Fischernetz
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Manfred SiedlerThe company name is only visible to registered members.Das gesellschaftliche Ansehen der Angler...
....wird meiner Meinug nach heutzutage weit unterschätzt.
Sowohl in der Einladung von Herrn Alexander Bertsch zu diesem Forum, als auch in machen Beiträgen hier im Forum selbst habe ich so etwas wie "Minderwertigkeitsgefühle" der Angler festgestellt.
Da wird davon gesprochen, das man vor Geschäftspartnern vielleich zögert zu sagen : "Ich bin Angler"
Meiner Meinung nach sind diese Bedenken völlig fehl am Platze.
Nicht nur, dass das Angeln - neben der Jägerei - vielleicht die einzige Sportart ist, bei der der Sportler sich der Natur anpassen muß - und nicht umgekehrt, sondern er muß auch eine ganze Menge über die Natur und die Lebenwesen mit denen er umgeht , lernen und eine Prüfung ablegen um diese Passion überhaupt ausüben zu dürfen.
Viele Leute, die bislang nichts mit der Angelei zu tun hatten, fallen aus allen Wolken, wenn man ihnen den Umfang eines solchen Lehrgangs einmal vorlegt.
Auch was die Kosten für eine umfassende Angelausrüstung anbetrifft, so kann sich dieser Sport durchaus mit populären Sportarten gehobener Ansprüche wie Golf, Tennis, Drachenfliegen usw. messen.
Ich habe in den vielen Jahren meiner Tätigkeit als Außendienstmitarbeiter im Bereich Angelgeräte (1990 - 1996), Publizist einiger früherer Online-Angelmagazine, sowie als Ausbilder und Prüfe für die Sportfischerprüfung und nicht zulezt auch als Initiator und Koordinator des Aqua-Globe-Projektes eine deutliche Tendenz zu einem immer höheren Stellenwert des Angelsports festgestellt.
Ich denke dass es wohl daran liegen wird, dass die Anglerschaft immer weniger als Tierquäler und Naturnutzer, dafür mehr als kompetente Partner im Bereich des Natur- und Gewässerschutzes erkannt wird.
Immer mehr Menschen in meinem Umfeld - Freunde, Bekannte, Geschäftspartner - die über meine Tätigkeiten und mein Hobby bescheid wissen kommen mit Fragen wie z. B.:
Du ich habe da in meinem Gartenteich ein Problem. Was muss ich machen damit....
oder
Du ich habe das was gelesen. Weißt Du darüber bescheid....
Kann ich meine Kinder während der Wasserblüte trotzdem baden lassen?
usw.
Ich habe nie einen Hehl aus meiner Freizeitbeschäftigung gemacht und bin dabei - auch bei Geschäftsleuten - eigentlich immer auf offene Ohren gestoßen. Oft haben sich daraus die besten (Verkaufs-) Gespräche entwickelt (allein bei openBC finden sich 200 Geschäftsleute, die im Bereich "Sonstige Intressen" Angeln als ihr Hobby angegeben haben - nachprüfbar für Premium-Mitglieder über die Suchfunktion - damit könnte man schon einen ganzen, sehr einflussreichen Verein gründen)
Meiner Meinung nach braucht sich heute kein Angler zu schämen oder für seine Passion belächeln zu lassen.
Viele Angelvereine werden heute von wissenschaftlichen Institutionen oder Behören aufgrund ihres Fachwissen gerne gefragt und in Renaturierungprojekte eingebunden.
Angler sind heute Fachleute wenn es um Fische und Gewässer geht.
Also Kopf hoch und nicht verstecken.
Wir sind wer.
Manfred Siedler
Aqua-Globe
This post was changed on 04 Feb 2012 at 04:55 pm by Alexander Bertsch .- 04 May 2005, 10:27 pm
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Mario Biedermann Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re: Das gesellschaftliche Ansehen der Angler...
Manfred Siedler schrieb am 04.05.2005, 22:27:
....wird meiner Meinug nach heutzutage weit unterschätzt.
Sowohl in der Einladung von Herrn Alexander Bertsch zu diesem Forum, als auch in machen Beiträgen hier im Forum selbst habe ich so etwas wie "Minderwertigkeitsgefühle" der Angler festgestellt.
Da wird davon gesprochen, das man vor Geschäftspartnern vielleich zögert zu sagen : "Ich bin Angler"
Meiner Meinung nach sind diese Bedenken völlig fehl am Platze.
Nicht nur, dass das Angeln - neben der Jägerei - vielleicht die einzige Sportart ist, bei der der Sportler sich der Natur anpassen muß - und nicht umgekehrt, sondern er muß auch eine ganze Menge über die Natur und die Lebenwesen mit denen er umgeht , lernen und eine Prüfung ablegen um diese Passion überhaupt ausüben zu dürfen.
Viele Leute, die bislang nichts mit der Angelei zu tun hatten, fallen aus allen Wolken, wenn man ihnen den Umfang eines solchen Lehrgangs einmal vorlegt.
Ich finde es nicht schlecht, sich als Angler zu outen. manche lehnen es ab, aber Fisch essen wollen doch viele Leute. Geschäftsziele habe ich bisher vom Hobby getrennt und finde das auch ok. Es sollte einen bereich geben, der mal out of money leben kann.
Es gibt eine interessante Studie von der Uni Berlin, die die Marktmacht der ca. 4,5 Millionen Menschen belegt, die ein mal pro Jahr mindestens fischen gehen und das in der Natur und nicht außerhalb.
Beste Grüße
Mario
der jetzt auf dem Weg nach Dänemark ist, direkt am See und mit Boot, 4 tage nur fischen etwas bier und Ruhe weg
Auch was die Kosten für eine umfassende Angelausrüstung anbetrifft, so kann sich dieser Sport durchaus mit populären Sportarten gehobener Ansprüche wie Golf, Tennis, Drachenfliegen usw. messen.
Ich habe in den vielen Jahren meiner Tätigkeit als Außendienstmitarbeiter im Bereich Angelgeräte (1990 - 1996), Publizist einiger früherer Online-Angelmagazine, sowie als Ausbilder und Prüfe für die Sportfischerprüfung und nicht zulezt auch als Initiator und Koordinator des Aqua-Globe-Projektes eine deutliche Tendenz zu einem immer höheren Stellenwert des Angelsports festgestellt.
Ich denke dass es wohl daran liegen wird, dass die Anglerschaft immer weniger als Tierquäler und Naturnutzer, dafür mehr als kompetente Partner im Bereich des Natur- und Gewässerschutzes erkannt wird.
Immer mehr Menschen in meinem Umfeld - Freunde, Bekannte, Geschäftspartner - die über meine Tätigkeiten und mein Hobby bescheid wissen kommen mit Fragen wie z. B.:
Du ich habe da in meinem Gartenteich ein Problem. Was muss ich machen damit....
oder
Du ich habe das was gelesen. Weißt Du darüber bescheid....
Kann ich meine Kinder während der Wasserblüte trotzdem baden lassen?
usw.
Ich habe nie einen Hehl aus meiner Freizeitbeschäftigung gemacht und bin dabei - auch bei Geschäftsleuten - eigentlich immer auf offene Ohren gestoßen. Oft haben sich daraus die besten (Verkaufs-) Gespräche entwickelt (allein bei openBC finden sich 200 Geschäftsleute, die im Bereich "Sonstige Intressen" Angeln als ihr Hobby angegeben haben - nachprüfbar für Premium-Mitglieder über die Suchfunktion - damit könnte man schon einen ganzen, sehr einflussreichen Verein gründen)
Meiner Meinung nach braucht sich heute kein Angler zu schämen oder für seine Passion belächeln zu lassen.
Viele Angelvereine werden heute von wissenschaftlichen Institutionen oder Behören aufgrund ihres Fachwissen gerne gefragt und in Renaturierungprojekte eingebunden.
Angler sind heute Fachleute wenn es um Fische und Gewässer geht. Also Kopf hoch und nicht verstecken. Wir sind wer.
Manfred Siedler
Aqua-Globe
- 04 May 2005, 11:57 pm
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Manfred SiedlerThe company name is only visible to registered members.Re^2: Das gesellschaftliche Ansehen der Angler...
Ist es denn ein "outen" wenn man sich zu seiner Liebe zur Natur und dem Umgang mit ihr bekennt?
Oder ist es mehr das Bekennt nis zu etwas, was sich immer mehr Menschen heute wünschen? (was übrigens die Zahlen an neu ausgebildeten Sprotfischern bundesweit belegen)??????>
Ich finde es nicht schlecht, sich als Angler zu outen. manche lehnen
es ab, aber Fisch essen wollen doch viele Leute. Geschäftsziele habe
ich bisher vom Hobby getrennt und finde das auch ok. Es sollte einen
bereich geben, der mal out of money leben kann.
Es gibt eine interessante Studie von der Uni Berlin, die die
Marktmacht der ca. 4,5 Millionen Menschen belegt, die ein mal pro
Jahr mindestens fischen gehen und das in der Natur und nicht
außerhalb.
Beste Grüße
Mario
der jetzt auf dem Weg nach Dänemark ist, direkt am See und mit Boot,
4 tage nur fischen etwas bier und Ruhe weg >
- 05 May 2005, 12:10 am
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frank maas(not a XING member)Re: Das gesellschaftliche Ansehen der Angler...
Manfred Siedler schrieb am 04.05.2005, 22:27:
....wird meiner Meinug nach heutzutage weit unterschätzt.
Sowohl in der Einladung von Herrn Alexander Bertsch zu diesem Forum, als auch in machen Beiträgen hier im Forum selbst habe ich so etwas wie "Minderwertigkeitsgefühle" der Angler festgestellt.
Da wird davon gesprochen, das man vor Geschäftspartnern vielleich zögert zu sagen : "Ich bin Angler"
Meiner Meinung nach sind diese Bedenken völlig fehl am Platze.
Nicht nur, dass das Angeln - neben der Jägerei - vielleicht die einzige Sportart ist, bei der der Sportler sich der Natur anpassen muß - und nicht umgekehrt, sondern er muß auch eine ganze Menge über die Natur und die Lebenwesen mit denen er umgeht , lernen und eine Prüfung ablegen um diese Passion überhaupt ausüben zu dürfen.
Viele Leute, die bislang nichts mit der Angelei zu tun hatten, fallen aus allen Wolken, wenn man ihnen den Umfang eines solchen Lehrgangs einmal vorlegt.
Auch was die Kosten für eine umfassende Angelausrüstung anbetrifft, so kann sich dieser Sport durchaus mit populären Sportarten gehobener Ansprüche wie Golf, Tennis, Drachenfliegen usw. messen.
Ich habe in den vielen Jahren meiner Tätigkeit als Außendienstmitarbeiter im Bereich Angelgeräte (1990 - 1996), Publizist einiger früherer Online-Angelmagazine, sowie als Ausbilder und Prüfe für die Sportfischerprüfung und nicht zulezt auch als Initiator und Koordinator des Aqua-Globe-Projektes eine deutliche Tendenz zu einem immer höheren Stellenwert des Angelsports festgestellt.
Ich denke dass es wohl daran liegen wird, dass die Anglerschaft immer weniger als Tierquäler und Naturnutzer, dafür mehr als kompetente Partner im Bereich des Natur- und Gewässerschutzes erkannt wird.
Immer mehr Menschen in meinem Umfeld - Freunde, Bekannte, Geschäftspartner - die über meine Tätigkeiten und mein Hobby bescheid wissen kommen mit Fragen wie z. B.:
Du ich habe da in meinem Gartenteich ein Problem. Was muss ich machen damit....
oder
Du ich habe das was gelesen. Weißt Du darüber bescheid....
Kann ich meine Kinder während der Wasserblüte trotzdem baden lassen?
usw.
Ich habe nie einen Hehl aus meiner Freizeitbeschäftigung gemacht und bin dabei - auch bei Geschäftsleuten - eigentlich immer auf offene Ohren gestoßen. Oft haben sich daraus die besten (Verkaufs-) Gespräche entwickelt (allein bei openBC finden sich 200 Geschäftsleute, die im Bereich "Sonstige Intressen" Angeln als ihr Hobby angegeben haben - nachprüfbar für Premium-Mitglieder über die Suchfunktion - damit könnte man schon einen ganzen, sehr einflussreichen Verein gründen)
Meiner Meinung nach braucht sich heute kein Angler zu schämen oder für seine Passion belächeln zu lassen.
Viele Angelvereine werden heute von wissenschaftlichen Institutionen oder Behören aufgrund ihres Fachwissen gerne gefragt und in Renaturierungprojekte eingebunden.
Angler sind heute Fachleute wenn es um Fische und Gewässer geht. Also Kopf hoch und nicht verstecken. Wir sind wer.
Manfred Siedler
Aqua-Globe
hallo manfred...
"Angler sind heute Fachleute wenn es um Fische und Gewässer geht. "
also diese aussage kann ich so nicht stehen lassen...
leider vermiesen mir oftmals irgendwelche "six-pack" rabauken die lust mich mit ihnen zu identifizieren...
u. angelfreunde die lust an feinen nicht unteueren blanks haben, werden auch immer weniger...
bis auf wenige ausnahmen, geh ich mittlertweiler lieber alleine..
gruß
frank
petri heil
- 13 May 2005, 8:29 pm
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Manfred SiedlerThe company name is only visible to registered members.Re^2: Das gesellschaftliche Ansehen der Angler...
Hallo Frank,
sicher gibt es - und wird es auch immer "schwarze Schafe" geben. Das ist beim Anglen nicht anders als in der Jagd, beim Autofahren, in der Wirtschaft und Gott weiß wo noch.
Was ich meine, sind jedoch all die vielen Angler, die nicht allein nur am Wasser sitzen und ihren Wurm baden, sondern Diejenigen, die sich auch für das Wie und Warum interessieren.
Vielleicht sollte ich das Ganze einmal von unten her aufrollen um meinen Stadpunkt deutlicher zu machen.
In den 50er und 60er Jahren bis zum Teil hinein in die 80er war die Angelei für viele Familien ein Teil ihres Nahrungserwerbs. Das kann sich heute kaum noch jemand vorstellen, aber ich kenne einige Familien, die, bedingt durch Arbeitslosigkeit, davon echt gelebt haben.
Allerdings ging der Trend Anfang der 70er Jahre schon mehr in Richtung Freizeitgestaltung und Hobby.
Daraus entwickelte sich dann der Boom der Wettkampfangelei auf Weißfische und das Ganze wurde als "Sport" deklariert.
Nun dauerte es aber nicht lange, da wurde das Angeln - aufgrund dieser Wettkampfgeschichten - durch die neu erwachte Sensiblität für die Natur und den Tier- und Naturschutz verpönt und verdammt.
So wurden dann also - aufgrund des Drucks von Umweltschützern - seitens des Gesetzgebers neue Reglementarien für Angler eingeführt.
Konntest Du Dir vorher Deinen Fischereischein für 5.- DM auf jedem Bezirksamt oder jeder Gemeindeverwaltung "kaufen", so musstest Du nun, nach der neuen Gesetzgebung, zuerst einmal eine Prüfung ablegen, die belegt, dass Du überhaupt des Angelns und des Umgangs mit der Kreatur Fisch fähig bist.
Meiner Meinung nach eine sehr sinnvolle Entwicklung, DENN aufgrund dieser nun vorgeschriebenen Lehrgänge und Prüfungen wurde vielen Menschen (Vereinen) erst bewußt, welch einen Naturschatz (nämlich die Gewässer) sie da unter ihren Fittichen hatten bzw. haben.
Aus diesem neuen Bewustsein heraus haben viele hundertausende von Anglern dafür gearbeitet, das alte Baggerlöcher wieder renaturiert wurden, das Lachs, Wels und Stör in deutschen Flüssen wieder heimisch werden und der Aal - der ja nun auch schon auf der Roten Liste steht - nicht gänzlich aus unseren Gewässern verschwindet.
Es mögen sich zwar viele Naturschutz-Organisationen dies auch auf ihre Fahnen schreiben, aber unbestritten bleibt, dass die "Anglerschaft" und allein diese - in ihrer Gesamtheit hier die Arbeit geleistet hat.
Und es geht noch weiter!!!!!
Heute im 21. Jahrhundert sind die Angler - in ihrer Gesamtheit - auch bei anerkannten Wissenschaftlern wie den Fischereibiologischen Instituten, den Instituten für Meereskunde und den Meeresgeologischen Instituten als gern gesehene Partner anerkannt, weil kein Wissenschaftler soviel vor Ort sein kann wie all die hunderttausenden oder gar Millionmen von Anglern, die Terrabyts an Daten sammeln und der Wissenschaft zur Verfügung stellen.
Sicher, leider gibt es immer wieder Leute, die zwar die Rute in der Hand halten können, auch Fische fangen, aber die in meinen Augen keine echten Angler sind.
Damit müssen wir wohl oder übel leben, aber jeder Petrijünger, der auch weiterhin gesunde Fische in gesunden Gewässern fangen möchte, kann dazu beitragen, das diese Ausnahmen immer weniger werden.
In diesem Sinne viele Grüße an alle echten Angler
Manfred Siedler
Leitung Aqua-Globe Projekt
(etwaige Tippfehler bitte ich zu entschuldigen, es ist schon spät und ich komme gerade vom Angeln an der Ostsee).
frank maas schrieb am 13.05.2005, 20:29:
Manfred Siedler schrieb am 04.05.2005, 22:27:
....wird meiner Meinug nach heutzutage weit unterschätzt.
Sowohl in der Einladung von Herrn Alexander Bertsch zu diesem Forum,
als auch in machen Beiträgen hier im Forum selbst habe ich so etwas
wie "Minderwertigkeitsgefühle" der Angler festgestellt.
Da wird davon gesprochen, das man vor Geschäftspartnern vielleich
zögert zu sagen : "Ich bin Angler"
Meiner Meinung nach sind diese Bedenken völlig fehl am Platze.
Nicht nur, dass das Angeln - neben der Jägerei - vielleicht die
einzige Sportart ist, bei der der Sportler sich der Natur anpassen
muß - und nicht umgekehrt, sondern er muß auch eine ganze Menge über
die Natur und die Lebenwesen mit denen er umgeht , lernen und eine
Prüfung ablegen um diese Passion überhaupt ausüben zu dürfen.
Viele Leute, die bislang nichts mit der Angelei zu tun hatten, fallen
aus allen Wolken, wenn man ihnen den Umfang eines solchen Lehrgangs
einmal vorlegt.
Auch was die Kosten für eine umfassende Angelausrüstung anbetrifft,
so kann sich dieser Sport durchaus mit populären Sportarten gehobener
Ansprüche wie Golf, Tennis, Drachenfliegen usw. messen.
Ich habe in den vielen Jahren meiner Tätigkeit als
Außendienstmitarbeiter im Bereich Angelgeräte (1990 - 1996),
Publizist einiger früherer Online-Angelmagazine, sowie als Ausbilder
und Prüfe für die Sportfischerprüfung und nicht zulezt auch als
Initiator und Koordinator des Aqua-Globe-Projektes eine deutliche
Tendenz zu einem immer höheren Stellenwert des Angelsports
festgestellt.
Ich denke dass es wohl daran liegen wird, dass die Anglerschaft immer
weniger als Tierquäler und Naturnutzer, dafür mehr als kompetente
Partner im Bereich des Natur- und Gewässerschutzes erkannt wird.
Immer mehr Menschen in meinem Umfeld - Freunde, Bekannte,
Geschäftspartner - die über meine Tätigkeiten und mein Hobby bescheid
wissen kommen mit Fragen wie z. B.:
Du ich habe da in meinem Gartenteich ein Problem. Was muss ich machen
damit....
oder
Du ich habe das was gelesen. Weißt Du darüber bescheid....
Kann ich meine Kinder während der Wasserblüte trotzdem baden lassen?
usw.
Ich habe nie einen Hehl aus meiner Freizeitbeschäftigung gemacht und
bin dabei - auch bei Geschäftsleuten - eigentlich immer auf offene
Ohren gestoßen. Oft haben sich daraus die besten (Verkaufs-)
Gespräche entwickelt (allein bei openBC finden sich 200
Geschäftsleute, die im Bereich "Sonstige Intressen" Angeln als ihr
Hobby angegeben haben - nachprüfbar für Premium-Mitglieder über die
Suchfunktion - damit könnte man schon einen ganzen, sehr
einflussreichen Verein gründen)
Meiner Meinung nach braucht sich heute kein Angler zu schämen oder
für seine Passion belächeln zu lassen.
Viele Angelvereine werden heute von wissenschaftlichen Institutionen
oder Behören aufgrund ihres Fachwissen gerne gefragt und in
Renaturierungprojekte eingebunden.
Angler sind heute Fachleute wenn es um Fische und Gewässer geht. Also
Kopf hoch und nicht verstecken. Wir sind wer.
Manfred Siedler
Aqua-Globe
hallo manfred...
"Angler sind heute Fachleute wenn es um Fische und Gewässer geht. "
also diese aussage kann ich so nicht stehen lassen...
leider vermiesen mir oftmals irgendwelche "six-pack" rabauken die
lust mich mit ihnen zu identifizieren...
u. angelfreunde die lust an feinen nicht unteueren blanks haben,
werden auch immer weniger...
bis auf wenige ausnahmen, geh ich mittlertweiler lieber alleine..
gruß
frank
petri heil
This post was modified on 14 May 2005 at 12:05 am.- 13 May 2005, 11:58 pm
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frank maas(not a XING member)Re^3: Das gesellschaftliche Ansehen der Angler...
Manfred Siedler schrieb am 13.05.2005, 23:58:
Hallo Frank,
sicher gibt es - und wird es auch immer "schwarze Schafe" geben. Das ist beim Anglen nicht anders als in der Jagd, beim Autofahren, in der Wirtschaft und Gott weiß wo noch.
Was ich meine, sind jedoch all die vielen Angler, die nicht allein nur am Wasser sitzen und ihren Wurm baden, sondern Diejenigen, die sich auch für das Wie und Warum interessieren.
Vielleicht sollte ich das Ganze einmal von unten her aufrollen um meinen Stadpunkt deutlicher zu machen.
In den 50er und 60er Jahren bis zum Teil hinein in die 80er war die Angelei für viele Familien ein Teil ihres Nahrungserwerbs. Das kann sich heute kaum noch jemand vorstellen, aber ich kenne einige Familien, die, bedingt durch Arbeitslosigkeit, davon echt gelebt haben.
Allerdings ging der Trend Anfang der 70er Jahre schon mehr in Richtung Freizeitgestaltung und Hobby.
Daraus entwickelte sich dann der Boom der Wettkampfangelei auf Weißfische und das Ganze wurde als "Sport" deklariert.
Nun dauerte es aber nicht lange, da wurde das Angeln - aufgrund dieser Wettkampfgeschichten - durch die neu erwachte Sensiblität für die Natur und den Tier- und Naturschutz verpönt und verdammt.
So wurden dann also - aufgrund des Drucks von Umweltschützern - seitens des Gesetzgebers neue Reglementarien für Angler eingeführt.
Konntest Du Dir vorher Deinen Fischereischein für 5.- DM auf jedem Bezirksamt oder jeder Gemeindeverwaltung "kaufen", so musstest Du nun, nach der neuen Gesetzgebung, zuerst einmal eine Prüfung ablegen, die belegt, dass Du überhaupt des Angelns und des Umgangs mit der Kreatur Fisch fähig bist.
Meiner Meinung nach eine sehr sinnvolle Entwicklung, DENN aufgrund dieser nun vorgeschriebenen Lehrgänge und Prüfungen wurde vielen Menschen (Vereinen) erst bewußt, welch einen Naturschatz (nämlich die Gewässer) sie da unter ihren Fittichen hatten bzw. haben.
Aus diesem neuen Bewustsein heraus haben viele hundertausende von Anglern dafür gearbeitet, das alte Baggerlöcher wieder renaturiert wurden, das Lachs, Wels und Stör in deutschen Flüssen wieder heimisch werden und der Aal - der ja nun auch schon auf der Roten Liste steht - nicht gänzlich aus unseren Gewässern verschwindet.
Es mögen sich zwar viele Naturschutz-Organisationen dies auch auf ihre Fahnen schreiben, aber unbestritten bleibt, dass die "Anglerschaft" und allein diese - in ihrer Gesamtheit hier die Arbeit geleistet hat.
Und es geht noch weiter!!!!!
Heute im 21. Jahrhundert sind die Angler - in ihrer Gesamtheit - auch bei anerkannten Wissenschaftlern wie den Fischereibiologischen Instituten, den Instituten für Meereskunde und den Meeresgeologischen Instituten als gern gesehene Partner anerkannt, weil kein Wissenschaftler soviel vor Ort sein kann wie all die hunderttausenden oder gar Millionmen von Anglern, die Terrabyts an Daten sammeln und der Wissenschaft zur Verfügung stellen.
Sicher, leider gibt es immer wieder Leute, die zwar die Rute in der Hand halten können, auch Fische fangen, aber die in meinen Augen keine echten Angler sind.
Damit müssen wir wohl oder übel leben, aber jeder Petrijünger, der auch weiterhin gesunde Fische in gesunden Gewässern fangen möchte, kann dazu beitragen, das diese Ausnahmen immer weniger werden.
In diesem Sinne viele Grüße an alle echten Angler
Manfred Siedler
Leitung Aqua-Globe Projekt
(etwaige Tippfehler bitte ich zu entschuldigen, es ist schon spät und ich komme gerade vom Angeln an der Ostsee).
frank maas schrieb am 13.05.2005, 20:29:
Manfred Siedler schrieb am 04.05.2005, 22:27:
....wird meiner Meinug nach heutzutage weit unterschätzt.
Sowohl in der Einladung von Herrn Alexander Bertsch zu diesem Forum, als auch in machen Beiträgen hier im Forum selbst habe ich so etwas wie "Minderwertigkeitsgefühle" der Angler festgestellt.
Da wird davon gesprochen, das man vor Geschäftspartnern vielleich zögert zu sagen : "Ich bin Angler"
Meiner Meinung nach sind diese Bedenken völlig fehl am Platze.
Nicht nur, dass das Angeln - neben der Jägerei - vielleicht die einzige Sportart ist, bei der der Sportler sich der Natur anpassen muß - und nicht umgekehrt, sondern er muß auch eine ganze Menge über die Natur und die Lebenwesen mit denen er umgeht , lernen und eine Prüfung ablegen um diese Passion überhaupt ausüben zu dürfen.
Viele Leute, die bislang nichts mit der Angelei zu tun hatten, fallen
aus allen Wolken, wenn man ihnen den Umfang eines solchen Lehrgangs einmal vorlegt.
Auch was die Kosten für eine umfassende Angelausrüstung anbetrifft, so kann sich dieser Sport durchaus mit populären Sportarten gehobener
Ansprüche wie Golf, Tennis, Drachenfliegen usw. messen.
Ich habe in den vielen Jahren meiner Tätigkeit als Außendienstmitarbeiter im Bereich Angelgeräte (1990 - 1996), Publizist einiger früherer Online-Angelmagazine, sowie als Ausbilder und Prüfe für die Sportfischerprüfung und nicht zulezt auch als Initiator und Koordinator des Aqua-Globe-Projektes eine deutliche Tendenz zu einem immer höheren Stellenwert des Angelsports festgestellt. Ich denke dass es wohl daran liegen wird, dass die Anglerschaft immer
weniger als Tierquäler und Naturnutzer, dafür mehr als kompetente Partner im Bereich des Natur- und Gewässerschutzes erkannt wird. Immer mehr Menschen in meinem Umfeld - Freunde, Bekannte, Geschäftspartner - die über meine Tätigkeiten und mein Hobby bescheid
wissen kommen mit Fragen wie z. B.: Du ich habe da in meinem Gartenteich ein Problem. Was muss ich machen
damit.... oder Du ich habe das was gelesen. Weißt Du darüber bescheid....
Kann ich meine Kinder während der Wasserblüte trotzdem baden lassen?
usw. Ich habe nie einen Hehl aus meiner Freizeitbeschäftigung gemacht und bin dabei - auch bei Geschäftsleuten - eigentlich immer auf offene Ohren gestoßen. Oft haben sich daraus die besten (Verkaufs-) Gespräche entwickelt (allein bei openBC finden sich 200 Geschäftsleute, die im Bereich "Sonstige Intressen" Angeln als ihr Hobby angegeben haben - nachprüfbar für Premium-Mitglieder über die Suchfunktion - damit könnte man schon einen ganzen, sehr einflussreichen Verein gründen)
Meiner Meinung nach braucht sich heute kein Angler zu schämen oder für seine Passion belächeln zu lassen.
Viele Angelvereine werden heute von wissenschaftlichen Institutionen oder Behören aufgrund ihres Fachwissen gerne gefragt und in Renaturierungprojekte eingebunden.
Angler sind heute Fachleute wenn es um Fische und Gewässer geht. Also
Kopf hoch und nicht verstecken. Wir sind wer.
Manfred Siedler
Aqua-Globe
hallo manfred...
"Angler sind heute Fachleute wenn es um Fische und Gewässer geht. "
also diese aussage kann ich so nicht stehen lassen...
leider vermiesen mir oftmals irgendwelche "six-pack" rabauken die lust mich mit ihnen zu identifizieren...
u. angelfreunde die lust an feinen nicht unteueren blanks haben, werden auch immer weniger...
bis auf wenige ausnahmen, geh ich mittlertweiler lieber alleine..
gruß
frank
petri heil
hallo manfred...
lobenswert !!!
deine sicht der dinge...
selbstverständlich hat sich durch verschiedene mechanismen, dass bewusstsein einer nicht unerheblicher zahl v. angelfreunden geändert
schön das etwas getan wird...
ich persönlich fühle mich (mittlerweile) organisiert genug, mit meinen beiträgen (gewässerkarte/vereinsbeitrag usw.)
auf die vereinsmeierei, bzw. auf das teilnehmen an irgendwelchen pseudo- naturfreunden-meetings hab ich echt kein bock mehr...
immer wieder habe ich feststellen können, dass hierbei irgendwelche hausmeister-krause-mentalitäten, dazu beitragen noch mehr reglementierungen zu schaffen...
habe auch viel gemacht u. diskutiert...
nach etlichen leserbriefen an unsere bekannten angelsport-magazine, hatten sie mir (jahr-verlag) sogar eine freie mitarbeit angeboten...
meinen spitznamen "stressi" hab ich mir bei unendlichen diskusionen "schwer" verdient...
mittlerweile ("mann" wird ruhiger) genieße ich nur noch das gefühl am wasser aufzugehen...
mit dem rauschen der bäume hinter mir, dem wellenspiel des wasser an der rollage vor mir u. bei entsprechenden wasserständen (hier neckar mannheim "gundelsheim 2.25mtr"), dem entsprechendem wind, dazu passenden mondphasen kann ich unter das wasser schauen, die wege der fische sehen, ihre lust zu fressen fühlen (u. am finger spüren ;-)) , bin ein's mit meinen fischen, die ich respektierlich behandle u. auf-esse :-)
nix für ungut
eine gute zeit
hoffe die osttsee gibt wieder was her..
werd wohl mal wieder auf die ms forelle (kieler bucht) gehen müßen..
grüße aus mannheim
frank
- 14 May 2005, 9:15 pm
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René SehringerThe company name is only visible to registered members.Re: Das gesellschaftliche Ansehen der Angler...
(allein bei openBC finden sich 200
Geschäftsleute, die im Bereich "Sonstige Intressen" Angeln als ihr Hobby angegeben haben - nachprüfbar für Premium-Mitglieder über die Suchfunktion - damit könnte man schon einen ganzen, sehr einflussreichen Verein gründen)
Bom dia Manfred!
Angeln ist eine durchaus anerkannte "sportliche Betätigung"! In Deutschland sind die Angelvereine vielerorts
(durch ihren Einsatz für die Umwelt) als Naturschutz-Organisation aufgeführt und werden durch die Kommunen auch in finanzieller Hinsicht unterstützt.
Nun aber zu Deiner "Entdeckung" im openBC von 200 interessierten Anglern!
Da liesse sich tatsächlich "mehr 'draus machen"! Die Idee mit dem Verein sollte deshalb genauer geprüft werden! Über das Internet ist heute alles möglich - warum also nicht auch eine solche Vereinigung?
Denk' einmal darüber nach - ich erwarte gerne Deine Vorstellungen dazu!
Herzlichst aus Brasilien René
- 13 Jul 2005, 7:05 pm
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Manfred SiedlerThe company name is only visible to registered members.Re^2: Das gesellschaftliche Ansehen der Angler...
Hallo René,
die Idee mit dem "Open-BC-Angelverein" war eigentlich nur ein Vergleich, der mir ganz spontan in den Sinn kam, als ich über die Suchfunktion, die Anzahl derer angezeigt bekam, die Angeln als Hobby angegeben hatten.
Sicher kann man einmal prüfen, ob ein grundsätzliches Interesse daran beteht und vielleicht findet sich hier im Forum ja jemand, der das in die Hand nehmen würde.
Ich selber stehe dafür aus zeitlichen Gründen nicht zur Verfügung, da ich mit dem Aqua-Globe-Projekt bereits soviel um die Ohren habe, dass der Arbeitstag eigentlich 48 Std. haben müsste.
Gruß Manfred
René Sehringer schrieb:
(allein bei openBC finden sich 200
Geschäftsleute, die im Bereich "Sonstige Intressen" Angeln als ihr Hobby angegeben haben - nachprüfbar für Premium-Mitglieder über die Suchfunktion - damit könnte man schon einen ganzen, sehr einflussreichen Verein gründen)
Bom dia Manfred!
Angeln ist eine durchaus anerkannte "sportliche Betätigung"! In Deutschland sind die Angelvereine vielerorts
(durch ihren Einsatz für die Umwelt) als Naturschutz-Organisation aufgeführt und werden durch die Kommunen auch in finanzieller Hinsicht unterstützt.
Nun aber zu Deiner "Entdeckung" im openBC von 200 interessierten Anglern!
Da liesse sich tatsächlich "mehr 'draus machen"! Die Idee mit dem Verein sollte deshalb genauer geprüft werden! Über das Internet ist heute alles möglich - warum also nicht auch eine solche Vereinigung?
Denk' einmal darüber nach - ich erwarte gerne Deine Vorstellungen dazu!
Herzlichst aus Brasilien René
- 15 Jul 2005, 08:12 am
