Franchise Business Club

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Posts 21-29 of 29
  • Joachim Dreetz
    Joachim Dreetz
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    Re^2: Franchising versus „normalen“ Filialstrukturen
    Unter Umständen stößt
    im Einzelfall das entsprechende Geschäftsmodell auch an finanzielle Grenzen, wenn diese Aufgabenteilung bezahlt werden muss. Bei den meisten Franchisesystemen ist die Erlös- und Kostenplanung doch eher so ausgelegt, das der „mitarbeitende“ Unternehmer vorausgesetzt wird. Die finanzielle Belastung durch „Mehrfachspitzen“ ist nicht vorgesehen.
     
    Sehr geehrter Herr Loh,
    wenn es so ist, und das System das dann auch ganz klar sagt, dann ist das super !
    Ganz schlimm und völlig daneben ist es aber zu glauben, man müsse auf Multi Unit Owner setzen, wenn in Wahrheit keinerlei Fundament dafür vorhanden ist und man durch eine solche unverantwortliche Systempolitik reihenweise (fremde) Pleiten und Tragödien erzeugt.
    Gruß
    dre
  • Joachim Dreetz
    Joachim Dreetz
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    Re^4: Franchising versus „normalen“ Filialstrukturen
    Der Gewinn ist dann gar nicht das erste wichtige Thema sondern die Fähigkeiten zum richtigen Zeitpunkt über die Einrichtung der benötigten Struktur nachzudenken.
     
    Einspruch Herr Menzel. Der Gewinn ist immer das erste Thema. Wenn der nicht da ist, nützen Ihnen die besten Fähigkeiten in Bezug auf die Struktur nichts. Ich hatte die tollsten Planungen von Anfang an in der Schublade und bin am Ende in einem quälenden Hamsterrad geendet. Am Ende hat mich wahrscheinlich die Insolvenz vor einem persönlichen Zusammenbruch gerettet.
    Viele Grüße
    dre
  • Joachim Dreetz
    Joachim Dreetz
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    Re^3: Franchising versus „normalen“ Filialstrukturen
    Seine Crew sieht ihn
    als Motor und er ist auch der Promotor. Jetzt eröffnet er einen Filialbetrieb und seine Leistung im noch jungen Erstbetrieb wird um mindestens 50% reduziert –
    ...oder mehr Herr Bauer. Wenn es personell gut vorbereitet ist, entsteht kein Schaden. Ich habe das in zwei Betrieben so gemacht und war zu 80% nicht mehr verfügbar. Anfänglich habe ich zwar mit den Kennzahlen ein kleines Kosten-Problem bekommen, aber durch schnell greifendes Controlling und (vorsichtige) Boni wieder ausgeglichen. Es geht.

    Wer dann in dieser Situation
    mit Filiale drei oder vier liebäugelt, der muss schon ein Managementgenie sein oder sich mit solchen umgeben, was aber wenig wahrscheinlich ist, denn die Hierarchie in einem Franchise-Betrieb muss flach sein.
    Dem muss ich leider aus eigener Erfahrung an dieser Stelle zustimmen. Das ist auch weiter kein Problem. Schlimm und vertrauensvernichtend wird es nur, wenn ein System sich für absolut Multi Unit Owner geeignet hält und dies dann auch noch kommuniziert, aber in Wirklichkeit völlig ungeeignet ist.

    Ich habe so meine Zweifel, dass die Vielzahl der Franchisenehmer mit allen Wassern gewaschene Manager sind, ich sehe eher den tapferen Krieger, wobei letzterer auch vom FG favorisiert wird, denn der dürfte i.d.R. pflegeleichter sein.
     

    Sie haben da wohl sehr recht !
    Gruß
    dre
  • Hans-Peter Bauer
    Hans-Peter Bauer    Premium Member   Group moderator
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    Re^2: Franchising versus „normalen“ Filialstrukturen
    Joachim Dreetz schrieb:
    Da im Franchising Fertigungstiefe und Margen zwischen Franchisegeber und -Nehmer verteilt sind, kann ein Franchisenehmer eigentlich jetzt nicht noch eigene Filialen nach dem Konzept betreiben, das der beispielhafte Bäcker-Unternehmer aus Sachzwängen heraus abgelegt hat.
     
     
    Doch kann er. Zwar ist es zugegebenermaßen zunächst ohnehin schwieriger, weil hier das Faktum Marge einfach stimmen muss. Aber wenn die stimmt, dann geht das.

    Sorry, nein, das geht eben i.d.R. nicht. Ein Betrieb, der auf drei bis fünf Mitarbeiter kalkuliert ist, hat niemals(!) die Möglichkeit einer zusätzlichen Management-Ebene. Es mag sein, dass ein FG das behauptet, aber ebenso könnte man behaupten, dass die Summe aus zwei plus zwei sieben ist.

    Und solche Businesspläne sind auch nachkalkulierbar, zumal, wenn man schon Erfahrung mit einer oder sogar zwei Destinationen hat. Ich stehe absolut hinter meiner These, dass nur wenige Ausnahmen im Franchising erlauben, mehrere Lokationen erfolgreich zu betreiben und die lassen sich auch klar kalkulieren und haben entsprechende Umsatz- und Personal-Volumina und erfordern darüber hinaus maximales Management- und Branchen-Know-how.
  • Joachim Dreetz
    Joachim Dreetz
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    Re^4: Franchising versus „normalen“ Filialstrukturen
    Rafael Dziurka schrieb:
    Warum
    betreibt jemand der unzufrieden ist (oder sogar in die Insolvenz geht) mehrere Standorte?
    Eine sehr gute Frage Herr Dziurka !
    An anderer Stelle habe ich schon einmal versucht Antworten dafür zu formulieren. Planungszeiträume und geschäftliche Entwicklungen z.B., die später erst erkannt werden können, wenn man längst Weichen gestellt hat.

    Hier aber auch einmal diese Antwort: Auch innerhalb der FN-schaft haben wir oft die Frage diskutiert. Nehmen Sie getrost an, dass viele Ihrem FG soviel Vertrauen (auch nach Prüfung durch Banken etc.) entgegengebracht haben, dass Sie die Entscheidung für diesen FG für Ihre letzte lebensstrategische Entscheidung hielten und glaubten, mit ihm eine sichere Zukunft und ein gesichertes Alter zu erreichen. Und das wird dann richtig intensiv verteidigt ! Kann klappen, dann müssen aber neben den eigenen unternehmerischen Faktoren auch die Grundwerte des Systems stimmen.
  • Hans-Peter Bauer
    Hans-Peter Bauer    Premium Member   Group moderator
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    Re^5: Franchising versus „normalen“ Filialstrukturen
    Joachim Dreetz schrieb:
    Auch innerhalb der FN-schaft haben wir oft die Frage diskutiert. Nehmen Sie getrost an, dass viele Ihrem FG soviel Vertrauen (auch nach Prüfung durch Banken etc.) entgegengebracht haben, dass Sie die Entscheidung für diesen FG für Ihre letzte lebensstrategische Entscheidung hielten und glaubten, mit ihm eine sichere Zukunft und ein gesichertes Alter zu erreichen.
    So, Herr Dreetz funktioniert eigentlich MLM, und das ist eigentlich die befremdliche Situation, denn ein auf Zukunft orientierter Franchise-Nehmer sollte niemals nach ausschließlich quanititativen Zielen schielen. Hier wurde das getan und die Betroffenen verführt. Letztendlich hat sich der FG das Bein selbst gestellt, was den FN aber nicht hilft.
    This post was modified on 28 Aug 2011 at 11:54 pm.
  • Joachim Dreetz
    Joachim Dreetz
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    Re^3: Franchising versus „normalen“ Filialstrukturen
    Sorry, nein, das geht eben i.d.R. nicht. Ein Betrieb, der auf drei bis fünf Mitarbeiter kalkuliert ist, hat niemals(!) die Möglichkeit einer zusätzlichen Management-Ebene. Es mag sein, dass ein FG das behauptet, aber ebenso könnte man behaupten, dass die Summe aus zwei plus zwei sieben ist.
    Gut Herr Bauer, das nehme ich dann mal so an. Dann wäre es wahrscheinlich immer bei meiner installierten Zwischenlösung geblieben. O.K. Aber dann wäre ja der für die Ausbildung von FN in der System-Zentrale zuständige Trainer/Bereichsleiter zumindest auf diesem Gebiet absolut inkompetent ?

    Gruß und bis morgen !
    dre
  • Hans-Peter Bauer
    Hans-Peter Bauer    Premium Member   Group moderator
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    Re^4: Franchising versus „normalen“ Filialstrukturen
    Joachim Dreetz schrieb:
    Aber dann wäre ja der für die Ausbildung von FN in der System-Zentrale zuständige Trainer/Bereichsleiter zumindest auf diesem Gebiet absolut inkompetent ?
    Menschen mit geringer Kompetenz gibt es in allen Bereichen des Lebens. Insofern sind Vollkaufleute qua Bestimmung aufgerufen sich davor zu schützen. Nichtkaufleute, zu denen witzigerweise auch Juristen gehören, dürfen sich naiv als reine Verbraucher fühlen. So sieht es zumindest unsere Rechtsprechung. Der Grat dazwischen ist sehr schmal.

    Gute Nacht

    Hans-Peter Bauer
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