Führung -  Wissen aus Studium und Erfahrung

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  • Hans-Georg Döring
    Hans-Georg Döring
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    Nur zur Unterhaltung
    Consulting
    In einer einsamen Gegend in Schottland hütete ein Schäfer wie immer friedlich seine Herde, zu der eine stattliche Anzahl von Schafen gehörte.
    Eines Tages fuhr, eingehüllt in eine große Staubwolke, ein nagelneuer Audi TT vor und hielt direkt neben dem Schäfer. Der Fahrer des Wagens, ein junger Mann mit Brioni-Anzug, Cerruti-Schuhen, Ray-Bean-Sonnenbrille und YSL-Krawatte stieg aus und machte dem verdutzt dreinblickenden Schäfer folgendes Angebot:
    ”Wenn ich Ihnen sage, wie viele Schafe Sie in Ihrer Herde haben, darf ich dann eines davon mitnehmen?”
    Der Schäfer schaute erstaunt den jungen Mann an, blickte dann auf seine vielen, friedlich vor sich hin grasenden Schafe und antwortete schließlich: ”Aber ja doch, gern.”
    Daraufhin ging der junge Mann zu seinem Auto, holte ein Notebook heraus, schloss mittels eines dunkel glänzenden Verbindungskabels ein Nokiahandy an und stellte eine Verbindung zum Internet her. Dann wählte er ein Seite der NASA aus, scannte die Gegend mit Hilfe eines GPS-Satellitennavigationssystems und erstellte eine Datenbank sowie eine Menge Excel-Tabellen.
    Schließlich druckte er auf einem High-Tech-Printer einen hundertundfünfzigseitigen Report aus, wandte sich nun wieder dem verblüfft dreinschauenden Schäfer zu und gab diesem eine detaillierte Auskunft: ”Sie haben exakt 1586 Schafe in ihrem Bestand!”
    Der Schäfer erwiderte nachdenklich: ”Das ist absolut korrekt. Sie haben sich Ihre Belohnung verdient. Suchen Sie sich ein Schaf aus.”
    Der junge Mann tat wie geheißen, nahm sich eines der Tiere und verstaute es auf der Rückbank seines Wagen.
    Der Schäfer hatte dem jungen Mann die ganze Zeit über ruhig zugeschaut. Als dieser jedoch gerade losfahren wollte, richtete der Schäfer das Wort an ihn:
    ”Warten Sie bitte noch einen Moment. Ich möchte Ihnen auch gern ein Geschäft vorschlagen: Wenn ich Ihren Beruf errate, geben Sie mir dann das Tier zurück?”
    Der junge Mann erklärte sich sofort damit einverstanden .
    Daraufhin sagte der Schäfer: ”Sie sind Unternehmensberater, habe ich recht?!”
    Der junge Mann war völlig verblüfft: ”Das stimmt! Wie haben Sie das so schnell herausgefunden?”
    ”Das war ganz einfach”, erwiderte der Schäfer: ”Erstens sind Sie hier aufgetaucht, ohne dass jemand Sie gerufen hätte. Zweitens wollten Sie eine Bezahlung dafür haben, dass Sie mir etwas verraten, was ich selbst schon wusste. Drittens verstehen Sie rein gar nichts von meinem Job. Und viertens: Geben Sie mir bitte meinen Hund zurück!”
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  • Angèle Lange
    Angèle Lange    Premium Member
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    Re^2: Nur zur Unterhaltung
    Hallo die Herren,

    von diesen Geschichten kenne ich einige und obwohl ich mich ziemlich lange im weitesten Sinne im Feld der Unternehmensberater betätige, kann ich gut darüber mitlachen. Ich habe mir immer wieder die Frage gestellt, was kann man anders machen, um dieses Image nicht zu erzeugen und ich habe dazu viele alternative Wege beschritten. Darüber würde ich mich gerne mal austauschen und zur Ehrenrettung der Unternehmensberater mal Folgendes reingeben: Ich erlebe oft Kunden, die in Ihrer Abteilung effektiv arbeiten und doch ist der Gesamtprozess alles andere als effektiv. "Die Welt retten" will aus der Abteilungsebene keiner mehr (zuviele wurden abgebügelt) und wenn eine nutzvolle Prozessänderung diskutiert wird, dann wird ähnlich wie in einem Ulli Stein Comic ein "DAGEGEN" Schild aufgestellt, weil man den eigenen täglichen Stress sieht und der soll nicht noch mehr werden. So gut ich die Einzelnen verstehe, wohin bringt das unsere Wirtschaft und bitte wer soll es ändern, wenn nicht Menschen, die von einem anderen Blickwinkel in dieses Thema geworfen werden und das sind eben oft die Unternehmensberater. - Um nicht einen falschen Eindruck zu erwecken - so einen beschriebenen "Businesscaper" - es gibt dazu ein gutes Video schätze ich auch nicht und doch brauchen wir visionäre Menschen, die sich diesen Aufgaben stellen.

    Herzliche Grüße

    Angèle Lange - mit Unternehmensberatererfahrung seit 1989 und noch immer ohne TT und andere Statussymbole unterwegs
  • Christel Löffler
    Christel Löffler
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    Re^3: Nur zur Unterhaltung
    hallo frau lange,
    "Ich erlebe oft Kunden, die in Ihrer Abteilung effektiv arbeiten und doch ist der Gesamtprozess alles andere als effektiv. "Die Welt retten" will aus der Abteilungsebene keiner mehr (zuviele wurden abgebügelt) und wenn eine nutzvolle Prozessänderung diskutiert wird, dann wird ähnlich wie in einem Ulli Stein Comic ein "DAGEGEN" Schild aufgestellt"

    z.zt. arbeite ich viel in diversen tierheimen u. komme mir dort wie eine art unternehmensberater vor. lauter tierschützer, voll engagiert, leider in eine falsche richtung u. mit lauter "DAGEGEN" schilder ;-)
    liebe grüße
    christel löffler
    http://www.coaching-mensch-tier.de