Fairtrade

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  • Frank Braun
    Frank Braun    Premium Member   Group moderator
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    Verbraucher sollen faire Milch nachfragen - Pressemitteilung des BN
    Seit langem unterhalte ich mich mit diversen Unternehmen, wie das Thema Fairtrade auch auf deutsche Produkte Anwendung finden könnte. Hier nun ein Ansatz zu Milch, der mal ein erster Schritt ist!

    Sicherlich unterstützenswert!

    Hier die Presse-Mitteilung des BN:
    _______________________________________________________________________
    Pressemitteilung
    Freising, 20.1.2010
    PM 003-10/LFGS
    Landwirtschaft
    „Verbraucher sollen faire Milch nachfragen“-
    BN begrüßt die neue Milch mit dem fairen Erzeugerpreis, die ohne Gentechnik mit hohem Wiesenfutteranteil produziert wird
    Nach Biomilch die zweitbeste Initiative in Bayern
    Die niedrigen Milchpreise der letzten Monate haben viele bayerischen Milch-bauern in Existenznöte gebracht und führen zu einer kontinuierlichen Indust-rialisierung der Landwirtschaft. Dumpingpreise für Milch und Butter gefähr-den die Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden und machen auch Bayerns Natur- und Kulturlandschaft ärmer.

    Deswegen begrüßt der Bund Naturschutz die neue „faire Milch“ der Milch-verwertung Süddeutschland (MVS), die vom Bund deutscher Milchviehhalter (BdM) initiiert wird ganz besonders: „Die Milch bietet mit 40 Cent einen fairen Preis für die Bauern und einen Zusatznutzen für die Umwelt“, so Richard Mergner, BN-Landesbeauftragter, „denn sie wird ohne gentechnisch verän-derte Futtermittel, mit 60 Prozent Wiesenfutter und einer Beschränkung des Maisanteils in der Futterration auf maximal ein Drittel erzeugt.“ Besonders wichtig sei, dass die Milch das Label „ohne Gentechnik“ trage und die Verbraucher damit eine echte, transparente Alternative beim Milcheinkauf hätten. „Da rund 80 Prozent der gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit im Futtertrog landen, ist diese Initiative für gentechnikfreie Fütterung ganz besonders wichtig, um den risikoreichen Gentechnikanbau zu vermeiden,“ so BN-Landwirtschaftsreferentin Marion Ruppaner.

    „Wir fordern die Verbraucher auf, die neue faire Milch nachzufragen, und damit einen Beitrag zur Sicherung der bayerischen Kulturlandschaft zu leis-ten. Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner muss sich endlich für den Ausbau der gentechnikfreien Fütterung bei Molkereien und in der Fleischbranche einsetzen,“ so Mergner.
    Nach Biomilch, die richtliniengemäß ohne Gentechnik produziert wird, bewertet Ruppaner die neue faire Milch als die „zweitbeste Alternative“. Die neue faire Milch aus Süddeutschland bringt neuen Schwung in den Markt für gentechnikfreie kon-ventionelle Milch, auf dem bisher der Milchmulti Campina seit einem Jahr Milch mit der Landliebe-Marke steigenden Umsatz erzielt. „Wir hoffen, dass das Beispiel der MVS den Markt in Bewegung bringt, und weitere Molkereien Fütterungsschienen ohne Gentechnik aufbauen. Dann kann ein Qualitätswettbewerb starten, von dem Bauern, Verbraucher und die bayerische Kulturlandschaft profitieren. Denn Milchprodukte, die ohne gentechnisch verändertes Soja, auf Basis von Wiesenfutter erzeugt werden, haben auch höhere Anteile an den gesundheitsfördernden Ome-ga 3 Fettsäuren zu bieten. Einige Biomilcherzeugnisse aus Grünlandregionen, wie dem Allgäu oder dem Berchtesgadener Land bewerben bereits diese positiven Inhaltsstoffe“, so Ruppaner.

    Etwa 80 Milchbauern aus Bayern, 15 aus Baden Württemberg und 25 aus Hessen liefern für die Qualitätsmarke „faire Milch“, welche über REWE und Tegut-Märkte in Süddeutschland vertrieben wird. Als erstes Produkt kommt H-Milch auf den Markt, wie Geschäftsführer Jakob Niedermayer betont. Wenn die Nachfrage stim-me und steige, sei die Ausweitung der Produktpalette auf Frischmilch und Butter geplant. Weitere Milchviehbetriebe stehen schon auf der Warteliste der MVS und können liefern, wenn der Absatz gut läuft.
    Das Qualitätskonzept der fairen Milch sieht unter anderem vor:

    • kein gentechnisch verändertes Kraftfutter oder sonstiges gentechnisch ver-ändertes Futter im Betrieb einzusetzen
    • nur in Europa erzeugte Futtermittel zu verwenden (Verzicht auf Sojaschrot und Maiskleber)
    • nur max. 1.500 kg Konzentratfutter pro Kuh einzusetzen
    • den Silomaisanteil auf maximal 30 % in der Ration zu begrenzen
    • mindestens 60 % der Futterfläche als Grünland zu nutzen
    • alle Futterkomponenten zu dokumentieren und den Nachweis der Konzen-tratfuttermengen zu führen
    • eine Hoftorbilanz zur Beurteilung der Nährstoffflüsse im Einzelbetrieb zu führen
    • sich an Maßnahmen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms oder Vertragsnaturschutzprogramms zu beteiligen oder ein gleichwertiges Pro-jekt für den Naturschutz umzusetzen.

    Mehr Infos unter:
    http://www.die-faire-milch.de
    Für Rückfragen:
    Marion Ruppaner, BN Landwirtschaftsreferentin
    Tel. 0911-81878-0 oder 0171-6394370
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    Liebe Grüße

    Frank