Erfurter Koepfe

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  • Therese Baum
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    Mozart-Oper feiert Premiere am Theater in Erfurt
    "Die kleine Zauberflöte" nach Mozart hatte am Wochenende an der Neuen Oper Erfurt Premiere. Die Kinder im Publikum und auch die Kritikerin vergeben gute Noten.

    Liebe Kinder, wie Ihr habe auch ich die Premiere der Oper "Die kleine Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart am Theater Erfurt besucht. Nach einer Premiere schreibt ein Musikkritiker in der Zeitung, wie ihm die Aufführung gefallen hat. Meistens schreibt er für die erwachsenen Zuschauer. Da "Die kleine Zauberflöte" aber ein Stück für Kinder ist, schreibe ich heute für die kleinen Besucher und hoffe, dass Euch Eure Eltern den Text vorlesen.

    Gefreut hat mich, dass alle Darsteller viel Applaus bekamen, denn der ist für Künstler der schönste Lohn. Die Regisseurin Eva-Maria Abelein, das ist diejenige, die sich die abenteuerliche Geschichte ausgedacht hat, erzählt zusammen mit dem Ausstatter, Hank Irwin Kittel, das ist derjenige, der das schöne Bühnenbild entwarf, von geheimnisvollen Dingen, die in einem Zeltlager passieren. Schwarze Vögel flattern über eine große Leinwand, während die Königin der Nacht ihre furchterregende Arie sing. Eine böse Frau, die nicht will, dass ihre Tochter Pamina, die wie eine glitzernde Barbie-Puppe ausschaut, den Prinzen Tamino heiratet. Aber die beiden bestehen alle Proben und laufen für ihre Liebe sogar über glühende Kohlen. Selbst der Bösewicht Monostatos (Jörg Rathmann) kann nicht verhindern, dass am Ende des modernen Märchens das Gute siegt.

    Rund um das Indianerzelt, dies habt Ihr sicher gehört, klingt viel schöne Musik von Mozart. Und wie im Musikunterricht, wo es sauber und unsauber singende Schüler gibt, singen auch auf der Bühne gute und weniger gute Sänger. Dafür verteilt der Kritiker wie der Musiklehrer Noten. Dem Leiter des Zeltlagers Sarastro (Sebastian Pilgrim) gebe ich genau wie Pamina (Daniela Gerstenmeyer) die Note zwei. Tamino (Marwan Shamiyeh) und die Königin der Nacht (Christa Maria Dalby) erhalten nur die Note drei. Die drei Damen (Michalina Bienkiewicz, Carolina Krogius, Katharina Waltz) singen zu ihrem gewitzten Spiel mit feinem, schlanken Ton.

    Und der Vogelfänger Papageno, der sich eigentlich nur eine Freundin wünscht, hat - welch nette Regie-Idee - schwuppdiwupp gleich drei Papagenas für sich gewonnen. Diese sind verführerisch anzuschauen, aber weil sie ein bisschen Probleme mit dem Parlando (das bedeutet schnelles Singen mit guter Aussprache) haben, erhalten sie gerade noch die Note zwei, genau wie das unter Leitung von Samuel Bächli musizierende Philharmonische Orchester.

    Liebe kleine Zauberflöten-Besucher, gemessen am Applaus hat Euch Papageno am besten gefallen. Mir auch. Gesungen wurde diese Rolle von dem ausgezeichneten Bariton Máté Sólyom-Nagy. Dieser schleckt als bunter Vogel nicht nur gern süße Sachen und war mit Vergnügen bereitendem Spielspaß bei der Sache, sondern bei ihm saß jeder Ton, war der Text gut zu verstehen, klangen die Töne sauber und rund bis hinauf in die letzte Reihe des Parketts. Papageno war toll und bekommt die Bestnote. Das müsst Ihr unbedingt Euren Freunden erzählen.

    Quelle: http://www.thueringer-allgemeine.de/


    Viele Grüße und einen guten Wochenstart
    Ihr Erfurter Köpfe Team