Entwicklungszusammenarbeit

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  • Achim Halfmann
    Achim Halfmann    Premium Member   Group moderator
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    Aid by Trade oder Fairtrade?
    Am Donnerstag haben wir auf CSR NEWS anlässlich einer Pressekonferenz in Berlin über das Thema "Aid by Trade" berichtet (siehe unten).

    Bei dem Pressegespräch klang auch die Frage nach dem Verhältnis von AID BY TRADE und FAIRTRADE an.
    Steht beides gleich berechtigt nebeneinander? Gibt es einen Königsweg für die Verbesserung der Situation von Produzenten in Afrika und Asien?
    Sind es politische Rahmenbedingungen wie etwa Subventionen heimischer Bauern, die "Entwicklungshilfe durch Handel" verhindern?

    Dieses Thema möchten wir auf CSR NEWS fortsetzen und ich suche Gesprächspartner dazu. Über Ihre Rückmeldung oder Ihr Statement würde ich mich freuen!

    Beste Grüße in die Runde,

    Achim Halfmann
    Redakteur CSR NEWS

    Baumwolle wird knapp: Aid by Trade schafft win-win

    Berlin > Auf die baumwollverarbeitende Industrie kommt ein Rohstoffengpass zu. Die rasch wachsende Nachfrage in Schwellenländern kann durch die aktuelle Baumwollproduktion nicht gedeckt werden, sagte Dr. Michael Otto gestern auf einer Pressekonferenz in Berlin. Otto stellte dort als Unternehmer und Initiator der Aid by Trade Foundation gemeinsam mit Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel und dem beninischen Landwirtschaftsminister Michel Sogbossi die Handelsinitiative und ihre Marke “Cotton made in Africa” vor.

    Aid by Trade Foundation als win-win

    In Benin nehmen derzeit rund 20.000 Bauern an den Programmen der Stiftung teil, afrikaweit sind es 200.000. Die Baumwollerzeuger werden in modernen Anbaumethoden und reduziertem Pestizideinsatz geschult, was ihnen höhere Erträge und eine bessere Rendite beschert. Das verringert zugleich die Landflucht. Lizenzeinnahmen aus der Zertifizierung der Baumwolle fließen zurück in die Anbauregionen und werden unter anderem in die Schulbildung der Kinder bäuerlicher Familien investiert, berichtete Otto. Auch für Abnehmer wie PUMA schaffe Cotton made in Africa Vorteile in der Kundenansprache. Im letzten Jahr kamen rund sechs Millionen Textilien aus Cotton made in Africa in den Handel, in diesem Jahr sollen es bereits zehn Millionen sein.

    Cotton made in Africa als Alternative zu Fairtrade

    Die Baumwolle Cotton made in Africa wird zu üblichen Marktpreisen angeboten, enthält also keinen Fairtrade-Zuschlag. “Fairtrade produziert letztlich für eine Marktnische”, sagte Otto. Die Aid by Trade Foundation wolle den Massenmarkt erreichen, das seien zwei unterschiedliche Konzepte. Zudem zeichne Cotton made in Africa eine sowohl ökologische als auch soziale Verantwortungsübernahme aus.

    Millenniumziele brauchen wirtschaftliche Entwicklung

    Der deutschen Entwicklungspolitik gehe es nicht um die Sicherung von Absatzmärkten, sondern um eine Überwindung von Armut, sagte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Unmittelbar vor dem UN-Gipfel zu den Millenniumzielen vom 20. bis 22. September in New York betonte der Minister, die Erreichung dieser Ziele sei nur mit einer deutlichen Verbesserung des Wirtschaftswachstums in den betroffenen Regionen möglich. Dazu gehöre auch, weitere Glieder der Wertschöpfungskettekette der Baumwollverarbeitung im Land selbst anzusiedeln. Bisher wird in Benin die Baumwolle nur entkernt und dann für die Weiterverarbeitung exportiert.

    Entwicklungsministerium bietet Unternehmern offene Türe

    Niebel will Rahmenbedingungen schaffen, die Impulse für mehr privatwirtschaftliches Engagement in den Ländern der Entwicklungszusammenarbeit setzen. So habe er in seinem Haus ein neues Referat “Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft” geschaffen, wo “Unternehmer ihre Fragen loswerden” können. (…)

    Der Artikel im Volltext:
    http://csr-news.net/main/2010/09/16/aid-by-trade-schafft-win...