Fischernetz

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  • Dirk Mohrenberg
    Dirk Mohrenberg
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    Das Zanderangeln ist (k)eine Kunst für sich !!!
    Wer von uns kennt das nicht, den ganzen Tag am Spinfischen und kein Fisch beißt. aber wir spüren ihn.
    Der spezielle siebte Sinn.
    Wir stehen auf der Buhne und testen einen Gummifisch nach dem anderen aus, anstatt unser vertrauen in den Köder zusetzen, den wir gerade zuvor in unserem Angelladen gekauft haben.
    Wir probieren und probieren, alles für die Katz. wir werden immer hektischer und verlieren dadurch nur unsere Gummifische sowie das Vertrauen in unsere Angeltechnik.
    So erging es mir schon des öfteren an der Elbe bei Hamburg. bedingt durch die Tide, redete ich mir ein,das man große Zander nur bei auflaufend Wasser fangen kann. Ich teilte meinen Dienst buchstäblich nach dem Wasserstand ein, alles blödsinn.
    Das Zanderangeln ist (k)eine Kunst für sich?
    Es ist berechenbar, wir sollten uns nicht vom Wetter, Tiden, zu Kalt, zu windig, oder es regnet vom Zanderangeln abhalten lassen.
    Was brauchen wir den: eine Spinrute, eine Spinrolle, Sehne, Kescher, Messer, Totschläger, Wirbel, Gummifische und Ausdauer.
    Wenn ich einen Tag an der Elbe auf Zander angel, und ausdauernd fische, bleibt der Erfolg nicht aus.
    Die Kunst des Zanderangeln liegt in der Ausdauer. mit jeden Wurf, mit jedem einholen kann der Traumfisch an der Rute, nach einem kurzen Ruck der ergreifende Biss, gelandet werden.
    Es gibt nichts schöneres als bei Wind und Wetter, kalten und sonnigen tagen zu fischen.
    Ich fische am liebsten von Buhnen direkt in den Elbstrom, mein Gummifisch mit maximal 10 bis 16g Köpfen sucht sich die Rinne selbst. Dort lasse ich ihn dann verführerisch tanzen. der Biss meldet sich meist durch zartes klopfen an. Dadurch spüre ich das ein Zander in der nähe ist, beim nächsten Auswurf führe ich den Gummifisch mit noch mehr Gefühl, so das der Zander dem fischchen nicht wiederstehen kann.
    Zu meiner Technik:
    Ich fische anfangs ein Doppelschlag ( die Rute beim einholen zweimal anheben ), und wenn sich der Fisch bemerkbar macht, einen einfachen Schlag ( die Rute beim einholen einmal anheben ).
    Übrigens es beißen nicht nur Zander in der Elbe, sondern auch Hechte, Lachse und Barsche.

    Gruß
    Dirk Mohrenberg
  • Alexander Bertsch
    Alexander Bertsch    Premium Member   Group moderator
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    Re: Das Zanderangeln ist (k)eine Kunst für sich !!!
    Genau so ist es.

    Das Wort "Ausdauer" ließe sich auch mit "Konzentration" ersetzen. Ich habe die meisten Zander in den ersten eineinhalb Stunden des Angelns gefangen - eigentlich unabhängig von der Tageszeit, der Beleuchtung, dem Wetter. Und in den vielen Zanderjahren wurde mir immer klarer, dass es schlicht mit der eigenen Konzentration, der Aufmerksamkeit zusammenhängt, ob man den Köder richtig und gefühlvoll führt, die Anfasser wahrnimmt, rechtzeitig reagiert, den Anhieb setzt und den Fisch ohne Aussteiger in den Kescher bringt.
    Wenn nach drei Stunden der Rücken schmerzt, die Finger zu kalt geworden sind und man schließlich schon überlegt, wie lange man noch bleiben will, ist die Erfolgsquote bereits deutlich abgesunken.

    Am gestrigen Abend, der mir einen wundervollen Sonnenuntergang über der Silhouette von Potsdam, einen schönen Zander und zwei knuffige Barsche bescherte, war es genauso: die Konzentration macht den Fisch - beim Twistern und beim Dropshotten.
  • Stefan Meiler
    Stefan Meiler
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    Re: Das Zanderangeln ist (k)eine Kunst für sich !!!
    Zander-Frust

    Hallo Dirk,

    Zanderangeln war und ist für mich ein ziemlich frustrierendes Geschäft. Dabei ist es nicht so, dass ich ein ohnehin erfolgloser Angler wäre. Im Gegenteil. In den vergangenen Jahren habe ich regelmäßig, auch größere Angelevents im Rhein-Neckar-Raum gewonnen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass mein Anglerleben seit Jahren fast ausnahmslos auf diese, na ja sagen wir, Kameradschaftsfischen ausgerichtet ist. Jeder Versuch, mal privat auf Zander, Aal oder Karpfen zu fischen geriet regelmäßig zur Frustveranstaltung. Dass das Gewässer – der Rhein oder Neckar um Mannheim – zu wenig Zander hat, schließe ich mal aus. Ich habe einfach zu wenig Ahnung und eventuell auch die falsche Ausrüstung. Vielleicht kannst Du mir mal ein paar grundlegende Tipps geben: Wann, wie, wo ich auf Zander angeln sollte. Ich würde so gerne auch mal etwas anderes fangen, als immer nur Brassen, Barben und Rotaugen.
  • Dirk Mohrenberg
    Dirk Mohrenberg
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    Re^2: Das Zanderangeln ist (k)eine Kunst für sich !!!
    Hallo Stefan,

    Tips, na ich versuche es einmal.
    Möchtes du lieber mit Gummi oder Naturköder Zander fangen!

    Gruß
    Dirk
  • Stefan Meiler
    Stefan Meiler
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    Re^3: Das Zanderangeln ist (k)eine Kunst für sich !!!
    Hallo Dirk,
    zunächst Danke für Deine schnelle Antwort. Eigentlich ist es mir egal, mit was ich einen Zander fange. Hauptsache ich fange überhaupt mal einen. Kleine Köderfische zu bekommen, ist am Rhein kein Problem. Wegen des Mindestmaßes von 15 cm für Rotaugen in Baden-Württemberg, kommen aber wohl nur kleine Rapfen in Frage. Alles was länger als 5 cm ist habe ich bis heute als zu groß für Zander betrachtet.
    Die Strömungsverhältnisse im Rhein sind, abhängig vom Pegelstand und Angelplatz, sehr unterschiedlich. Zur Zeit haben wir Niedrigwasser. Da bleiben selbst an der Strömungsgrenze der Buhnenköpfe Futterkörbe von 10 gr. wie einbetoniert liegen. In der Regel brauchst Du aber in den Buhnen Gewichte zwischen 50 und 120 gr. In Hafeneinfahrten ist es ähnlich, in Nebenarmen kannst Du entsprechend leichter fischen.
    Die Buhnen selbst kannst nur bei extremen Niedrigwasser betreten. Es ist also nur sehr selten möglich, von der Buhne aus zu fischen. Die Buhnen sind zwischen 35 und 50 m lang. Manchmal brauchst Du also Gewaltwürfe, um an die Strömungsgrenze zu kommen. Hierzu habe ich bisher, auch für Zander, eine Havy-Feederrute (Mossella Favorit) genommen.
  • Dirk Mohrenberg
    Dirk Mohrenberg
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    Re^4: Das Zanderangeln ist (k)eine Kunst für sich !!!
    Hallo Stefan,
    das hört sich aber nicht gut.

    Versuche einmal eine Hafeneinfahrt zu finden. Am besten wo Dalden im Wasser stehen, dort befinden sich immer Gumpen die der Zander liebt.
    Wenn dort ordentlich Strömung herrscht um so besser.
    Besorge dir Triangle Jigs mit ca. 42g und einen 6/0 Haken dann montiere einen 10cm Gummifisch auf den Jig. Nun nimmst du einen 3/0 Drilling. An den 3/0 Drilling bindes du richtig fest etwa 20cm Fireline, aber bitte eine 17er. Nun nimmst du eine Ködernadel und stichst durch deinen Gummifisch. Und zwar am Ansatz wo der Schwanz sitzt. Natürlich von unten. Dann fädelst du mittels einer Schlafe die Geflochtene in die Ködernadel und ziehst so den Drilling in den Gummifisch. Nun brauchst du nur noch die geflochtene am Jigöhr befestigen und sehr gut verknoten. Achte darauf das der Drilling mit seinem Schenkel komplett im Gummi verschwindet und das ein Haken unter deinem Triangel Sitz.
    Zum Schluss klebst du mittels Sekundenkleber den Fisch an den Jigkopf an.
    Das hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Bei dieser Montage bekommst du keine Aussteiger. Jeder Bis ist auch ein Fisch.
    Schade das man hier keine Fotos einstellen kann.
    Zum Gerät:
    Wähle eine Rute bis 3,10m mit einem Wurfgewicht bis 80g und eine Rolle mit mindestens 200m 0,40mm., darauf sollte sich eine geflochtene aufgespult sein. Du kannst auch unterspulen, aber denke bitte daran das du mindestens 100m Schnur aufspulst. Am besten eine Farbige. Keine Schwarze die wirst du in den abendstunden nicht sehen.
    (deine Heavy Feeder kannst auch nehmen, bekommst aber die Anschläge nicht richtig durch )
    Zur Technik:
    Werfe so aus, das du wirklich in den Strom kommst. Denn Schnurbogen solltest du sofort bändigen. Nun lasse den Jig auf Grund absinken. Das siehst du daran das die Schnur durchhängt. Jetzt machst du zwei Kurbelumdrehungen, und lässt den Jig wieder absinken. Fische so als ob du mit einem Zirkel einen 90° Winkel zeichnet. Kurz vor den Dalden ( oder Steinpackung) holst du den Jig wieder ein.
    Mache an der Stelle ca. 100 Würfe, wenn da nichts kommt gehe einfach ca. 10m weiter.
    Der Anbiss:
    Der Anbiss kommt meist ruckartig. In dem Augenblick wo du den Jig wieder von Grund aufnehmen möchtest, Nagelt dir der Zander meist auf den Gummifisch. Du wirst feststellen wenn du die ersten 50 Zander gefangen hast, das der Zander meist spitz von hinten beißt, und er fast immer zuerst den Drilling attackiert.
    Ach ja, bitte denke daran, wenn du Hänger bekommst, ist die Stelle genau richtig. Stelle merken und etwas früher einholen. Einfach nur lächeln und abreißen und neu binden.
    Bitte lasse alle Arten von Vorfachschnüren weg. Wenn es hängt dann hängt es. Auf Dauer wirst du die Möglichkeiten kennenlernen auch Hänger zu lösen.
    Ich garantiere dir, wenn du deine Montagen so baust, wird der erste Zander nicht lange auf sich warten lassen.
    Gruß Dirk
  • Stefan Meiler
    Stefan Meiler
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    Re^5: Das Zanderangeln ist (k)eine Kunst für sich !!!
    Danke Dirk, ich werde es probieren. Habe aber noch ein paar Fragen:

    Was ist ein Triangle Jig?
    Die Jahres- und Tageszeit und das Wetter sind egal?

    Solltest Du mal auf Feederangeln und/oder Wettfischen umsteigen, kann ich mich vielleicht revanchieren.
  • Dirk Mohrenberg
    Dirk Mohrenberg
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    Re^6: Das Zanderangeln ist (k)eine Kunst für sich !!!
    Hallo,
    ein Triangle Jighaken ist ein Haken der in einem Blei eingegossen ist. Es gibt die verschiedensten Modelle. ZB. Rundkopf, Erie, Banana, Stand Up und so weiter.
    Bitte wähle in deinen Fall Rundkopf.

    Die beste Tageszeit: wenn es Hell ist , um auf Zander mit Gummifisch zu fischen. Denn nur dann stehen die Zander über Grund und Räubern. Bei Dämmerung und Dunkelheit steigen auch die Zander aus der Tiefe auf und Räubern knapp unter der Oberfläche. Dann solltest du mit einem Wobbler fischen.

    Meine besten Fische habe ich bei Knalligen Sonnenschein und 25°C im Schatten gefangen.

    Zur Jahreszeit: Denke an die Schonzeit sonst ist alles Erlaubt.
    denn Petri
    Gruß
    Dirk
    This post was modified on 13 Oct 2008 at 06:55 pm.
  • Alexander Bertsch
    Alexander Bertsch    Premium Member   Group moderator
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    Re^7: Das Zanderangeln ist (k)eine Kunst für sich !!!
    ... das mit den Tageszeiten ist sicherlich auch gewässerabhängig. Aber eigentlich ist der Zander tendenziell ein Dämmerungs- und Nachträuber.
    Meine Lieblingszeit ist der Winter, die meisten Zander habe ich in dieser Jahrerszeit zwischen 18.00 und 22.00 Uhr verhaftet.
  • Dirk Mohrenberg
    Dirk Mohrenberg
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    Re^8: Das Zanderangeln ist (k)eine Kunst für sich !!!
    Hallo,
    sicher haben Sie recht Herr Bertsch, der Zander ist eigentlich ein Nachträuber.
    Aber in der Elbe durch den Tidenhub scheint alles etwas anders zu sein.

    Herr Meiler, was macht den Ihr erster Zander!!!
    Mit meinen Erfolgen bin ich recht zufrieden. Ich war seit Oktober am Geesthachter Wehr zugegen. Die Ausbeute war bombastisch. Etliche Zander sowie zwei Lachse und fünf Meerforellen.

    Wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest!!
    Gruß
    Dirk