Führung - Wissen aus Studium und Erfahrung
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Ronny Voland Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Führung als Beruf
Hallo zusammen,
als Betroffene machen wir jeden Tag unsere Erfahrungen mit Führung. Die meinsten in meinem Bekanntenkreis sprechen in diesem Zusammenhang überwiegend von schlechten Erfahrungen mit ihren Führungskräften/Vorgesetzten. Als Manager oder Führungskräfte haben wir jeden Tag die Möglichkeit es besser als unsere eigenen Vorgesetzten zu machen.
In meiner Ausbildung zum Projektleiter habe ich den Eindruck gewonnen, daß hinter einer guten Führungskraft kein Hexenwerk steht, sondern eher handwerkliche Fertigkeiten im Umgang mit Aufgaben und Werkzeugen, die man üben und damit auch verbessern kann. In meiner Praxis bestätigt sich, daß erfolgreich abgeschlossene Projekte eher eine Frage der Beherrschung von Methoden und Werkzeugen ist.
Wie sehen Sie das? Was sind da Ihre Erfahrungen?
Viele Grüße
Ronny Voland
- 08 Aug 2004, 1:57 pm
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Gerhard Weinand Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Führung als Beruf
Ronny Voland schrieb am 08.08.2004, 13:57:
In meiner Ausbildung zum Projektleiter habe ich den Eindruck gewonnen, daß hinter einer guten Führungskraft kein Hexenwerk steht, sondern eher handwerkliche Fertigkeiten im Umgang mit Aufgaben und Werkzeugen, die man üben und damit auch verbessern kann. In meiner Praxis bestätigt sich, daß erfolgreich abgeschlossene Projekte eher eine Frage der Beherrschung von Methoden und Werkzeugen ist.
Wie sehen Sie das? Was sind da Ihre Erfahrungen?
Viele Grüße
Ronny Voland
Hallo Herr Voland,
sicherlich: alles ist erlernbar.
Trotzdem hat mir in Ihrer Ausführung etwas - wie ich finde, sehr entscheidendes - gefehlt.
Sie sprechen von Fähigkeiten, Aufgaben, Methoden und Werkzeugen.
Wo stehen in Ihrer Aufzählung die MITARBEITER, die 'Objekte', welche Ihnen als Führungskraft eigentlich am wichtigsten sein sollten?
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Weinand
- 09 Aug 2004, 7:49 pm
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Gerhard Weinand Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^3: Führung als Beruf
Dr. Björn Steiner schrieb am 19.08.2004, 07:46:
Die Mitarbeiter fehlen hier wahrscheinlich, weil in dem Kommentar hindurchscheint, dass sich die Aussagen auf Erfahrungen aus der Sicht eines Consultants im Projektgeschäft bezieht.
Auch ein Consultant weiß, dass es in einem Projekt mehr gibt als Werkzeuge und Methoden. Der "menschliche Faktor" und die Soft Skills des Projektleiters sind mindestens ebenso Entscheident wie das Hintergrundwissen um Projekmanagement.
Das weiß man aus Erfahrung spätestens nach dem ersten Projekt und nimmt in jeder Projektmanagementschulung, die ich kenne, einen breiten Raum ein. Das Thema wurde auch schon häufig hier auf openBC diskutiert.
Nachdem ich selber lange im Beratungsgeschäft war, eine weitere provokante These: Projektarbeit wurde erfunden, damit keine Menschenführung (scheinbar) notwendig ist. Viele Projekte scheitern, weil dies nicht wahr ist.
Ich bitte um Kommentare.
Diese Ansicht kann ich aus meiner Erfahrung nicht vertreten. Projektteams werden zusammengestellt, um einmalige Aufgaben zu lösen, die mit reiner Linientätigkeit nicht oder nur mit großen Umständen lösbar wären.
In allen Projektteams für die Software Entwicklung, denen ich bisher angehörte, herrschten sehr strenge Hirarchien, angefangen beim Lenkungsausschuss über die Projektleitung, mehrere Teilprojektleiter etc. Um die Budget-, Zeit- und Qualitätsanfordernugen einhalten zu können sind die Kontrollmaßnahmen sehr viel restriktiver als bei der "normalen" Abteilungstätigkeit.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Weinand
- 19 Aug 2004, 08:54 am
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Ronny Voland Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^3: Führung als Beruf
Hallo Herr Steiner,
vielleicht habe ich mich mißverständlich ausgedrückt:
Mir ist bewußt, daß die Mitarbeiter - auch im Projektgeschäft - immer die zentrale Position einnehmen. Schließlich sind es immer die Menschen, die Ergebnisse erzielen.
Was ich mit Methoden bzw. Fähigkeiten meinte geht eher in die Richtung mit Zielvereinbarungen arbeiten, personelle und sachliche und finanzielle Ressourcen planen, geplante Dinge auch nachhalten, Prioritäten setzen und durchziehen, ohne sie jeden Tag neu zu ändern (womöglich noch, ohne die davon betroffenen zu unterrichten) sich konzentrieren bzw. für eine Atmosphäre sorgen, in der jeder konzentriert seiner Arbeit nachgehen kann.
Gerade aus dem Projektgeschäft kommend, halte ich diese Methoden/Fähigkeiten für wichtig, da Projekte ja i.d.R. unter einem hohen Zeit- und Budgetdruck aufgesetzt werden.
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, daß es nicht so sehr darauf ankommt, WIE man z.B. Ziele vereinbart und kontrolliert, sondern eher, daß man es konsequent macht.
In der Literatur kann man viel über das WIE lesen. Vielleicht setzen die Autoren alle diese Sachen voraus. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, daß ich oft diese oben beispielhaft genannten Fähigkeiten/Methoden/Werkzeuge vermisse.
Viele Grüße
Ronny Voland
- 19 Aug 2004, 7:36 pm
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Norbert Faulhaber Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^4: Führung als Beruf
Siehe zum Thema "Führung" und "Wirksams Management" insb. das folgende sehr empfehlenswerte Buch von Fredmund Malik "Führen - Leisten - Leben" - da steht eine Menge Wissenwertes drin ... (z.B. bei www-amazon-de mal dazu die Kundenrezensionen lesen).
Gruss
N.F.
Ronny Voland schrieb am 19.08.2004, 19:36:
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, daß es nicht so sehr darauf ankommt, WIE man z.B. Ziele vereinbart und kontrolliert, sondern eher, daß man es konsequent macht.
In der Literatur kann man viel über das WIE lesen. Vielleicht setzen die Autoren alle diese Sachen voraus. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, daß ich oft diese oben beispielhaft genannten Fähigkeiten/Methoden/Werkzeuge vermisse.
- 01 Oct 2004, 8:46 pm
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Georg Schütz Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Führung als Beruf
Ronny Voland schrieb am 08.08.2004, 13:57:
In meiner Ausbildung zum Projektleiter habe ich den Eindruck gewonnen, daß hinter einer guten Führungskraft kein Hexenwerk steht, sondern eher handwerkliche Fertigkeiten im Umgang mit Aufgaben und Werkzeugen, die man üben und damit auch verbessern kann.
Hallo Herr Voland,
das sehe ich ähnlich. Für mich ist aber die Voraussetzung die persönliche Integrität der Führungskraft und ihr eigenes Leitbild. Nur wenn die Verlässlichkeit der Führungskraft gegeben ist, dann wird ein Bild daraus.
Das bedeutet nicht, dass alle die Führungsperson lieben, oder dass er/sie alles toll macht. Es bedeutet aber, dass ich als Mitarbeiter in der Situation vom Typ A immer die Antwort oder das Verhalten B erwarten darf, es gibt keinen Wankelmut, sondern Konsequenz und schlüssiges Handeln.
In meiner Praxis bestätigt sich, daß erfolgreich abgeschlossene Projekte eher eine Frage der Beherrschung von Methoden und Werkzeugen ist.
Ich arbeite jetzt üer 10 Jahre in Projektstrukturen. Das Hauptproblem, das ich sehe, ist die unklare Zielstellung der meisten Projekte. Das zweite Problem ist die politische Ebene, wer will das Projekt durchziehen und wer will es um fast jeden Preis verhindern.
Wenn man als Projektverantwortlicher oder als Mitarbeiter im Spannungsfeld Linie-Projekt Erfolg haben will, dann geht das nur mit viel Verhandlungsgeschick, Planungs- und Umsetzungskompetenz und vielen vielen (kontrollierten) Zielvereinbarungen.
Ich habe dabei gute Erfahrungen mit der 1-Blatt-Methode gesammelt: Aufgabe, Ziel, End-Termin, Revisionstermin(en) und Inhalt auf einem DIN A4 Blatt zusammen mit dem/den für die Aufgabe verantwortlichen abstimmen und festklopfen. Das schafft Verbindlichkeit.
Gruß
Georg Schütz
- 04 Oct 2004, 10:58 am
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Dr. Rolf Meier Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Führung als Beruf
Liebe Leser,
das Berufsbild "Führung" gibt es - leider - nicht. Gleichwohl kommt es in vielen Tätigkeiten/Jobs fast zwanghaft zur Führungstätigkeit.
Beispiehaft zähle ich auf: RA, Arzt, Kindergärtner, Lehrer, Eltern, Offizier, Bundeskanzler usw....usw.
In manchen Berufsausbildungen wird der Lernende gezielt oder bewust auf seine Tätigkeit vorbereitet, um seine Tätigkeit mit oder gegen Einzelne oder Mehrere auszuüben oder ausüben zu können.
Die Gauß'sche Normalverteilungskurve des Könnens oder besser: des Akzeptiertseins durch Andere wird immer gelten.
Bei den Führungskräften kommt verschlimmernd hinzu, daß sie in der Regel gar nicht oder schlecht ausgebildet sind für die Tätigeit alsFK.
Aber auch: es gibt keinen verbindlichen Massstab ( Problem der Operationalisierbarkeit) was ist gute und was ist weniger gute Führung.
Weiter: ich habe den Eindruck, daß es zum guten Ton vieler Arbeitnehmer gehört: zu klagen - also auch über ihr Führungskräfte.
Viele, die klagen sind aber nicht in der Lage dies genauer zu beschreiben, geschweige denn konstruktive Alternativen anzugeben.
In unserer individualisierten Welt, die mir immer egoistischer vorkommt,
ist es eben für viele schwierig einzusehen-anzuerkennen usw. daß Wertschöpfungsgruppen in einer Leistungsorganisation Hierarchien haben, die halt manchmal auch wirksam werden sollen oder müssen.
Leistungseinheiten sind nicht in jeder Situation basisdemokratisch.
Richtig ist sicherlich auch, daß es manchen Führungskräften an einer "guten Kinderstube" mangelt.
Das Thema ist "abendfüllender" als hier Platz ist - deshalb nur diese paar Gedanken.
Gruß
Dr. Rolf Meier
- 10 Feb 2005, 1:05 pm
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