Entwicklungszusammenarbeit
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Nataly Brombach Group moderatorThe company name is only visible to registered members.ART against FGM - Internationales Kunst-Projekt in Kooperation mit Fulda-Mosocho-Projekt
Merry Meet zusammen,
als Mit-Organisatorin und begleitende Autorin möchte ich Ihnen an dieser Stelle das internationale Kunst-Projekt "ART against FGM" vorstellen; eine Kooperation des Europäischen Parlaments mit der Illustratoren Organisation, dem Fulda-Mosocho-Projekt und einzelnen Kreativen.
Das Fulda-Mosocho-Projekt engagiert sich seit 2002 gegen die weibliche Genitalverstümmelung (auch Female Genital Mutilation, FGM) in Kenia. In begleitender Kooperation mit den Menschen dort konnten die Initiatorin Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe und ihr Team ein Umdenken schaffen, das u.a. eine drastische Senkung der Beschneidungsrate zur Folge hatte (von 98 % auf 66 %). Das neue Bewusstsein, das der eigenen, innersten Überzeugung der Kenianerinnen und Keniar entspringt, wird inzwischen auch schon aktiv von Gebieten außerhalb der Mosocho-Region angefragt.Überzeugt von diesem Projekt, das weltweit zu den erfolgreichsten zählt, hat der EU-Parlamentarier Alexander Alvaro (FDP) das Fulda-Mosocho-Projekt für die Nominierung zum Sacharov-Preis vorgeschlagen.
Inspiriert von dem Engagement und Erfolg des Projektes, plante Comiczeichner Nils Oskamp, Mitbegründer der Illustratoren Organisation e.V. gemeinsam mit dem liberalen Europapolitiker Alexander Alvaro eine internationale Kunst-Aktion, die Solidarität mit beschnittenen bzw. von der Beschneidung bedrohten Mädchen und Frauen zeigen würde – über alle Grenzen und Kulturen hinweg. Ein Aufruf sollte Künstlerinnen aus ganz Europa zur Einsendung ihres kreativen Statements gegen die FGM bitten, um aus ihnen einen Bildband zu produzieren. Dieser sollte als Einladung zur Abstimmung über die Nominierung an die Europaparlamentarier gehen und ihnen die Dringlichkeit einer Entscheidung für das Fulda-Mosocho-Projekt zeigen. Da der Einladungsband aufgrund des knappen Budgets nur 32 Seiten hat, wurden ein weiterer Bildband und eine Wanderausstellung zur öffentlichen Präsentation aller Einsendungen angedacht, sowie die kostenfreie Nutzung aller Werke für die Entwicklungs- und Öffentlichkeitsarbeit des Fulda-Mosocho-Projektes.
Binnen weniger Tage stellte Oskamp das Organisatoren-Team zusammen, das derzeit aus
Nils Oskamp – Illustratoren Organisation e.V., Hamburg
Marian Meinhardt-Schönfeld – Illustratoren Organisation e.V., Hamburg
Nataly Brombach – LexxHexx, die Texte-Hexe, Düsseldorf
Claudia Wegener – Fulda-Mosocho-Projekt, Fulda u. Mosocho Market
besteht.
Der Aufruf wurde in erster Linie über europäische Illustratoren-Verbände, deren Verteiler, Foren und Webseiten an Künstlerinnen in ganz Europa verschickt. Schon in der ersten zwei Woche war ein großes Feedback in Form der eingereichten Werke zu verzeichnen. Auch viele Männer fühlten sich von dem Thema betroffen und schickten ihre Arbeiten ein. Ein Anreiz war dabei sicher auch die Art, wie diese bisher einmalige Aktion das Humanitäre und Kulturelle verbindet.
Bis zum Einsendeschluss am 24. August 2006 gingen über 150 Werke von mehr als 100 Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, der Schweiz, den USA und Neuseeland ein. Die Bildauswahl für den 32-seitigen Einladungsband erfolgte in Absprache mit dem Fulda-Mosocho-Projekt. Dank der Unterstützung der Druckerei Holtkamp, Lünen, konnten 1.000 hochwertige Exemplare des Bandes „Women’s Art Protest against Female Genital Mutilation“ gedruckt werden. Die Düsseldorfer Software-Schmiede „Hexerei“ gestaltete eine neue Startseite für das Fulda-Mosocho-Projekt, während die Internetagentur Station.ch für AAFGM eine virtuelle Bildergalerie erstellt, in der alle eingesendeten Werke zu sehen sind. Diese sollen nach der Entscheidung über den Sacharov-Preisträger (die Vorentscheidung über die drei Final-Kandidaten - aus 10 Nominierten - findet heute abend statt) in einem großen Bildband zusammengefasst werden. Für die Originalwerke ist eine Wanderausstellung geplant, die auf die grausame Praktik der FGM aufmerksam machen soll. Durch eine Kombination mit Werken afrikanischer Künstler und Künstlerinnen, die den durch das Fulda-Mosocho-Projekt in Gang gebrachten kulturellen Wandel widerspiegeln, werden die Situation und neuen Perspektiven der Kenianer/innen sichtbar.
Insgesamt stieß "ART against FGM" auf derart positive Resonanz, dass wir uns im Augenblick mit dem Gedanken tragen, noch einen zweiten Aufruf zu starten, mit einer auf die ganze Welt und männliche Künstler ausgeweitete Teilnahme. Die gesamten Werke möchten wir - neben geplanter Wanderausstellung und Bildband - allen entwicklungspolitischen/-orientierten Gruppen, Projekten und Organisationen, die sich gegen die FGM einsetzen, für ihre Aufklärungs- und Öffenlichkeitsarbeit zur Verfügung stellen.
Sollten Sie dazu gehören und dieses Angebot nutzen wollen, anderweitige Synergien erkennen oder an einer Kooperation mit/an der Unterstützung von "ART against FGM" interessiert sein, freuen wir uns darauf, von Ihnen zu hören.
Weitere Informationen sowie Bilder und Bildband finden Sie unter
http://www.ART-against-FGM.com
Informationen über das Fulda-Mosocho-Projekt unter
http://www.fulda-mosocho-project.com
- 25 Sep 2006, 7:47 pm
