Führung - Wissen aus Studium und Erfahrung
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Franz Ehrl Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Führung übernehmen ....
Guten Tag
Den folgenden Text hab ich aus dem HBM 3 / 2009 entnommen und möchte in hier zur Diskussion stellen:
Das Paradoxon:
Wenn Führungskräfte in eine neue Position aufrücken, dann wollen als möglichst schnell ihre Kompetenz unter Beweis stellen. Doch sie verhindern oft ihren Erfolg selbst - indem sie in fünf immer gleiche Fallen tappen:
-> sie sind zu stark auf Details fixiert
-> reagieren negativ auf Kritik
-> schüchtern andere ein
-> ziehen voreilige Schlüsse
-> neigen zu Mikromanagement
Die Folgen:
40% der neuen Manager scheitern innerhalb von zwei Jahren - der Großteil davon, weil sie einen der typischen Fallen übersehen haben
Das Gegenmittel:
Man kann dieses Paradoxon umgehen, indem man den Blick vom persönlichen Gewinn löst und sich auf schnelle Gemeinschaftserfolge des Teams konzentriert.
Dafür muss den Mitarbeitern eine klare Vision vermittelt werden, deren Kompetenzen fördern, offen für neue Lernerfahrungen sein und alle Mitarbeiter einbinden.
Deckt sich das mit Ihren Beobachtungen?
Mit besten Grüssen
Franz Ehrl
- 12 Mar 2009, 8:06 pm
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Holger ConradThe company name is only visible to registered members.Re: Führung übernehmen ....
Hallo Herr Ehrl,
ich denke, die Thematik ist zu komplex, um ein mögliches Scheitern an fünf Führungsfehler fest zu machen. Ich stimme zu, dass es Führungskräfte gibt, die Ihren persönlichen Erfolg vor den Erfolg ihres Teams und/ oder dem Unternehmen stellen. Ganz salopp ausgedrückt ist ein Scheitern dann auch verdient. Führungspersonen, die in eine der genannten Fallen tippen, fehlt es an grundlegenden Attributen, die einen guten Vorgesetzten auszeichnen: soziale Kompetenz, strategische Kompetenz, kommunikative Kompetenz, etc.
Fraglich ist, wo das Unternehmen ansetzten muss, um diese Mißstände erst gar nicht aufkommen zu lassen. Führungskräfte können natürlich nur Ziele vermitteln, Aufgaben und Verantwortungen delegieren oder ihre Mitarbeiter an den Geschäftsprozessen teilhaben lassen, wenn dieses Vorgehen als Unternehmenskultur in allen Abteilungen "gelebt" wird. All dieses muss aus meinen persönlichen Erfahrungen auch vielen Führungskräften erst vermittelt werden.
Die Schulung von Mitarbeitern mit Lenkungsfunktionen wird jedoch oftmals zu sehr vernachlässigt.
Mein Fazit: Jeder weiß, das ein Vorgesetzter nur befriedigende Ergebnisse abliefern kann, wenn das unterstellte Team sehr gute Arbeit leistet. Deshalb sollten Beförderungen zunächst sehr wohl durchdacht sein und im weiteren Verlauf die Qualität der Führung regelmäßig weiterentwickelt und auf den Prüfstand gestellt werden.
Lieben Gruß
Holger Conrad
- 16 Mar 2009, 9:27 pm
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Franz Ehrl Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Führung übernehmen ....
Vielen Dank - ich stimme in vollinhaltlich zu.
Aber - wie ist es wirklich?
Früher konnte man sich an Führungskräften orientieren. Sie waren so etwas wie Vorbilder.
Gibts das heute noch?
In wieviel Chefetagen sitzen solche Vorbilder?
In welchen Ausbildungen ist "Ethik" ein Thema?
lg
Franz Ehrl
- 17 Mar 2009, 6:15 pm
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Wolfgang Diehl Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^3: Führung übernehmen ....
In wieviel Chefetagen sitzen solche Vorbilder?
In welchen Ausbildungen ist "Ethik" ein Thema?
wieder schwierig, darauf pauschal zu antworten. es gibt noch vorbilder in der führungsetage. wie viele es sind, kann ich nicht beurteilen. mit ihrer frage nach der ethik treffen sie meiner meinung nach den nagel auf den kopf!
ethik war (ist?) im betriebswirtschaftlichen studium kein thema. das ist meiner meinung nach aber ein grundsätzliches, gesellschaftliches thema - und für mich einer der gründe für die finanzkrise, die wir derzeit durchleben. ethische grundsätze wurden zugunster der schnellen mark und des profits über bord geworfen. das es grundsätze gibt, die man nicht ungestraft verletzen kann, wird manchem derzeit wieder bewußt. leider für viele zu spät. so bald es zielvereinbarungen mit persönlichen zielen gibt, werden sowohl teamgedanke als auch gemeinschaftlicher erfolg hinten an gestellt. und das ist auch so gewollt. das läßt sich aus meiner sicht nur dadurch ungehen, indem man eben nicht persönliche ziele definiert, sondern teamziele oder gemeinschaftliche ziele, zu deren erreichung viele/alle beitragen müssen.
von daher stellt sich für mich weniger die frage nach dem vorbildern als mehr danach, wer in der lage ist, diesbezüglich standards zu setzen, maßstäbe zu formulieren und diese dann auch umzusetzen.
gruß vom main
wolfgang diehl
- 08 Apr 2009, 5:34 pm
