

    Meine Karriere als Musiker war leider kurz und schmerzhaft: klassischer Klavierunterricht 7 Jahre (vor den Abiturklausuren abgebrochen). Ein zaghafter Versuch, in Detmold Toningenieurwesen zu studieren, ist an Physik und der musikalischen Aufnahmeprüfung gescheitert.

    Schon lange träume ich allerdings davon, die mir ständig im Kopf herumschwirrenden Sounds und Sequenzen in Hörbares umzusetzen. Womit wir bei dem sind, was ich mir von euch und diesem Forum erhoffe:

    Ich suche jemanden, der mich von Grund auf in die Welt der elektronischen Klangerzeugung einführt:
    Wie baue ich mir am besten (und billigsten) ein eigenes Heimstudio auf?
    Lieber am PC arbeiten, oder lieber Instrumente kaufen?
    Welches Equipment ist sinnvoll (in welcher Reihenfolge)?

    Wer hätte Lust, bei einem Anfänger Basisarbeit zu leisten? Ihr könnt jemanden glücklich machen!

    Ansonsten freue ich mich natürlich auch auf den Austausch mit Gleichgesinnten, Hinweise auf interessante EM-Konzerte (z.B. am 23.07.2010 im Freilichtmuseum Hagen, oder die Konzertreihe EM im Planetarium Bochum), und Musikempfehlungen.

    Einstweilen liebe Grüße "ausse Kulturhauptstadt"

    Stefan
  • Marco Mißfeldt
    Marco Mißfeldt    Premium Member   Group moderator
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    Re: Bin mit den "alten" Helden großgeworden...
    Hallo Stefan,

    zum Thema Aufbau eines Heimstudios:
    Natürlich hat ein echter Hardware-Synth immer das beste haptische und klangliche Erlebnis, aber ich will Dir bewusst einen sehr kostengünstigen und komplexitätsarmen Weg vorschlagen, der aber trotzdem ne Menge Spaß macht und wo Du auch nicht so schnell an irgendwelche Grenzen stößt.

    Was Du an Hardware brauchst:

    - Ein halbwegs aktueller PC, am besten ein flotter Multicore mit 2 bis 3 GB Speicher.

    - Eine vernünftige Soundkarte, die ASIO-fähig ist (2 Ein- und 2 Ausgänge reichen völlig). Gibt viele - Preis-/Leistungstipp: Die Infrasonic Quartet.

    - Ein brauchbares USB-Midikeyboard mit mehreren Oktaven und frei belegbaren Dreh-/Schiebereglern. Zum Beispiel eines von M-Audio. Falls Du noch ein altes midifähiges Keyboard hast geht das vielleicht auch erstmal - könnte man über den Midi-Port der Soundkarte anschließen

    - Einigermaßen brauchbare Abhör-Monitore, damit es auch gut klingt. Gibt viele - Preis-/Leistungstipp: Die Infrasonic Blow 5.

    - Bei Bedarf noch ein Subwoofer, geht aber auch erstmal ohne.

    Was Du an Software brauchst:

    Kaufe dir Propellerhead Reason, und Du hast als Elektroniker erstmal alles, was Du brauchst und noch viel mehr. Du hast viele Synths, Sampler, Drumcomputer, Loop-Player, Vocoder, etliche Effektgeräte zur Verfügung und kannst alles super flexibel verdrahten. Grundsolide Anwendung mit vergleichsweise geringen HW-Anforderungen für faires Geld - und macht irre Spaß.

    Falls Du später auch mal Audiospuren aufnehmen willst (Gesang) oder so, musst Du dir noch ein vernünftiges Mikro besorgen und einen Audiosequencer. Spätestens hier bietet sich ergänzend zu Reason noch Propellerhead Record an. Kannst aber auch gleich im günstigen Bundle kaufen, weil man von der tollen Mischpult-Emulation eigentlich sofort profitiert.

    Natürlich gibt es zig Alternativen und andere Leute haben andere Lieblingstools und Tipps. Ich schreib Dir nur meine persönliche Meinung, bin aber überzeugt davon, dass Du hier wirklich für faires Geld was richtig Gutes und Kreatives mit minimalem Frustpotential an den Start kriegst. Und falls Du merkst, dass es alles nix für Dich ist (was ich nicht glaube), kannst Du das alles problemlos wieder vertickern.

    Viele Grüße
    Marco
  • Stefan Bähr
    Stefan Bähr
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    Re^2: Bin mit den "alten" Helden großgeworden...
    Hallo Marco,

    vielen Dank für Deine Tipps, ich werde mich in den kommenden Wochen mal intensiver damit auseinandersetzen.

    Hardware und Software ist, bis auf eine Korg Electribe EMX-1, noch nicht vorhanden, es soll wie gesagt erst noch werden.

    Viele Grüße Stefan
  • Stefan Schulz
    Stefan Schulz    Premium Member   Group moderator
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    Re: Bin mit den "alten" Helden großgeworden...
    Hallo Stefan,

    Willkommen! Schön, dass du uns gefunden hast.
    Fans der elektronischen Musik sind generell eher ruhige Genießer, und genauso geht es auch hier in der Gruppe zu.
    Konzerthinweise versuche ich ja immer aktuell einzuspielen, die nächsten Veranstaltungen laufen über den Feed der Startseite.

    Wo du schon Harald Grosskopf genannt hast, kann ich gleich auch noch einen Hinweis hier platzieren: Harald spielt nämlich im September beim Electronic Music Festival in Bielefeld. Und zwar zusammen mit Udo Hanten. Wer hier an Synthesist denkt, liegt sicherlich goldrichtig.
    siehe auch hier: https://www.xing.com/net/emusik/veranstaltungen-165751/25-09...

    Auch in Hagen wird Harald dabei sein, wenn es sich wieder um das Planetenmodell Hagen dreht. Aber so ein 90 Minuten Konzert ist sicherlich was anderes.

    Musikalisch setze ich auch hauptsächlich auf Software. Ist zum Einen aus Platzgründen und zum Anderen bin ich nicht so der Hardware-Fummler. Ein Midi-fähiges Keyboard und ein paar Softsynths genügen mir zurzeit :)

    Gruß
    Stefan
    This post was modified on 06 Jul 2010 at 08:11 pm.