Fischernetz
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Alexander Bertsch Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Stör aus der Eckernförder Bucht
... das kann ja noch heiter werden, beim nächsten Meerforellenangeln:
http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article//kampf-mit-r...
Seit 45 Jahren fährt Fischer Hans-Joachim Vick auf die Eckernförder Bucht und legt seine Netze aus. Jetzt machte er seinen größten Fang.
Eckernförde. Früher hat er als Zimmermann Häuser gebaut, heute fängt Hans-Joachim Vick große Fische. Sein größter ist ihm am Freitagnachmittag in der Eckernförder Bucht ins Netz gegangen: ein Stör von 155 Zentimetern Länge und mindestens 30 Kilogramm. Eine absolute Rarität in der Ostsee. Der Stör ist hinter der Rückenflosse mit einer länglichen, gelben Markierung versehen, möglicherweise ist dem Tier ein Sender implantiert worden.
Der Eckernförder Fischer vermutet, dass er einen der seltenen Atlantischen Störe aus dem Wasser gezogen hat - eine Fischart, die seit eh und je in der Ostsee heimisch war und wegen Überfischung seit Ende des 19. Jahrhunderts als bedroht gilt. Sollte es sich tatsächlich um ein solches Exemplar handeln, dürfte auch die Wissenschaft daran großes Interesse haben. Vick erwartet am Montag einen Fischereiexperten zur Begutachtung und Bestimmung seines Fangs. "Früher gab es für solche seltene Fänge mal eine Prämie bis zu 10.000 Mark", erinnert sich der 69-jährige Eckernförder. "Vielleicht gibt es ja ein paar Euro".
"Ich habe zehn Minuten gekämpft"
Aber darum geht es Jochen Vick nicht wirklich. Er ist fasziniert von dem kapitalen, urtümlichen Stör. Er ist sein zweiter, der erste, ein Sibirischer Stör, war deutlich kleiner. Gewöhnlich werden die Atlantischen Störe in ihrem langen Leben 1,30 bis 2,20 Meter lang und erreichen ein Gewicht von 30 bis 45 Kilogramm bei Männchen und 50 bis 110 Kilogramm bei Weibchen, die eine enorme Zahl an Fischeiern, den begehrten Kaviar, in ihrem Leib tragen. Darüber hinaus gibt es Berichte von außergewöhnlich großen Fängen von 4,30 Meter Länge und fast 370 Kilogramm.
"Ich habe zehn Minuten gekämpft, bis ich ihn an Bord hatte", berichtet der erfahrene Fischer. Der Stör ist ihm mitten in der Eckernförder Bucht in Höhe Karlsminde ins ausgelegte Stellnetz gegangen. Mit der Winsch holte Vick das Netz ein, kurz darauf erblickte er "das Riesenvieh. Ich dachte zuerst, das ist ein Schweinswal". Vick, der am Freitag wie so oft allein auf Fangfahrt war, schnappte sich einen Besen und versuchte damit, unter den Schwanz des Fisches zu kommen, ihn an die Oberfläche zu hebeln und zu greifen. Das gelang ihm auch nach einiger Zeit, aber es war ein Kampf Mann gegen Fisch. "Er hing nur mit dem Maul in den Maschen, ich musste vorsichtig sein, damit er nicht wieder loskommt". Es klappte - nach zehn Minuten konnte er seinen gewaltigen Fang an Bord hieven.
Bis Montag kümmert sich Jochen Vick um den Riesen-Stör, wird das robuste Tier fachgerecht halten und nach dem Gespräch mit einem Fischereibiologen den weiteren Werdegang festlegen. Möglicherweise landet der große Stör, der auf der Roten Liste gefährdeter Arten steht, später in einem großen Aquarium und fasziniert viele Besucher.
- 09 Feb 2012, 12:59 pm
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Holger Koeppe Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.- 09 Feb 2012, 8:43 pm
