An jedem ersten Donnerstag im Monat gibt es einen dokumentarischen Fernsehbeitrag der Zeitschrift mare. Gesendet wird er auf NDR um 20.15 Uhr.
Diesmal geht es mit mehreren Reportagen nach Alaska. Und ein Bericht schildert die Tätigkeit eines Fischguides und sein Verhältnis zu den Konkurrenten - Bären...
"Alaska: Magisch zieht der nördlichste Bundesstaat der USA noch heute Abenteurer und Glückssucher an.
Herb Freitag zum Beispiel, ein typischer American Vagabond. Er lässt es sich dort, wo es am schönsten ist zur Zeit der Sommersonnenwende, gut gehen: am Strand von Ninilchik. Bei passendem Mondstand und wenn sich das Meer bei Niedrigwasser so weit zurückzieht wie sonst nie im Jahr, geht Herb mit Spezialschaufel und Eimer auf Muschelsuche. Denn dann gibt das Meer die begehrten Razor clams frei. Bei der Muschelsuche muss man schnell sein und höllisch aufpassen, die Delikatesse ist scharf wie eine Rasierklinge.
Diane Tillian sucht und findet ihr Glück auf einer einsamen Insel. Seit 60 Jahren malt sie Bilder - mit der Tinte des Tintenfisches. Sie lebt mit ihrer Familie in Halibut Cove, einer winzigen Bucht in der Kachemak Bay. Das ist zwar etwas abgelegen, aber hier gibt es immer Nachschub an frischer Tinte. Auch wenn es dort nicht genug Platz zum Reiten gibt, ist das kein Problem. Dianes Tochter Marian verfrachtet ihr Pferd kurzerhand aufs Boot, dann geht es rüber zum Festland und dort im Galopp über den Lieblingsstrand.
Mitten im Kenai River muss Fishguide Joe sich mit einer sehr speziellen Konkurrenz herumplagen: Bären. Im Fluss gibt es Lachse und Forellen im Überfluss, was außer Joe aber auch die Bären wissen. Darum ist die 500 Magnum immer gut geladen. Man kann ja nie wissen ... "Die verdammten Moskitos sind viel schlimmer als die Bären", sagt Goldsucher Joe Demaree, "gegen die kannst du dich nämlich nicht wehren." Doch das ist Jammern auf hohem Niveau. Mit einer Handvoll Goldnuggets lässt sich einiges ertragen."

