Franchise Business Club

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  • Jochen Ewald
    Jochen Ewald    Premium Member   Group moderator   Xpert Ambassador
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    EU vergibt 45 000 Mikrokredite an Arbeitslose und Kleinunternehmer
    http://www.europa.eu 08.März.2010 berichtet

    Die EU-Minister für Beschäftigung und Soziales haben sich heute auf eine neue Fördermaßnahme geeinigt. Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, sollen Kredite erhalten, die ihnen eine Existenzgründung oder die Erweiterung eines Kleinunternehmens ermöglichen. Dieses europäische Mikrofinanzierungsinstrument wird anfangs mit 100 Millionen EUR ausgestattet sein. In Zusammenarbeit mit weltweit operierenden Finanzinstitutionen wie etwa der Europäischen Investitionsbank (EIB‑Gruppe) könnten letztlich mehr als 500 Millionen EUR mobilisiert werden. Diese Initiative ist eine der Maßnahmen, mit denen die EU auf die Krise regiert. Ihre Zielgruppe sind Menschen, die wegen der Wirtschaftskrise und der derzeitigen Kreditklemme unter normalen Umständen keine Kredite bekommen würden.

    Auf der Tagung des Ministerrats sagte László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration: „ Das Mikrofinanzierungsinstrument stellt für diejenigen, die unter den Auswirkungen der Krise leiden, eine echte Alternative dar und wird zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen.“ Deshalb sei diese Initiative zu begrüßen, die „ dafür sorgen wird, dass benachteiligte Gruppen umfassenderen und besseren Zugang zu Mikrokrediten erhalten. Damit wird ihnen der Weg aus der Arbeitslosigkeit eröffnet. Unternehmergeist und Sozialwirtschaft werden ebenfalls davon profitieren. Wir rechnen damit, dass in den nächsten acht Jahren etwa 45 000 Existenzgründern Kleinkredite gewährt werden können. “

    In enger Zusammenarbeit mit dem Europäischen Sozialfonds sollen die Darlehensnehmer auch auf andere Weise unterstützt werden, etwa durch Mentoring, Fortbildung und Verhaltenstraining sowie durch Hilfen bei der Ausarbeitung eines Geschäftsplans.

    Es wird damit gere chnet, dass durch Zusammenarbeit mit weltweit operierenden Finanzinstitutionen wie der EIB-Gruppe mit den nunmehr bereitgestellten 100 Millionen EUR ein Kreditvolumen von 500 Millionen EUR mobilisiert werden kann. Damit könnten in einem Zeitraum von bis zu acht Jahren etwa 45 000 Kredite vergeben werden. Darüber hinaus besteht für die Darlehensnehmer die Möglichkeit, über den Europäischen Sozialfonds Zinsabschläge zu erhalten, die ihnen die Gründung eines neuen Unternehmens erleichtern.

    Bei den Mikrokrediten dieser Fördermaßnahme geht es um Beträge bis 25 000 EUR. Sie ist auf Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten (also 91 % aller europäischen Unternehmen) sowie auf Arbeitslose oder Nichterwerbstätige zugeschnitten, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollen, aber keinen Zugang zu klassischen Bankdienstleistungen haben. Bei 99 % der Unternehmensgründungen in Europa handelt es sich um Kleinst- oder Kleinunternehmen; jedes dritte davon wurde von Arbeitslosen gegründet.

    Hintergrund

    Dieses Mikrofinanzierungsinstrument, das auf dem Einsatz von EU- Geldern zur Mobilisierung frischer Finanzmittel beruht, ist ein gutes Beispiel dafür, wie mit der Strategie „EU 2020“ neue Finanzierungsmöglichkeiten erschlossen werden. Als Bestandteil der Reaktion der EU auf die Krise hat die Kommission bereits am 3. Juni 2009 ein „gemeinsames Engagement für Beschäftigung“ vorgeschlagen, um die Zusammenarbeit zwischen der EU und den Mitgliedstaaten sowie den Sozialpartnern zu verstärken und so die sozialen und beschäftigungspolitischen Auswirkungen der Krise in den Griff zu bekommen (siehe IP/09/859 ). Darauf folgte am 2. Juli 2009 der Vorschlag der Kommission, ein europäisches Mikrofinanzierungsinstrument zu schaffen (siehe IP/09/1070 ). Diesem Vorschlag haben das Europäische Parlament und nunmehr die EU-Mitgliedstaaten im Ministerrat (mit qualifizierter Mehrheit) zugestimmt. Die betreffenden Mittel werden ab Juni 2010 zur Verfügung stehen.

    Weitere Informationen

    Vorschlag für ein europäisches Mikrofinanzierungsinstrument sowie Begleitdokument:
    http://ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=de&catId=89&a...

    Website der Europäischen Kommission zu den sozialen Auswirkungen der Krise:
    http://ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=de&catId=736

    Gemeinsames Engagement für Beschäftigung:
    http://ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=de&catId=89&a...

    Audiovisuelles Material zum europäischen Mikrofinanzierungsinstrument:
    http://www.tvlink.org/mediadetails.php?key=9a786119995bfc678...
  • Jochen Ewald
    Jochen Ewald    Premium Member   Group moderator   Xpert Ambassador
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    Re: EU vergibt 45 000 Mikrokredite an Arbeitslose und Kleinunternehmer
    Das ZDF Magazin WISO berichtet am 15.März 2010

    Mikrokredite von der Europäischen Union
    Kleinunternehmer können ab Juni profitieren

    Kleinunternehmer und Arbeitslose, die sich selbständig machen wollen, können künftig eine Starthilfe von der EU bekommen. Die sogenannten Mikrokredite sind Teil einer neuen Fördermaßnahme der Europäischen Kommission. Existenzgründer können bis zu 25.000 Euro beantragen.

    Die Gelder stehen ab Juni 2010 zur Verfügung. Interessenten sollten sich direkt ans Deutsche Mikrofinanzinstitut in Berlin wenden. Das Mikrofinanzierungsinstrument ist Teil der Strategie "EU 2020", mit der die Europäische Kommission im Rahmen der Krisenbewältigung neue Finanzierungsmöglichkeiten erschließen will.

    In den kommenden acht Jahren sollen so laut EU-Ministerium für Beschäftigung und Soziales bis zu 45.000 Arbeitslose bei ihrem Schritt in die Selbstständigkeit unterstützt werden. Mit den Fördergeldern können außerdem Kleinunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten bzw. maximal zwei Millionen Euro Umsatz erweitert werden.

    Vergeben werden Darlehen bis zu einer Höhe von 25.000 Euro. Dabei entfällt die sonst bei Banken obligatorische Bonitätsprüfung. Interessenten sollten einen schlüssigen Geschäftsplan vorlegen, auf den Nachweis üblicher Sicherheiten kann aber verzichtet werden. Hilfe bei der Ausarbeitung eines Geschäftsplans bieten die Europäischen Sozialfonds. Hier können Neu-Unternehmer auch an Mentoring-Programmen, Fortbildungen und Verhaltenstrainings teilnehmen.

    Insgesamt werden Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro bereitgestellt. Diese werden ab Juni 2010 zur Verfügung stehen. Wer einen Mikrokredit beantragen möchte, sollte sich direkt an das Deutsche Mikro Finanz Institut wenden. Dort wird es ab Mitte des Jahres Informationen darüber geben, welche Institute befugt sind, die EU-Kredite zu gewähren. Das können Banken sein, aber auch sonstige Anbieter von Kleinstkrediten, wie etwa gemeinnützige Einrichtungen.