Holger Koeppe Premium Member Group moderator
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Ich war gestern wieder mit dem Zanderflüsterer unterwegs, ein Geburtstagsgeschenk meiner Familie und hatte wohl den Zander meines Lebens im Drill!
Erst nahmen wir an das ich mich in einem Ast verfangen hätte. Mani und ich hatten sogar schon die "Schnippsmethode" angewand um den Köder zu befreien, weil nach dem Haken keine Bewegung mehr in der Schnur erfolgte. Dann nach gefühlter 1 Minute spürte ich wie sich das Boot in Richtung des vermeintlichen Astes zog, der "Ast" aber irgendwie nach links wegdriftete. Und dann zog er auch das erste mal an der Rute. Man muss sich mal vorstellen, schon versucht die Leine frei zu kriegen, so lange am Boden gelegen und dann fährt das Teil erst los!!! Eine 75g Rute mit wirklich Norwegen tauglicher Aktion bog sich bis zum 5ten Ring, die spürbaren Bewegungen waren nicht schnell und hektisch wie ich es von einem 50er Zander so gewohnt bin. Wie ein U-Boot tauchte der Fisch mit kräftigen und langen Stößen nach unten und zur Seite ab. Ich hatte ihm einen 20cm Gummifisch angeboten mit 14g Jigkopf und ich glaube einem 4er Haken. Den nahm er sich auf dem Boden, eben der geglaubte Ast. Da Mani schon mehrfach Großzander Fänge erlebt hat, war ihm klar so wie die Rute gebogen und die Größe der oberflächlich erkennbaren Flossenstrudel waren - das ist ein Kapitaler jenseits der 90cm!!!!
Mit dem Kescher in der Hand und kurzer Überprüfung der Bremse musste er dann leider genau wie ich ansehen, wie plötzlich die Spannung aus der Rute ging und der Gummifisch in hohem Bogen aus dem Wasser über unsere Köpfe hinweg flog. Echt, ich bekomme noch Gänsehaut wenn ich das hier schreibe. Ich bin nur froh, dass wir den Fisch nicht wirklich zu Gesicht bekommen haben, das wäre sicher noch viel tragischer.
Natürlich hielten wir uns noch einige Stunden vergeblich in diesem Berreich auf, ich hatte noch einige Anfasser aber irgendwie war die Luft dann raus.
Der Ausflug endete mit zwei Hechten die ich fing und zwei Zandern -einem Rapfen, die Mani an die Köder gingen. Gefangen haben wir mit Gummi und Wobblern. Einen 67er Zander konnte Mani beim Vertikalangeln überlisten. War auch spannend mit kurzer Schnur den direkten Einstieg zu bekommen.
Nun ja, ich bleibe also weiter vom Zanderfieber gefangen und warte auf die nächste Chance. Bis dahin wird mich die Erinnerung sicher noch so manches Mal um den Schlaf bringen genauso wie der abgerissene 2m Wels, die ausgeschlitze 70er Mefo, der verlorene Karpfen, diverse undefinierte Anfasser in Norwegen und..........
Petri
This post was modified on 18 Jun 2011 at 08:49 am.