grenzüberschreitende Arbeitsmärkte Europa

Hallo Miteinander !

Als Unternehmer in der HR-Branche ist man eigentlich immer am Netz.

Social Networking ist fast unbemerkt Arbeitsalltag eines jeden Personalmanagers geworden und im Zeichen von Flatrate und permanenten Datenverbindungen eigentlich nur zum ab und zu nötigen Schlaf nicht in Betrieb. Früher sagte man dazu Workaholic, heute ist das irgendwie ein Normalzustand geworden.
Kein Wunder also, dass auch ich in vielen Netzwerken tätig bin und mit vielen Personen und Gruppen in Verbindung stehe.

Nun habe ich gerade in XING vor Weihnachten festgestellt, dass das Hauptinteresse auch meiner unternehmerischen Aktivitäten, der europäische Arbeitsmarkt, mit einer eigenen Gruppe überhaupt nicht vertreten ist.
Also fand ich, es wäre an der Zeit, eine solche zu gründen.

Und,- kaum haben wir die ersten 14 Tage Januar erreicht schon haben wir fünf Mitglieder, die sich für diese Thematik interessieren und ihre beruflichen oder auch privaten Interessenslagen, Projekte und Ideen hier mit einbringen wollen. Schön.

Genau so unterschiedlich wie das freie Europa ist, so unterschiedlich, vielfältig und kreativ stellen wir uns auch unsere Mitglieder vor.
Wenn wir uns allein einige Highlights an Überschriften des vergangenen Jahres in Erinnerung rufen, dann stellen wir schon fest, dass wir, ob wir es nun wollen oder nicht, diesem Thema- europäischen Arbeitsmarkt - sowieso stellen müssen.
Ein sehr begnadeter, schwäbischer Politiker, Prof. Dr. h.c. Lothar Späth, hat zu diesem Thema einmal gesagt: „Es ist ganz einfach keine Frage des Wollens. Sehen sie doch mal das Internet, egal, ob man es will oder nicht, es ist einfach da.“
Und so bietet uns hier sich eine Möglichkeit, einen gemeinsamen Gedankenaustausch über Projekte, über Fragestellungen, über mögliche Antworten, über ungewöhnliche Wege und über verschiedenste Möglichkeiten des Zusammenwirkens, die erst durch eine gemeinsame Kommunikation überhaupt sichtbar werden, zu führen. Das ist einer der großen Vorteile des Social Networking und auch einer der großen Vorteile der XING Idee.

Womit werden wir uns beschäftigen ?

Da haben wir die HR-Strategen, die in den Industrieunternehmen Europas überlegen, wie sie die Personalkosten und die Ergebnisse effizient gestalten, wohin sie eventuell welche Prozesse auslagern, mit welchen Ergebnissen und Erfahrungen.

Da haben wir eine mit ungeahnter Geschwindigkeit eingetretene Situation, das für alle in Europa gilt: wir haben das europaweit wirkende Fachkräfteproblem.
Und wieder, so ähnlich wie beim Klimawandel: keiner will es gewusst haben und auf einmal ist er doch da.

Da sind aber auch durchaus private Interessenslagen, die dazu führen, dass sich High Potentials, aber auch ganz generell gute Fachkräfte im Facharbeiterbereich, dorthin orientieren, wo die Gesamtheit der Soft facts stimmt.

Da haben wir das Ärzteproblem in Europa, mit der Folge, dass wir überall zu wenig Ärzte haben.

Da haben wir die offenen Grenzen, die wir seit dem Dezember nun auch in Richtung Osteuropa haben.

In dieser Unterschiedlichkeit der Arbeitsmarktstrukturen, der Unterschiedlichkeit der Kultur, auch in der Unterschiedlichkeit der Sprache entsteht nun langsam unser europäischer Arbeitsmarkt.

9 Milliarden Euro setzt die EU jedes Jahr zur Umsetzung der Beschäftigungspolitik ein. Aber trotzdem: Europas Wirtschaftskraft ist schwächer geworden. Die soziale Ungleichheit innerhalb Europas hat sich wieder verstärkt und das Bruttoinlandsprodukt wurde durch Stabilität und Aufwertung des Euros nicht gestärkt, sondern geschwächt.

Europa hat an Wirtschaftsleistung im Vergleich zu den USA ganz klar Nachholungsbedarf. Die Wirtschaft reißt sich um die High-Tech-Einwanderer. Wir hören von Bluecard, wir hören von Greencard. Das Problem der hochqualifizierten Fachkräfte muss besondere Beachtung finden, da es ja auch jetzt schon ganz klar so ist, dass in zunehmenden Maße nicht mehr die Unternehmen sich die Fachkräfte, sondern die Fachkräfte sich die Unternehmen aussuchen. Auch das ist ein neuer Trend.

Lassen Sie uns also gemeinsam Probleme und vor allen Dingen Lösungen, auch Erfahrungen und auch ungewohnte Wege diskutieren, wie wir in dieser Frage weiter kommen.

Jeder der für sich selbst einen Platz im europäischen Arbeitsmarkt sucht, sei es als Koch oder Kellner in Tirol, sei es als deutscher Arzt in Norwegen oder sei es als polnischer Arzt in Deutschland, als CNC Fachkraft in Österreich, oder als einfach jemand der Erfahrungen oder Interessen einbringen kann, ist in dieser Diskussion willkommen.
Jeder Impuls der eingebracht werden kann, der oft einen regionalen Raum mangels ausreichender Kommunikationswege nicht verlässt, ist wertvoll.

In den Foren werden wir ein „OPEN SPACE“ Forum einrichten, einen Marktplatz für alles ,
und , sicher auch wichtig, einen Veranstaltungskalender von wichtigen Veranstaltungen zum Thema. Auch da ist die Kenntnis jedes einzelnen willkommen.

Ich selbst habe mit vielen Aufgabenbereich zu unserem Thema zu tun und werde mir Mühe geben viel beizutragen.

Lassen Sie uns also Gedanken austauschen, Informationen geben und lassen Sie uns Raum geben für Kreativität und gehen Sie bitte davon aus, dass kein Gedanke abgetan wird. Alles ist erlaubt. Querdenken ist ausdrücklich erwünscht.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit


Ihr

Wolfgang Menger

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