Fischernetz

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  • Olaf Karsten
    Olaf Karsten
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    Hobby zum Beruf
    Hallo und Petri Heil,

    hat schonmal jemand überlegt, ob und wie man mit unserem Hobby Geld verdienen kann? Ganz ernsthaft?

    Ich bin seit ich laufen kann passionierter Angler - ein Exot in der Familie. Ich bin zugegebener Maßen auch ein Gerätefetischist. Bau mir Angelruten selber usw. Mich ärgert doch, dass wir immer mehr in Asien produzierte Industrieware auf den Tisch bekommen. Die kleinen Firmen mit Herz für Angeln verschwinden. Angelgerät ist scheinbar globales BigBusiness. Mit allen Folgen die auch in anderen gesellschaftlichen Bereich dann so auftreten. Einheitsware mit ausserordentlich professionellen Marketing an den Mann gebracht. Aber den Produkten fehlt oft die Qualität und immer die Seele.

    Irgendwo in diesem Dunst schweben im Moment so meine Gedanken herum. Und mich würde wirklich interessieren, ob auch andere Menschen daran denken mit dem Hobby den Lebensunterhalt zu bestreiten.

    Viele Grüße und allzeit nasse Schnur

    Olaf Karsten
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  • Markus Bahmeier
    Markus Bahmeier    Group moderator
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    Re: Hobby zum Beruf
    Hallo Olaf.

    Ich überlege auch schon lange, beruflich einen Bezug zu und zum Fischen zu finden. Ich persönlich denke da aber eher an Fischwirt oder so.

    Nachdem ich aber vor kurzem bei meinem örtlichen Händler Zeuge wurde, wie ein Bengelchen mal eben 1100,- Euro für ne Rute und ne Rolle ausgab, komme ich da schon ins Grübeln. Bau Dir doch einfach mal ne Rute zusammen und stell sie bei ebay rein. Kostet nicht viel und ist als Test vielleicht gar nicht so schlecht. Ich bin davon überzeugt, dass ein Markt für entsprechendes Angelgerät mit Sicherheit vorhanden ist.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg und verbleibe

    Petri Heil.

    Markus Bahmeier
  • Damian Sojka
    Damian Sojka
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    Re: Hobby zum Beruf
    Hallo Olaf,

    ich glaube, dass es den meisten passionierten Anglern so ergeht. Es gibt doch nichts Schöneres als sein Hobby zum Beruf zu machen.
    Bei ernsthafter Überlegung evtl. eine Marktlücke zu finden muss man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Ansichten der Ausübung unseres Hobbys differenzieren. Es gibt Angler wie Dich und mich, die sich z.B. für die Ausrüstung begeistern und jeden Euro für gutes Gerät ausgeben würden (ich bin von amerikanischen Produkten überzeugt und meine Blank´s sind aus dem Hause G.Loomis). Des Weiteren steht, zumindest bei mir, nicht die Anzahl der gefangenen Fische im Vordergrund sondern der Kontakt mit der Natur und der Spaß mit Spitzengerät hantieren zu können.
    Die zweite Gruppe der Angelkollegen vertritt leider die Meinung, dass die Ausrüstung nur Mittel zum Zweck ist. Also wird ein erfolgreicher Angeltag nur mit vollem Netz oder eine erfolgreiche Saison mit prall gefüllter Gefriertruhe in Verbindung gebracht. Ich wurde schon sehr oft darauf angesprochen, als ich beobachtet wurde wie ich meine Fische wieder schwimmen lasse. Die Bemerkung geht dann immer wieder in die gleiche Richtung. Das ist ja rausgeworfenes Geld, was Du da machst. Na ja, leider sind die letzteren in der Überzahl und somit werden Billigprodukte so gut vertrieben. Die Einstellung unserer Gesellschaft wird immer wieder durch Kampagnen wie "Geiz ist geil" oder ".... ich bin doch nicht blöd" bestätigt, weil sie sich an die Masse richten und diese auch in den meisten Fällen erreichen. Prozente, das ist das einzige was heutzutage zählt. Und es ist nun mal so, dass man mit der Masse leichter Gewinn erwirtschaftet als mit den Individualisten.
    So lange kein radikales Umdenken stattfindet wird es für kleine Firmen mit Herz langfristig sehr schwer bis unmöglich sein, sich gegen die großen Konzerne durchzusetzen.
    Solltest Du in dieser Richtung etwas unternehmen wollen, bist Du auf meiner Seite herzlich willkommen!

    Viele Grüße aus Regensburg,
    Damian
    ___
    webmaster of http://www.spinningista.eu
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  • Olaf Karsten
    Olaf Karsten
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    Re^2: Hobby zum Beruf
    Hallo,

    @ Kay

    Klar kenne ich ever green und megabass. Auch die japanischen Rollen sind selbst bei "gleichen" Typen in Japan von besserer Fertigungsqualität. Und das ist sicher Hi-End - ohne Frage, mit extrem gutem Marketing. Selbstgebaut ist aber exklusiver ;-). Egal. Ganz sicher sind solche Produkte toll und mir ist unklar, warum es die in Dtl. nicht gibt. Ich kenne etliche Leute die sich mühsam durch fremdsprachige Seiten und Zollabfertigung kämpfen, um an gutes Tackle zu kommen. Ich denke (hoffe) auch der Handel wird den Trend irgendwann erkennen und bedienen. Im übrigen sehe ich nicht, warum der europäische (ich mag das nicht auf Dtl beschränken) Markt weniger Qualität vertragen sollte, als der amerikanische.

    Und natürlich ist eine Rute oder eine Rolle nicht nur ein Angelgerät. Eine handgefertigte Rute oder eine Rolle aus Meisterhand sind mit den besten Hi-End-Produkten nicht vergleichbar. Sie müssen gar nicht mal immer die Performance haben, aber eben die Seele. Selbstredend merkt man dem Gerät an, ob es mit Spaß und Hingabe entworfen und gebaut wurde oder aber eben produziert - wo auch immer. Früher ist bspw. die Firma Balzer mit Kleinbussen bei Hegefischen präsent gewesen. Die hatten Ersatzteile dabei und haben den Anglern vor Ort zu gehört und dann ihr Gerät verbessert. Heute gibt es dafür Marketingleute. Die kaufen einen "Profi" ein, der Massen an Fische mit Gerät fängt auf dem das Balzer Logo ist. Das schicken die dann zur Angelzeitung, die das auch brav druckt. Dann kaufen wir brav Balzer. Bis zur nächsten Saison, wenn der Profi was neues hat, wo das Logo drauf prangert. Vielleicht kaufen wir dann auch Browning, weil der Profi gewechselt ist, die Angelzeitung übergelaufen oder sowas ...

    Das macht mich müde. Es hat mit dem Angeln wie es die paar Millionen Angler betreiben, eben gar nichts mehr zu tun.

    Aber das ist auch nur mein Blick auf die Welt. Berechtigter Weise gibt es viele andere. Die einen werden mit Ever Green glücklich, den anderen reicht ein Zebco-Stecken. Hauptsache alle sind glücklich!

    Petri Heil!

    Olaf
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  • Olaf Karsten
    Olaf Karsten
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    Re^2: Hobby zum Beruf
    @ Markus

    Das klingt doch auch ganz spannend. Gerade habe ich gelesen, dass sich jemand in M-V mit drei Angelteichen selbstständig gemacht hat. Ich habe nochmal gesucht, finde den Artikel aber nicht mehr. Ich weiß leider nicht mal wo ich ihn gelesen habe. In England sind kommerzielle Gewässer inzwischen weit verbreitet.

    @ Torsten

    In jedem Fall vermarkten die Japaner mal die sehr guten Blanks. Ich glaube nicht, dass die auch selbst produzieren.
    Das mit den Angelzeitungen sehe ich genauso. Sie sind zu reinen Handlangern der Werbepartner geworden. Traurig. Heute gibt es aber genug Internetforen, wo man sich austauschen kann. Das ist oft pragmatischer. Ausserdem bekommt man einen Eindruck davon, wie gut das Marketing der Firmen funktioniert. Einmal schreien alle Shim..., dann schimpfen sie wieder drauf und loben Spr.. in den höchsten Tönen. Es menschelt so schön :-). Es macht ja auch riesig Spass - gerade im Winter - über das richtige Tackle zu streiten.

    Womit wir beim Thema sind. Ich weiß ja nicht wofür du die Multi nutzten willst, aber ich liebäugel mit der REVO STX von ABU

    http://www.tackletour.com/reviewabugarciarevostx.html

    Wenn es Shimano sein soll

    http://www.tackletour.com/reviewshimanocurado200dhsv.html

    Shimano hat aber auch noch höherwertigere Multis im Angebot. Es kommt halt aufs Budget und den Bestimmungszweck an.

    Viel Spaß beim Stöbern.

    Olaf
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