Ein-Personen-Unternehmen in Österreich
Posts 1-7 of 7
-
Claudia Salloker Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.problematische Suchmaschinen?
Liebe Mitglieder,
zu folgendem Artikel würde ich gerne eure Meinung erfahren:
Titel: Suchmaschine schnüffelt Menschen aus
http://www.stern.de/computer-technik/internet/:Spock.com-Suc...
Zitat:
Bedenken von Datenschützern will Spock.com von Anfang an zerstreuen: Wer sich auf der Homepage wiederfinde, könne jederzeit die Löschung seines Profils verlangen. Auch könnten User das junge Unternehmen mit der Ermittlung beauftragen, woher die persönlichen Daten stammen. Das deutsche Netzwerk Xing jedenfalls sieht keine Probleme: "Spock.com greift auf Informationen zu, die im Internet frei verfügbar sind - insofern wird sich für unsere Mitglieder nichts ändern", sagte Xing-Chef Lars Hinrichs FTD Online. Die Nutzer könnten schließlich selbst entscheiden, welche Informationen sie freigeben.
Jetzt hat man als Unternehmer/in die Zwickmühle: will man gefunden und kontaktiert werden können von potentiellen Kunden - und somit jedem "Spinner" der sonst noch was plant ... oder lieber seine Ruhe haben.
Als Angestelle/r hat man leichter die Wahl zwischen beruflichen, öffentlichen Daten und privaten, nicht-öffentlichen. Ein EPU hat häufig alles unter einem Dach, von Postadresse, Telefon, Fax bis zur Mailadresse - und da wird man dann wohl schnell für jede x-beliebige Kontaktaufnahme zum Freiwild. Oder wäre das zu schwarz gesehen?
noch ein Bericht dazu:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,503023,00.html
und
http://www.taz.de/index.php?id=koepfe-artikel&art=3147&a...
Bei spock.com oder zoominfo.com (ähnliches Prinzip) habe ich mich noch nicht gefunden - bei wink.com schon - ob mich das jetzt freuen oder frustrieren soll ist noch unklar ;)
lG
Claudia
- 12 Dec 2007, 12:12 am
-
Martin Blaschka Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: problematische Suchmaschinen?
Claudia Salloker schrieb:
Ein EPU hat häufig alles unter einem Dach, von Postadresse, Telefon, Fax bis zur Mailadresse - und da wird man dann wohl schnell für jede x-beliebige Kontaktaufnahme zum Freiwild. Oder wäre das zu schwarz gesehen?
Realistisch.
- 12 Dec 2007, 06:11 am
-
Wolfgang Twaroch Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^2: problematische Suchmaschinen?
Das hab ich jetzt auch ausprobiert ... mit ähnlichem Ergebnis: auf Wink.com war ähnliches zu finden wie auf Google ...
Meine Meinung: ich mags auch nicht, so transparent und durchsichtig zu sein, aber vom Prinzip her waren diese Infos auch bisher zugänglich ... siehe Telefonbuch, Zeitungsarchive.
Ich denke, man sollte sich sehr bewusst überlegen, welche Informationen man im Internet über sich verbreitet ... und dass das Netz nicht anonym ist und jede dort veröffentlichte Info auch bestehen bleibt - insoferne lasse ich die Finger von seltsamen Blogs, Privatfotoarchiven etc.
Und die Information über meine Dienstleistungen möchte ich ja auch bewusst verbreiten und mich bekanntmachen --> hier aber eben auch die Info, die ich verbreitet haben möchte.
lg,
Wolfgang
- 12 Dec 2007, 12:47 pm
-
Karl-Heinz Leiss Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: problematische Suchmaschinen?
Stimmt. Wer das Internetzt nutzt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er damit zum "gläsernen Menschen" wird. Deshalb ist höchste Vorsicht geboten, wenn personenbezogenen Daten dort reingestellt werden.
Und hier eine Info, die glaub ich auch ganz gut dazu passt:
„Schwindler auf dem Vormarsch” wanrte die Wirtschaftskammer Kärten heute in einer OTS-Aussendung (
http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_200801...):
„Schwindler und Betrüger versuchen ihr Glück allzu oft bei
Unternehmern. Martin Sablatnig, Experte aus dem WK-Servicezentrum,
kann davon ein Lied singen. Manche Betrüger gehen beim Anzeigen- oder
Erlagscheinschwindel, dem Branchenregister-Unwesen, oder dem
Schwindel im Zusammenhang mit kostenpflichtigen Internet-Angeboten
besonders dreist vor. Über Telefon und Fax versuchen sich Betrüger zu bereichern - und
auch im Internet probieren Gauner, den Unternehmern das Geld aus der
Tasche zu ziehen. Unternehmer berichten mir immer wieder, dass sie
auf verschiedenen Seiten nur einmal 'vorbeigesurft' sind und dabei
gleich einen Vertrag abgeschlossen haben", erzählt Martin Sablatnig.
Auf solchen Hompages werden verschiedene Dienste gratis angeboten -
auf der Seite versteckt sind dann aber irgendwo trotzdem Kosten
ersichtlich. Oft geht man einen Vertrag mit den Betrügern ein und
verpflichtet sich beispielsweise ein Abo zu kaufen, für das zwei
Jahre lang 90 Euro pro Monat zu bezahlen sind. Generell gilt: Wenn im Internet Kontaktdaten abgefragt werden, ist
Vorsicht geboten. Auf Internetseiten wie
http://www.ombudsmann.at oder auf
der Homepage des Österreichischen Adressbuchverlages unter
http://www.oavv.or.at finden Unternehmer eine Watchlist der derzeit
aktivsten Firmen mit fragwürdigen Werbemethoden.”
- 18 Jan 2008, 12:27 pm
-
Veronika Maria StixThe company name is only visible to registered members.Re^2: problematische Suchmaschinen?
Hmm... ich kann mich dem bisher Gesagten nur anschließen: Man muss sich im Internet sehr genau überlegen, was man preisgibt und was nicht. Allerdings gibt man als EPU automatisch schon mehr preis, als man als Privater tun würde... Ich finde es wichtig, dass man über diese Suchmaschinen und Möglichkeiten Bescheid weiß, daher danke für die Links und Infos
Was die Firmen mit ihren fragwürdigen Methoden angeht, finde ich: was für den Privatgebrauch gilt, gilt als Unternehmer doppelt und dreifach: Genau lesen und nochmal lesen, bevor man irgendwo auf "ok" klickt. Das hat mich selbst schon mehr als einmal vor genau solchen Knebelverträgen geschützt.
- 18 Jan 2008, 5:23 pm
-
Martin Blaschka Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^3: problematische Suchmaschinen?
Veronika Maria Stix schrieb:
Hmm... ich kann mich dem bisher Gesagten nur anschließen: Man muss sich im Internet sehr genau überlegen, was man preisgibt und was nicht. Allerdings gibt man als EPU automatisch schon mehr preis, als man als Privater tun würde...
Nicht nur würde sonder auch muß:
§ 25 MedienG bzw. § 5 ECG erzwingen das Impressum mit allen Daten die auch im Telephonbuch zu finden wären und einer E-Mail Adresse die jedem SPAM-Robot zugänglich ist.
- 18 Jan 2008, 5:49 pm
-
Gottfried Frais Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^4: problematische Suchmaschinen?
Hallo,
gerade als EPU muss man auch in dieser Beziehung einen Spagat hinlegen.
Einerseits will man ja gefunden werden und will möglichst überall präsent sein, um ja keinen Interessenten zu verpassen, andererseits muss man sich gegen Gauner so gut wie möglich wappnen.
Ich habe mir angewöhnt, allen "Angeboten", egal wie diese an mich herangetragen werden, mit einer gewissen Skepsis zu begegnen (ich stell mir selber dann immer gleich die Frage, brauch ich das wirklich?) und dann, wenn ich besonders nachdrücklich zu einer schnellen Entscheidung gedrängt werde, erst recht auf die Bremse zu steigen und zu sagen "ich will mir das noch in Ruhe überlegen" - im Internet ist das mitunter gar nicht so leicht, besonders bei den vielen "Gratisangeboten". Da hilft es, sich gleich einmal zu fragen, was hat der Anbieter davon, wenn er mir was schenkt?, bzw. was will er dafür von mir haben?
Und: jeder, der mir was "verkaufen" will, wird mit meinen Angeboten konfrontiert, und da kann es mitunter schon passieren, dass sich die Konstellation Verkäufer - Käufer plötzlich umkehrt.....
- 18 Jan 2008, 6:34 pm
